Final Fantasy 14 - Stormblood: Der harte Weg bis zum Erfolg

Sandro Kreitlow

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GIGA GAMES: Viele der neuen Bereiche in Stormblood haben Verbindungen mit der japanischen Kultur. Wie wichtig ist es für Sie, Ihre eigene Kultur im Spiel wiedergespiegelt zu haben und wie viel Druck hatten Sie, als Sie die Gegenden entwickelt haben?

Yoshida-san: Tatsächlich hatte ich keinen Druck. Besonders die Stadt Kugane basiert auf Japan – sowie Hingashi, das Land, in dem Kugane liegt. Allerdings, wenn du von Japan sprichst, kommt es immer auf die Ära an, denn je nach Ära fühlt sich Japan anders an. Wir haben viel darüber diskutiert, auf was wir Kugane basieren lassen wollen. Zum Beispiel, wenn du mit jemandem von außerhalb Japans sprichst, denken sie bei dem Wort „Japan“ an verschiedene Dinge: Sie denken vielleicht an Städte wie Kyoto oder Tokio in der Edo-Zeit. Für FF14 wollten wir eine Mischung aus der alten Ära mit neuen Elementen, ohne die Spieler zu verwirren. Das war tatsächlich eine Herausforderung für das Entwicklungsteam. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht, die Stadt zu kreieren.

Ishikawa-san: Oh ja, das stimmt!

Yoshida-san: So konnten wir nicht nur eine Stadt erschaffen, die stark von Japan beeinflusst ist, aber wir konnten mit Kugane auch eine einzigartige Stadt in Hingashi erschaffen. Letzteres ist übrigens nicht wirklich Japan, sondern eher ein Mix mehrerer Dinge. Aber es hat ein einzigartiges Feeling. Das hat viel Spaß gemacht und war sehr spannend.

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GIGA GAMES: Das Spiel ist kein klassisches Single-Player-Spiel, sondern ein MMORPG. Wie gehen Sie vor, wenn Sie die Story für neue Haupt- oder Nebenquestreihen verfassen? Was sind die größten Herausforderungen bei der Arbeit an neuen Quest-Reihen?

Ishikawa-san: Tatsächlich macht es kaum einen Unterschied, ob man eine Story für einen Offline-Stand-Alone-Titel oder ein MMO schreibt. Das Wichtigste ist, dass wir den Spielern die beste Spielerfahrung ermöglichen, und die Spielinhalte bringen den Spieler diese. Das Szenario ist also vor allem dazu da, die Spielinhalte zu verbessern und sie mehr hervorzuheben. Das mögen die meisten Spieler.

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Jetzt wiederhole ich mich vielleicht, aber das Szenario ist dazu da, die Spielinhalte zu unterstützen. Das Team besteht außerdem zu einem Großteil aus Final Fantasy-Fans und wenn wir die Story schließlich schreiben, sorgen wir immer dafür, dass die Story sich zu keinem Zeitpunkt nicht wie eine Story anfühlt. Das haben wir immer im Hinterkopf.

Yoshida-san: Um das noch zu ergänzen: Wie bereits gesagt kommt die Spielerfahrung immer als Erstes und das Szenario unterstützt die Spielelemente. Wir überlegen uns also zuerst, was wir machen möchten. Zum Beispiel, dass wir auf Level 63 einen Bosskampf haben und das Schwimm-Feature zugänglich machen möchten. Diese Informationen spielen wir dem Szenario-Team zu und sagen dann etwas wie: „Könnt ihr euch dazu etwas ausdenken, um das Ganze interessanter zu gestalten?“ Die Art und Weise, wie das Team die Story schließlich gestaltet, ist sehr schwer und anspruchsvoll, denn – und ich wiederhole mich – die Spielerfahrung und die -elemente entstehen zuerst und die Story kommt später. So gesehen macht das Team also einen wirklich guten Job.

GIGA GAMES: Ich habe das Gefühl, dass die Story von Stormblood stärker charaktergetrieben ist als es Heavensward oder ARR noch waren. Stimmt das? Und wenn ja - Ist das eine bewusste Entscheidung?

Yoshida-san: Ja, das ist korrekt. Der Grund dafür ist, dass in Heavensward der Fokus auf der Geschichte lag, die sich im Kampf der Menschen gegen die Drachen verbarg. Die Anzahl der Charaktere, auf denen der Fokus lag, war daher sehr klein. Wenn man in Heavensward mehr handelnde Personen gehabt hätte, wäre die Story sehr schnell sehr komplex geworden. Wie auch immer, in Stomblood trifft man auf viel mehr Charaktere, alle mit unterschiedlichem Schicksal und Glauben – und das entfacht die Konflikte zwischen den Figuren. Darum ist Stormblood tatsächlich mehr charaktergetrieben als die früheren Geschichten.

GIGA GAMES: Yoshida-san, Ishikawa-san, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben!

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