Dying Light 2: Mehr Blut, Gedärme und Konsequenzen

Daniel Kirschey

Techland verkündet auf der E3 2018 die Nachricht: Dying Light 2 kommt! Es wird noch größer, komplexer und blutiger als der Vorgänger. Ob das alles auch der Wahrheit entspricht? Wir haben es nachgeprüft.

Dying Light 2 - E3 2018 Ankündigungs-Trailer.

Spielte der Vorgänger noch während des Ausbruchs der Epidemie, die die Zombies hervorbringt, versetzt Dying Light 2 die Handlung 15 Jahre nach dem Kollaps der Zivilisation. Es ist also ordentlich Zeit vergangen. Das erkennst du auch an den Gebäuden und Autos, die nun überwachsen, zerstört und verfallen sind. Die Stadt, in der du überleben musst, ist wahrscheinlich die letzte besiedelte, die noch existiert.

Parkour und Physik

Wer den Vorgänger kennt, erinnert sich sicherlich noch an die offene Welt, die nicht nur horizontal erkundet werden kann, sondern auch in die Höhe. Durch die Parkour-Fähigkeiten der Spielfigur erklimmst du in Kürze hohe Gebäude, Kirchtürme und Mauern. Dabei sind die Parkour-Künste diesmal noch ausgefeilter. Laut Techland gibt es nun doppelt so viele Parkour-Moves wie noch im ersten Teil.

Du solltest dich also noch schneller und flüssiger durch die Stadt bewegen können. Das ist gerade deshalb von Vorteil, da die Karte ungefähr viermal so groß sein soll wie alle Karten des Vorgängers zusammengenommen. Es gibt also einiges zu tun und zu erkunden. Neu sind physikbasierte Objekte, beispielsweise Käfige, die an Seilen zwischen Häusern hängen. An denen kannst du dich von einer Wand zu anderen schwingen.

Ebenfalls neu sind sogenannte Parkour-Puzzle. Die Fähigkeiten, schnell von einem zum anderen Ort zu kommen – egal, wie die Höhenunterschiede aussehen – wird nun nicht mehr nur als Fortbewegungsmittel, sondern auch für Puzzle genutzt. So musst du auch Funktürme erklettern, dabei jedoch auf deine Ausdauer und den Weg achten.

Mehr Risiko, mehr Gewinn

Wie schon im Vorgänger gibt es einen Wechsel zwischen Tag und Nacht. Das wirkt sich spielmechanisch besonders aus, da sich am Tage die Infizierten, also Zombies, in Gebäuden verstecken und nicht herauskommen. Die Straßen sind dann zwar sicherer, wer aber die beste Beute machen will, muss genau in diese dunklen Orte vordringen. Denn dort ist noch nicht alles ausgeplündert. Aber Achtung, die Zombies liegen hier in Haufen aufeinander. Wenn sie geweckt werden, ist es mit Unachtsamen schnell vorbei.

Dying Light 2 – E3 2018 Ersteindruck.

Zum Glück kannst du dich wehren. Auch Dying Light 2 legt – so scheint es zumindest momentan – den größeren Fokus auf den Nahkampf. Das System dahinter soll noch komplexer als im ersten Teil ausfallen. Gerade gegen menschliche Gegner verspricht Techland taktischere Kämpfe. Wer sich jedoch trotzdem immer wieder in einer brenzligen Situation wiederfindet, der kann seine Freunde zur Hilfe holen. Bis zu vier Leute spielen dann kooperativ zusammen.

Alles hat Konsequenzen

Einen großen Raum in Dying Light 2 nehmen Konsequenzen ein. Die sind an die Handlung des Spiels geknüpft. Dafür haben sich die polnischen Entwickler von Techland Hilfe von Chris Avellone – bekannt von Spielen wie Fallout 2, Pillars of Eternity und mehr – geholt, der ihnen als Game Designer zur Seite steht. Dialoge und auch das Gameplay an sich werden Auswirkungen auf die Spielwelt und die Charaktere haben.

Ein Beispiel: Eine der Fraktionen namens Peacekeeper kämpft gegen die Zombies und setzt Regeln durch. Wer beispielsweise klaut, bekommt die Hand abgehakt. Wenn du den Peacekeepers hilfst, einen Wasserturm zu erobern, gibt es daraufhin Wasser an allen möglichen freien Brunnen in einigen Stadtbereichen. Außerdem ist es dann auch sicherer, weil die Peacekeeper die Macht vollends an sich reißen. Sie bestrafen jedoch jeden, der nicht nach ihren Regeln lebt. Das gilt auch für dich selbst.

Dying Light 2 - E3 2018 Gameplay World Premiere.

Alle Infos zur E3 2018 gibt's hier

Gibst du hingegen der Fraktion Gangster die Macht über das Wasser, verkaufen diese es zu horrenden Preisen. Du wirst allerdings am Geschäft beteiligt. Zudem entsteht ein Schwarzmarkt mit vielen Gegenständen und Waffen. Dafür verkommen Gebäude und Straßen noch mehr, weshalb du mehr klettern musst, um an deine Ziele zu gelangen. An den Quests arbeiten übrigens auch Entwickler, die davor an The Witcher 3: Blood and Wine mitgearbeitet haben.

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E3 2018: Diese 10 Spiele machen Lust auf gemeinsames Zocken.

Was sagst du zum Spiel Dying Light 2? Gefällt dir, was du darüber liest? Gerade die verschiedenen Konsequenzen, die die Spielwelt und Spielmechanik verändern, klingen doch interessant, oder? Schreib uns deine Meinung doch einfach in die Kommentare.

E3 2018 Trailer-Quiz: Erkennst du diese Spiele anhand ihrer Screenshots?

Die E3 2018 ist nun vorbei. Wieder einmal gab es viele tolle Trailer zu neuen Spielen zu sehen, aber auch weitere Infos zu bereits angekündigten Games. Schaffst du, diese nur anhand ihrer Screenshots zu erkennen?

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