For Honor angespielt: Warum uns der Multiplayer überrascht hat

Lisa Fleischer

Nachdem auf der E3 2016 schon erste Einblicke in das Kampfsystem von For Honor gegeben wurden, präsentierte Ubisoft auf der gamescom nun mehrere Multiplayer-Modi zum anspruchsvollen Action-Spiel. Den Herrschaft-Modus durften wir schon jetzt ausprobieren und verraten euch, warum For Honor zum neuen Aushängeschild für Ubisoft werden könnte.

Auch wenn sich das Gameplay von For Honor an Hardcore-Titeln wie Dark Souls zu orientieren scheint, war doch schon recht schnell klar, das Ubisoft einen dezent anderen Weg einschlagen will als From Software. So spielt ihr zwar recht passiv, ein gegnerischer Treffer ist aber lange nicht so tragisch wie bei vergleichbaren Spielen. Damit bietet sich der neue Titel eigentlich optimal für einen Multiplayer an. Auf der gamescom präsentierte nun Ubisoft tatsächlich einen solchen Modus. Und der verbindet das actionreiche Gameplay überraschend mit einem ganz anderen Genre.

For Honor - gamescom 2016 - Gameplay.

Multiplayer-Modi

Neben dem Herrschaft-Modus werden im finalen Spiel vier weitere Modi angeboten. Während ihr im Geplänkel zu viert auf klassische Deathmatch-Art versucht, eure vier Gegner zu besiegen, ist es Ziel bei Vernichtung, als letzter auf dem Spielfeld zu stehen. Seid ihr der Glückliche, gewinnt nicht nur ihr selbst, sondern euer ganzes Team. Im Handgemenge kämpft ihr zwei gegen zwei, besiegt ihr die beiden Gegner, habt ihr gewonnen. Außerdem ist es euch möglich, gegen nur einen Gegner anzutreten und so vollkommen ungestört vom restlichen Treiben eure Kräfte zu messen.

Auf der gamescom habe ich den Herrschaft-Modus ausprobiert. Er ist einer der fünf Multiplayer-Modi, die For Honor zu bieten hat. Ihr wählt also aus den drei schon bekannten Klassen einen für euch am besten passenden Charakter aus und schon geht es auf in die Schlacht. Dabei fällt besonders das sich vom Singleplayer unterscheidende Gameplay auf. Während ihr in der Kampagne alleine gegen die Gegner anrennt, habt ihr im Multiplayer Minions, die euch zumindest im Kampf gegen Feinde unterstützen. Und das ist wirklich von Vorteil, habt ihr doch schon genug mit den anderen Helden zu tun.

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Helden-Typen

Bei jeder Klasse, also bei Wikinger, Ritter und Samurai, könnt ihr zwischen verschiedenen Helden-Typen wählen. Während Stoßtrupps gut ausbalanciert sind und sowohl Angriffs- als auch Verteidigungsmechanismen beherrschen, sind die Schweren zwar sehr widerstandsfähig, dafür aber auch recht schwerfällig in ihren Bewegungen. Entscheidet ihr euch für einen Meuchler, habt ihr vor allem in der Offensive Vorteile. Zuletzt gibt es die Hybride, eine Kombination aus den Fähigkeiten der anderen Helden und damit eher für Fortgeschrittene geeignet. In For Honor könnt ihr übrigens entweder als Frau oder Mann spielen. Im Spielverlauf wird euer Charakter dann immer weiter angepasst.

For Honor wirkt dabei wie ein Hybrid aus Dark Souls, League of Legends und Overwatch. Und diese wilde Mischung aus verschiedenen Helden, aus Shootern bekannten Modi und einem anspruchsvollen Kampfsystem macht For Honor zu einem der vielversprechendsten Titel, die in nächster Zeit erscheinen sollen – urteilt man zumindest nach dem Multiplayer-Modus. Während ich von Dark Souls durch den enormen Schwierigkeitsgrad recht schnell abgeschreckt wurde, führt For Honor euch gemächlich, aber nicht zu langsam an das komplexe Gameplay-System heran. Und so kam es, dass ich schon nach kurzer Zeit genau wusste, was zu tun war, ohne dass das Spiel dabei an Anspruch oder Komplexität verloren hätte.

Vom Ablauf her ist der Herrschaft-Modus ähnlich aufgebaut wie Conquest bei Battlefield. Ihr begebt euch also zu bestimmten Punkten auf der doch recht kleinen Map und versucht, diese vor euren Gegnern zu verteidigen. Umso länger ihr einen Punkt haltet, desto mehr Punkte gibt es. Habt ihr 1.000 davon gesammelt, dürfen eure Gegner nicht mehr ableben – ansonsten ist das Spiel vorbei und ihr habt gewonnen. Bis zum Schluss liefert ihr euch ein Kopf-an-Kopf-Rennen, immer wieder schwankt die Punktzahl und der Gegner geht doch wieder in Führung. Dadurch bleibt das Spiel spannend bis zur letzten Minute.

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Mein Fazit zum Multiplayer von For Honor

Auch wenn die Matches zu Anfang noch recht chaotisch waren, habe ich mich im Multiplayer-Modus von For Honor erstaunlich schnell zurechtgefunden. Und habt ihr erst einmal die komplexe Abfolge von Blocken, Ausweichen und gezielt Angreifen raus, kann einem Sieg kaum etwas noch im Wege stehen. Wegen dieser recht schnellen Eingewöhnungszeit – trotz des anspruchsvollen Gameplays – hat mich For Honor besonders begeistert. Gerade weil der Titel recht ungewöhnlich für Ubisoft ist, kann das Unternehmen hoffentlich beweisen, dass man weiterhin offen für neue Ideen ist.

For Honor soll am 14. Februar nächsten Jahres für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheinen. Wollt ihr For Honor schon früher ausprobieren, könnt ihr euch momentan auf der offiziellen Homepage zum Spiel für die Closed Alpha anmelden, die vom 15. bis 18. September spielbar ist.

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