Selbsternannte Schwulen-Eliminatoren hetzen gegen einige Spieler in Fallout 76

Franziska Behner 1

Dass es auch Spieler gibt, die in einem Rollenspiel in die Haut der Bösen schlüpfen, ist nichts Neues. Das lässt sich auch nur schwer verbieten. Wenn in Fallout 76 hingegen eine Hetzjagd gegen homosexuelle Spieler angezettelt wird, geht das eindeutig zu weit.

In einem Spiel, das vor allem, oder wie in diesem Fall ausschließlich, Online gezockt wird, können Liebe, aber auch auch viel hass entstehen. Dabei geht es uns dieses Mal nicht um die Bugs in Fallout 76, über die sich einige Gamer beschweren, sondern um Streitigkeiten zwischen einzelnen Spielern.

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Hetzjagd auf homosexuelle Spieler

So ist es vor einigen Tagen passiert, dass sich auf einem Server eine Gruppe Menschen zusammengetan hat, die das Ödland vor homosexuellen Spielern, bzw. Figuren, bereinigen will. Sie zogen gemeinsam durch das Ödland und fingen damit an, mit Beleidigungen um sich zu werfen. Dabei ging es hauptsächlich über und gegen Männer, die einander Lieben. Es blieb allerdings nicht bei Beleidigungen: Die Gruppierung jagte diese Spieler. Einer davon war AJ, der den Vorfall auch bei Twitter postete und so eine Reaktion von Bethesda erwartete.

„So Bethesda, wie melden wir Personen in Fallout? ChipWhitehouse, Handsandhead und ich wurden regelrecht gejagt von homophonen Spielern. Ich werde mehr Videos im Verlauf posten. Warnung vor bösartiger Sprache.“

In Fallout 76 ist es zwar möglich, einander zu blockieren, aber es gibt keine Option, einen Spieler zu melden. Also wendete er sich mit dem Tweet an den Publisher.

Bethesda reagiert

Letztlich fand die Geschichte Gehör und Bethesda entschied sich dazu, einen 3-Tages-Bann gegen die entsprechenden Gamer auszusprechen. Nachdem sie das gesamte Videomaterial durchgesehen hatten und sich den Fall genauer ansahen, wurde sogar ein lebenslänglicher Bann für die verantwortlichen wirksam gemacht.

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Keine Reue der Verursacher

Eurogamer sprach mit einem der gebannten Spieler, der absolut keine Reue zeigte. Selbst, wenn man ihm die Chance dazu geben würde, wolle er sich nicht entschuldigen. Es habe einfach Spaß gemacht. Man könne das als bösartig ansehen, aber es war wohl nur eine Nacht voller Spaß und unreifen, kindlichen Spielen.

Darüber waren die betroffenen Spieler entsprechend sauer. AJ fans treffende Worte: Man spiele ein Game, um der Realität zu entfliehen und wolle dabei nicht auf solche Momente stoßen. Sie waren gemeinsam unterwegs, aber es hätte auch jemanden treffen könnend er allein gewesen wäre und niemanden gehabt hätte, um darüber zu sprechen.

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Zuerst andere Spieler aufgrund ihrer sexuellen Gesinnung zu beleidigen und sie schließlich regelrecht zu jagen, ist ein absolutes Unding. Menschen mit viel Selbstbewusstsein stecken das vielleicht gut weg, andere Personen erleiden durch eine solche Hetze, wenn auch „nur“ online, schwere psychische Schäden. Verrate uns in den Kommentaren, was du über den Vorfall denkst und ob Bethesdsa mit einem lebenslangen Bann richtig gehandelt hat.

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