14 jähriger Cheater vor Gericht: Mutter wehrt sich gegen die Anschuldigungen

Alexander Gehlsdorf 6

Entwickler Epic Games will Cheatern in Fortnite einen (Schau)Prozess machen. Jetzt wehrt sich die Mutter eines Angeklagten gegen die unverhältnismäßige Forderung.

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Im Oktober wurden zwei Cheater in Fortnite von Entwickler Epic Games auf 150.000 Dollar Schadensersatz verklagt. Bei einem der beiden Angeklagten handelt es sich dabei um einen 14 jährigen Jungen. Jetzt wehrt sich dessen Mutter gegen die Anschuldigungen von Epic Games.

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Ihre Argumente lauten:

  • Laut der Anklage hat der Cheater gegen die Nutzungsrechte von Fortnite verstoßen. Diese sehen allerdings eine Einwilligung der Eltern vor, die sie nie erteilt hat.
  • Die Anklage fordert Schadensersatz.  Da es sich um ein Free-to-Play-Spiel handelt, kann Epic jedoch nicht konkret nachweisen, in welcher Art und Weise und in welcher Höhe sie finanzielle Schäden davon getragen haben.
  • Epic inszeniert den Cheater als Sündenbock, statt gegen die Webseiten vorzugehen, die jene Cheats in Massen verkaufen.
  • Entgegen der Behauptungen von Epic habe ihr Sohn die Cheats nicht entwickelt sondern lediglich heruntergeladen und benutzt.
  • Da es sich bei ihrem Sohn um einen Minderjährigen handelt, habe Epic gegen Bundesgesetze des Staates Delaware verstoßen, als sie die persönlichen Informationen des Jungen öffentlich zur Verfügung stellten.

Wie die Webseite TorrentFreak betont, ist es für Epic zudem gar nicht möglich, Minderjährige direkt anzuklagen, was die Annahme zulässt, dass der Entwickler die korrekte Identität der Cheater zum Klagezeitpunkt gar nicht wusste.

Alexander Gehlsdorf
Alexander Gehlsdorf, GIGA-Experte für Magic the Gathering, Tests, Star Wars und Wortspiele.

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