AirFighters Pro: Mililtär-Flugsimulator für Android im Test

Oliver Janko 1

Mit Überschallgeschwindigkeit als Pilot eines Kampfjets durch die Lüfte zu jagen, ist für manchen eine reizvolle Vorstellung. Das reale Erlebnis wird wohl in den meisten Fällen ein Traum bleiben, mit dem Militär-Flugsimulator AirFighters Pro können sich Android-Nutzer nun aber wenigstens virtuell in die Lüfte schwingen und sich in zahlreiche Missionen stürzen. Wir haben das Spiel auf Herz und Nieren getestet.

AirFighters Pro: Mililtär-Flugsimulator für Android im Test

Spannende Aufklärungsmissionen fliegen, gefährliche Einsätze in verschiedenen Kriegsgebieten, schwierige Landungen auf amerikanischen Flugzeugträgern – was sich wie der Stoff eines Abenteuerromanes anhört, sind verschiedene Missionen des – nach eigener Interpretation der Entwickler – „modernsten Gefechts- und Flugsimulators für Kampfflugzeuge“. Flugsimulationen erfreuen sich ja bekanntlich nicht erst seit Apps wie Infinite Flight oder eben AirFighters großer Beliebtheit, das Genre ist so alt wie die Spielebranche selbst – wer erinnert sich nicht gerne an Kultserien wie Microsofts Flugsimulator?

Fliegen will gelernt sein

Genug in der Vergangenheit geschwelgt, wenden wir uns der Gegenwart zu, und die trägt den vielversprechenden Titel AirFighters Pro - wir überprüfen, ob das Eigenlob der Entwickler seine Berechtigung hat oder ob die App die Versprechungen wirklich halten kann.

Nach der Installation erfordert das Game die mittlerweile obligatorische Anmeldung bei Google Play Games – ein Schritt, der aber in wenigen Sekunden erledigt ist. Danach steigt der Spieler direkt in ein anfängliches Tutorial ein: Es gilt, ein Gefühl für den Jet zu bekommen. Anhand von schriftlichen Anweisungen wird gelernt, wie man das Flugzeug in die Lüfte bekommt, lenkt und andere Kleinigkeiten, wie beispielsweise das Fahrwerk, bedient. Nach einer kurzen Übungsstrecke ist der erste Teil der einführenden Übungen auch schon wieder erledigt.

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Danach wird es dann eine Spur spannender: Der Umgang mit den zahlreichen Waffen des Jets will gelernt sein, der Spieler bombt also einige Ziele nieder. Außerdem werden in diesem Abschnitt einige Navigationshilfen erklärt. Danach geht es zum ersten Mal ans Eingemachte: Wer fliegt, muss schließlich auch irgendeinmal landen – und das ist leichter gesagt, als getan. Im Test vernichten wir einige Jets, bis wir den Dreh heraus hatten. Dank einiger praktischer Hilfestellungen gelingt aber auch dem schlechtesten Piloten nach einigen Versuchen die perfekte Landung.

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Ab in den Kampf

Nach dem Abschluss einiger weiterer Übungen, die allesamt einen Heidenspaß machen und die Fähigkeiten des Piloten weiter verfeinern, geht es endlich ins Hauptquartier: Hier können nacheinander zahlreiche Missionen abgearbeitet werden. Im Briefing werden dem Spieler die wichtigsten Aufgaben mitgeteilt, auf einer Karte kann er zudem die Strecke begutachten. Während die Missionen zu Beginn noch eher einfach sind, steigert sich der Schwierigkeitsgrad von Level zu Level – mitunter werden auch erfahrene virtuelle Piloten richtiggehend gefordert.

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Vor jeder Mission muss zudem das passende Flugzeug ausgewählt werden. Keine Sorge: Einige Tipps helfen bei der Wahl, zu jedem Jet wie F/A-18 Super Hornet, F-14 Super Tomcat oder F-16 Falcon, gibt es zudem eine ausführliche Beschreibung. Vor dem endgültigen Start kann dann auch noch die Steuerung festgelegt werden – dazu gleich mehr.

AirFighters Pro ist sehr umfangreich – unter anderem stehen über 500 Flughäfen zur Verfügung, wer Missionsnachschub braucht, kann Szenarien spielen, die andere AirFighters-Piloten erstellt haben.

Ordentliche Grafik …

Wir wenden uns nun anderen Gesichtspunkten zu – und beginnen bei der grafischen Umsetzung des Titels: Grundsätzlich gebührt den Entwicklern hier Lob. Sämtliche Flugzeuge sind detailliert gezeichnet, Vorgänge wie Schießen, das Einfahren der Reifen oder das Verstellen der einzelnen Klappen sind klar erkennbar und sehen hervorragend aus. Ein wenig lieblos ist hingegen die Umgebung gestaltet: In Städten ragen nur vereinzelt Wolkenkratzer aus dem eindimensionalen Boden, bei Flügen über ländliche Gebiete ist am Boden überwiegend Texturmatsch zu sehen. Hier wäre mit ein wenig mehr Liebe zum Detail dringewesen.

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… hervorragende Steuerung

Die Steuerung ist hingegen gelungen: Zu Beginn wird der Bewegungssensor automatisch kalibriert, gelenkt wird also über verschiedene Bewegungen des Smartphones. Das geht intuitiv von der Hand und funktioniert zudem extrem präzise – kleinste Bewegungen schlagen sich auch auf den Jet nieder. Vor jeder Mission muss zwischen der „einfachen“ und der „vollständigen“ Steuerung ausgewählt werden – erste bietet weniger Möglichkeiten, die vollständige Steuerung ist komplexer und ermöglicht dem Piloten mehr Möglichkeiten.

Fazit

Ein Muss für virtuelle Piloten! Klar, mit einem Kaufpreis von 4,49 Euro ist AirFighters Pro nicht gerade günstig, das breite Missionsangebot rechtfertigt die Investition allerdings. Die Steuerung ist einwandfrei umgesetzt, zahlreiche Original-Jets machen das Fliegen zu einem echten Erlebnis. Kleine Punkteabzüge gibt es allerdings in der B-Note: Die Umgebung könnte besser gezeichnet sein, hier fehlt uns ein wenig die Liebe zum Detail. Wer sich daran aber nicht stört, bekommt mit AirFighters Pro wirklich die vom Entwickler versprochene hervorragende Umsetzung einer androiden Flugsimulation.

AirFighters Pro
Preis: Kostenlos

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