Das bestbewertete Steam-Spiel: Alles, was ihr zu Factorio wissen müsst

Lukas Bursee 2

Dass es in den Bergen der Steam-Spiele viele Juwelen zu finden gibt, steht außer Frage. Der aktuelle Superhit Factorio ist allerdings ein Ausnahmetalent. Erst zwei Wochen dabei, ist es schon jetzt das bestbewertete Spiel der Verkaufsplattform. Wir zeigen euch, was sich hinter diesem abstrakten Namen genau verbirgt.

 Willkommen in der Fabrik – Factorio im Trailer:

Factorio – Trailer.

Erst seit 2 Wochen im Early Access auf Steam zu finden, ist der muntere Aufbau-Management-Mix Factorio schon jetzt das bestbewertete Spiel auf Valves Verkaufsplattform: 4.053 positiven Reviews stehen lediglich 30 negative gegenüber (Stand: 11.03.16; 10:30 Uhr). Doch ganz so plötzlich kommt der Aufstieg natürlich nicht. Seit vier Jahren befindet sich der Aufbautitel in Entwicklung und ging bereits vor seinem grandiosen Steam-Debut 110.000 Mal über die virtuelle Ladentheke. Auch der begeisterte Tweet des Minecraft-Erfinders Markus „Notch“ Persson dürfte seinen Teil zum Steam-Durchbruch beigetragen haben:

Trotzdem lässt sich kein Boot erfolgreich verkaufen, das unter Wasser steht. Was also verbirgt sich hinter dieser Spieleperle? Genau dieser Frage gehen wir jetzt auf den Grund.

Factorio 4

Im Zeitalter der Industrie

Factorio wirkt auf den ersten Blick nicht besonders beeindruckend. Aus der Vogelperspektive steuert ihr einen kleinen Weltraumreisenden, dessen grausames Schicksal es ist, einsam auf einem scheinbar unbewohnten Planeten zu hocken. Wie von Minecraft, Ark und Co. bekannt, müsst ihr in diesem Aufbauspiel ebenfalls Steine klopfen, Bäume fällen und eure Ressourcen auffüllen. So ist schnell das erste Material gesammelt und der eigentliche Spaß kann beginnen.

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In kleinen Schritten modernisiert ihr nun eure neue Heimat. Zeigt sich das anfangs nur in einer simplen Abbaumaschine für das Erzvorkommen oder einem zweckmäßigen Hochofen, lässt die industrielle Revolution nicht lange auf sich warten. Mit Förderbändern werden Rohstoffe transportiert, Roboterarme übernehmen das lästige Handwerk und kleine Fertigungsstraßen produzieren fröhlich vor sich hin. Anfangs noch ein einfacher Arbeiter, werdet ihr Maschine für Maschine zum stolzen Fabrikbesitzer.

Je weiter die Zeit voran schreitet, desto komplexer werden eure Anlagen. Schließlich erstrecken sich die komplizierten Produktionsketten über mehrere Bildschirme, sind verbunden durch Züge und funktionieren ohne euer Zutun – die vollständig automatische Fabrik. Das mag trocken klingen, entwickelt sich aber schnell zu einem fordernden und unglaublich motivierenden Bastelfest.

Factorio 3

Maschine gegen Krabbelvieh

Doch das Leben auf dem fremden Planeten ist nicht ganz so friedlich, wie es scheint. Denn wie es der (unverschämte) unwahrscheinliche Zufall will, hat sich unser kleiner Kosmonaut ausgerechnet einen bewohnten Planeten zum Abstürzen ausgesucht. Leider scheint die heimische Tierwelt ein ernstes Problem mit unseren rauchenden Schloten zu haben. Mit der Energie manischer Umweltschützer macht sich das insektenartige Alien-Getier auf, dem maschinellen Treiben ein Ende zu setzen. Dass sie dabei nur zu gerne über unsere Leiche gehen, kommt eher ungelegen. Environmental correctness in Extremform.

Um sich gegen die aggressive Fauna durchzusetzen, bedarf es drastischer Mittel. Ein Glück, dass unser Space-MacGyver nicht nur friedliche Produktionsstraßen bauen kann. Mit Geschütztürmen, Mauern und schwerem Gerät wehren wir uns gegen das Krabbelgetier. Die weniger Zimperlichen greifen auch selbst zur Waffe, die natürlich genauso erforscht sein will wie Munition und das übrige Kriegsmaterial.

Factorio 1

Ist euch das ganze Kämpfen zu stressig, könnt ihr die Attacken der außerirdischen Kakerlaken auch abstellen oder gleich auf den Sandbox-Modus umsteigen. Frei von lästigen Zusatzaufgaben, aggressiven Planetenbewohnern und sogar einer Spielfigur werkelt ihr hier an der perfekten Fabrik. Falls ein komplett leerer Planet aber zu einsam ist, solltet ihr euch mit einem Freund oder einer Freundin zusammentun. Der integrierte Multiplayermodus macht euch zu Partnern der fortschreitenden Industrialisierung – oder zu Konkurrenten, ganz wie ihr wollt.

Hinter den zwei magischen Worten Early Access haben sich in der Vergangenheit schon einige schlechte oder absurd unfertige Spiele versteckt. Für das kleine Wunderkind Factorio trifft beides aber mit Sicherheit nicht zu.

Factorio
Entwickler: Wube Software LTD.
Preis: 25 €

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