Vor einiger Zeit sorgten zwei YouTuber mit einem Wettskandal um die FIFA-Spiele für Aufsehen. Nachdem es zu einer Klage kam, wurde nun ein Urteil gefällt – das ihnen das Schlimmste erspart hat.

Was ist eigentlich... FIFA Ultimate Team?

In den vergangenen Jahren wurden gleich zwei Wettskandale aufgedeckt, die die Videospielwelt erschütterten. Im ersten Skandal ging es um die Profi-Szene rund um das von Valve vertriebene Spiel Counter-Strike Global Offensive, während es im Zweiten um eine Kombination aus FIFA und der echten Welt handelte. Im Detail ging es darum, dass die YouTuber Craig „Nepenthez“ Douglas und sein Geschäftspartner Dylan Rigby über deren Seite FUT Galaxy Wetten auf den echten Sport anboten, indem die Klienten mit FIFA Ultimate Team (FUT)-Münzen bezahlen konnten. Das Problem: Auf diese Weise konnten auch Kinder, die eigentlich kein Glücksspiel betreiben dürfen, illegal Wetten abschließen. Das hat den Behörden in Großbritannien natürlich gar nicht gefallen.

Die haben entsprechend Anzeige erstattet und die beiden Buchmacher vor Gericht gezerrt, welches nun ein Urteil gefällt hat. Demnach müssen die Wettanbieter insgesamt 265.000 Pfund Sterling (Rund 310.000 Euro) berappen. Davon entfallen 16.000 Pfund als Geldstrafe und 75.000 Pfund als Gerichtskosten an Douglas, während Rigby zu einer Geldstrafe von 24.000 Pfund und Gerichtskosten in Höhe von 150.000 Pfund verurteilt wurde. Die Strafe darf natürlich nicht mit FIFA-Münzen beglichen werden. Eine Gefängnisstrafe bleibt den Wettanbietern entsprechend erspart. Die Möglichkeit, die Verurteilten für bis zu 51 Tage ins Gefängnis zu stecken, hält sich das Gericht offen. Douglas gab sich im Anschluss kleinlaut und gab zu verstehen, dass „das schlimmste Jahr“ seines Lebens nun zu einem Abschluss gekommen sei.

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Über die FIFA-Wettseite konnten Wetten für Fußballspiele in Großbritannien, Deutschland, Italien und Frankreich abgeschlossen werden. Douglas selbst hatte dafür geworben, dass die Interessenten nicht 18 Jahre alt sein müssen, da es sich nur um eine virtuelle Währung handelt. Was offenbar nicht ganz richtig war.

Quelle: The Guardian