For Honor in der Vorschau: Fraktionskriege, Cross-Play und erste Eindrücke aus der Kampagne

Alexander Gehlsdorf

Noch in diesem Monat geht For Honor in die geschlossene Beta, für die Du mit etwas Glück sogar einen Platz ergattern kannst. Ich konnte mir die aktuellste Version des Spiels schon vor ein paar Wochen ansehen und verrate Dir, was sich seit meiner ersten Vorschau bei den Prügelknaben getan hat.

For Honor: Kampagnen-Missionen und Ellimination-Modus.

Es geschah kurz bevor die Redaktion gänzlich im Weihnachtschaos versank. Ich hatte die Möglichkeit, mir eine aktuelle Version von For Honor beim Entwickler Ubisoft in Paris anzusehen. Dabei konnte ich erstmals auch Hand an den Einzelspieler-Modus legen. Die zwei Missionen, die ich mir angesehen habe, stammen aus den insgesamt drei Kampagnen - eine pro Fraktion.

In der Mission Sabotage schlich ich mich als Assassinin — in For Honor Peacekeeper genannt — durch einige feindliche Stellungen und balgte mich mit meinen Gegnern im Schutz der Nacht. In der Mission Raiding the Raiders hingegen übernahm ich die Kontrolle über den Anführer eines Wikingerstamms, der mit seinen Mannen ein feindliches Dorf überfällt. Zum Abschluss der Mission erwartete mich ein mehrstufiger und recht kniffliger Bosskampf gegen das lokale Stammesoberhaupt.

Wirklich fesseln konnten mich die Einzelspieler-Einsätze jedoch nicht. Die meiste Zeit schnetzel ich mich durch immer gleiche Gegnermassen und zog ein paar Hebel, spielerische Abwechslung sieht anders aus. Dafür sind die Missionen nett inszeniert, ob sich aus den bisher gesehen Zwischensequenzen aber auch eine interessante Story herausbildet, wird wohl erst die Vollversion zeigen.

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Dreist geklaut: 12 Spiele-Klone, die Erfolgskonzepte fast eins zu eins kopieren.

Multiplayer-Neuerungen

Wirklich spannend wurde es hingegen im Multiplayer-Modus. Neben den bereits bekannten Spielmodi Duell und Dominion durfte ich auch den neuen Modus Elimination ausprobieren. Darin stehen sich zwei vierköpfige Teams gegenüber und sorgen dafür, dass das mit dem Stehen beim gegnerischen Team so schnell wie möglich der Vergangenheit angehört. Was im ersten Moment nach unkompliziertem Team-Deathmatch klingt, birgt jedoch so manche taktische Feinheit. Stürze ich mich in Zweikämpfe oder versuche ich dem Rest meines Teams zu folgen? Bewache ich die Leiche eines besiegten Gegners oder eile ich meinen Teamkameraden zur Hilfe? Schließlich können bereits erledigte Krieger für einen gewissen Zeitraum von ihren Teamkollegen wieder auf die Beine gestellt werden. Ergänzt werden die Prügeleien von diversen Power-Ups, die im Level verteilt sind.

Meinen Ersteindruck aus dem Multiplayer-Modus liest Du hier

In den taktischen Prügeleien standen außerdem drei neue Charaktere zur Auswahl. Auf Seiten der Kreuzritter die bereits benannte und besonders flinke Peacekeeperin, zu den Samurai gesellt sich der bullige Shugoki und die Wikinger werden von einem Warlord mit besonders starken Kontern unterstützt. Zu der jeweils vierten Klasse der drei Fraktionen gab es bisher jedoch keine neuen Informationen.

Der Fraktionskrieg

Apropos Fraktionen, diese werden sich in For Honor in einem großen, plattformübergreifenden Fraktionskrieg gegenüberstehen. Das bedeutet zwar nicht, dass sich etwa PlayStation 4 und PC-Spieler auf den selben Serven über den Weg laufen, trotzdem werden alle Ergebnisse, unabhängig von der Plattform in den Fraktionskrieg einberechnet. Dieser ist in drei Zeitabschnitte eingeteilt. Ein Zug dauert 6 Stunden, eine Runde 14 Tage und eine komplette Saison zehn Wochen.

Zu Beginn jeder Saison entscheidest Du Dich für eine der drei Fraktionen, für die Du Dich in den kommenden Monaten in die Schlacht stürzt. Die gewählte Fraktion wird aber keinen Einfluss auf Deine Charakterauswahl haben. Selbst wer für die Ehre der Samurai kämpft, darf sich im laufenden Spiel für einen Wikinger oder Kreuzritter entscheiden. Für gewonnene Spiele verdienst Du nicht nur Beute und Stahl — die Währung in For Honor — sondern Deine Fraktion gewinnt außerdem an Einfluss.

Und was bringt dieser Einfluss? Jede der bisher 12 Maps exisitert in vier bis sechs unterschiedlichen Variationen. Je nachdem, welche Fraktion in der jeweiligen Saison die Oberhand besitzt, passt sich auch das Aussehen der Map an. So ändert sich das Wetter, der Wandschmuck, die Vegetation und die allgemeine Atmosphäre der Map entsprechend dem Kriegsverlauf. Der Aufbau der Map bleibt dabei aber unangetastet, unabhängig von der Optik spielen sich die Map in jeder Variation gleich.

Kostenpflichtige DLCs sind nicht geplant. Alle zusätzlichen Karten und Inhalte werden allen Spielern kostenlos zur Verfügung gestellt oder können von jedem Spieler mit Ingame-Währung freigespielt werden. Eine Teilung der Community in Premium- und Normalspieler soll damit vermieden werden.

Falls Du inzwischen Blut geleckt hast und selbst Axt, Schwert und Katana in die Hand nehmen willst, kannst Du mit etwas Glück an der geschlossenen Beta teilnehmen, die noch diesen Monat starten soll. Anmelden kannst Du Dich hier.

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For Honor erscheint am 14. Februar für PlayStation 4, Xbox One und PC.

For Honor: Welche Fraktion passt zu Dir?

Wetz Deine Klinge, die Metzel-Orgie „For Honor“ geht an den Start! Aber mit welcher Fraktion ziehst Du ins Getümmel? Wir können Dir bei dieser Frage eventuell Abhilfe schaffen: Stell Dich unserem - nicht ganz ernsten - Quiz, das Deine Antworten auf Basis semi-wissenschaftlicher Studien auswertet und Dir mitteilt, ob Du auf Seiten der Ritter, Wikinger oder Samurai kämpfen solltest!

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