Das liegt vor allem daran, dass man sich bei Massive viele Gedanken zum Thema Teamplay gemacht hat. Kooperative Feature wie der Battlecry - eine Art Buff, der alle Team-Mitglieder in Rufweite unterstützt - belohnen die Spieler nicht nur mit regulären Erfahrungspunkten, sondern füllen auch die sogenannten Team-Support-Punkte auf. Gleiches gilt für Aktionen wie die Wiederbelebung von gefallenen Kameraden oder das Spotten von Feinden.

Wer eine bestimmte Anzahl von Teamplay-Aktionen erfolgreich beendet, wird mit dem Einsatz der mächtigsten Waffen im Spiel belohnt. Das kann ein eher konventioneller Luftschlag sein, bei dem man ein größeres Gebiet in eine tödliche Flammenhölle verwandelt oder aber der Einsatz von psychoaktivem Gas. Wird ein Spieler diesem Zeug ausgesetzt, steht ein mächtig mieser Trip an. Freund und Feind erscheinen dann als nicht länger zu unterscheidende Dämonen.


Am Ende einer Partie warten dann noch kurze Endsequenzen auf die Teams. In diesen interaktiven Szenen darf der beste Spieler des siegreichen Teams über das Schicksal seines besten Gegenspielers entscheiden. Gnade oder Bestrafung - die Wahl bestimmt den weiteren Verlauf der Mini-Sequenzen, die sich übrigens genau so wie Waffen, Ausrüstung und Spezialfähigkeiten aufrüsten lassen. Es sind kleine Ideen wie diese, die aus dem Multiplayer-Modus von “Far Cry 3“ eine überaus unterhaltsame Angelegenheit machen.
Dass wir an dieser Stelle noch kein Wort über die sechs wählbaren Klassen, deren Fähigkeiten oder das Balancing verloren haben, liegt übrigens allein daran, dass hier schlichtweg alles im grünen Bereich ist. Massive hat reichlich und sinnvoll bei “CoD“ und “Battlefield“ gemopst, um die Einhaltung der modernen Multiplayer-Standards zu erreichen. Das sollte auch gelingen. Wie es sich für ein zeitgenössisches Mehrspieler-Match gehört, werden die Spieler permanent mit XP-Feedback, dynamischen Missionszielen und explosiven Schauwerten bei Laune gehalten. Zerstörbare Umgebungen oder gar eine neue Grafik-Referenz solltet ihr von “Far Cry 3“ aber nicht erwarten. In puncto Fahrzeuge hält sich Massiv derzeit leider noch bedeckt.

Fazit

Die Hypekurve von “Far Cry 3“ läuft zur Abwechslung mal von unten nach oben. Der Shooter tauchte vor einem Jahr als ziemlich laues Action-Lüftchen auf unserer Bildfläche auf und hat sich mittlerweile zu einem veritablen Tropensturm entwickelt. Dass man bei Ubisoft Montreal großen Wert auf eine ungewöhnlich intensive Inszenierung der Singleplayer-Kampagne legt und die improvisierte Feuergefechte von Tourist Jason verdammt gut aussehen, wussten wir ja bereits.


Seit unserem Trip zu Massive dürfen wir jetzt auch noch ein Häckchen unter den Mehrspieler-Part von “Far Cry 3“ setzen. Der ist nämlich schon jetzt sehr unterhaltsam und bietet mit seinem starken Fokus auf Teamplay und motivierenden Upgrades packende Mehrspieler-Action auf der Höhe der Zeit. Frühbucher sollten dieses Urlaubsziel unbedingt im Auge behalten.

Ausblick: Sehr gut

 

Far Cry 3

Facts 
Far Cry 3

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Tobias Heidemann
Tobias Heidemann, GIGA-Experte.

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