FIFA: Die erfolgreiche Fußballsimulation hätte es fast nie gegeben

Marco Schabel

Es ist heute kaum vorstellbar, dass es einmal Zweifel daran gab, ein Spiel der überaus populären FIFA-Serie zu veröffentlichen. Wie ein Entwickler enthüllt, hätte es die Reihe beinahe tatsächlich nicht gegeben.

FIFA 17 im Test.

Erst im September haben EA und deren Untermarke EA Sports die Fußballsimulation FIFA 17 veröffentlicht. Wenig überraschend hat sich das Spiel weltweit prompt an die Spitzen der Verkaufscharts gesetzt und nicht nur in Deutschland Millionen verkauft. Erwartbar war das, weil auch die jährlich erschienenen Vorgänger ähnliche enorme Erfolge vorweisen können, selbst wenn oft kritisiert wird, dass sich die Spiele kaum ändern. All die Kritik und der Verkaufserfolg sind allerdings nicht ganz selbstverständlich zustande gekommen. Wie der ehemalige EA-Entwickler Tom Stone und die ehemalige EA-Führungskraft Mark Lewis in einem Interview zu verstehen gaben, hätte es die Reihe beinahe nie gegeben. Und das nur aufgrund einer kaum nachvollziehbaren Tatsache.

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Es ist nämlich so, dass Publisher Electronic Arts seinen Sitz in den USA hat. Und da liegt auch schon der Hund begraben, denn der Fußball ist in den USA – im Gegensatz zum beinahe kompletten Rest der Welt – eine Randsportart ohne großes Ansehen. In den Neunzigerjahren, als das erste FIFA-Spiel erschien, war die Situation sogar noch schlimmer. „Es gab in den USA große Bedenken über die Zukunft des Fußballs“, so Stone. „Es hat niemanden interessiert.“

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Die Idee zu FIFA entstand 1991, als Lewis nach dem Erfolg der Madden-Spiele ein neues Studio in Europa gründen wollte. Dieses sollte sich um ein Fußballspiel nach dem gleichen Prinzip kümmern. Die Führungsetage in den USA war allerdings fast komplett dagegen – Fußball sei ein zu komplizierter Sport. Dass aus dem damals intern noch „Team USA Soccer“ genannten Spiel aber doch noch FIFA International Soccer und die FIFA-Serie wurde, sei alleine der Tatsache zu verdanken, dass die Entwicklung außerhalb der USA stattfand, weitab der Augen der US-Führung.

Und so konnte EA knapp 20 Jahre erfolgreicher FIFA-Spiele für sich verbuchen, Millionen verkaufen und – viel wichtiger – Millionen einnehmen. Mehr zu den Hintergründen der Entstehung liest Du im kompletten englischsprachigen Interview.

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Quelle: The Guardian

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