Fortnite: Pädophilie-Vorfälle bewegen britische Polizei zum Eingreifen

Michael Sonntag

Nachdem zwei Pädophilie-Vorfälle in Fortnite für großes Aufsehen in den Medien sorgten, warnt die britische Polizei Eltern jetzt ausdrücklich vor dem Spiel. Dabei nehmen die Behörden vor allem die Text- und Sprachnachrichten ins Visier.

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Mitte März berichtete eine Mutter dem Liverpool Echo, dass ihr zwölfjähriger Sohn von einem pädophilen Spieler belästigt wurde. Nachdem dieser Nacktbilder von ihm verlangte, hat der Spieler ihm Geld für sexuelle Handlungen angeboten, in Folge derer der Junge langsam sterben sollte. Seitdem möchte ihr Sohn vor lauter Angst nicht mehr weiterspielen.

In einem anderen Fall, Anfang April, berichtete eine Mutter dem Mirror, dass ein pädophiler Spieler ihren zehnjährigen und autistischen Sohn bedrängt habe. Neben belästigenden Fragen soll der Spieler außerdem nach dem Wohnort des Jungen gefragt haben. Jetzt warnte die National Crime Agency via Twitter alle Eltern vor den Gefahren des Spiels und riet ihnen, sich intensiver damit zu beschäftigen.

Der verlinkte Artikel des Safer Internet Centre will vor allem auf die Funktionen des Text- und Sprachchats von Fortnite aufmerksam machen, da er in ihnen die gefährlichste Anlaufstelle für Pädophile sieht. Fälschlicherweise interpretiert der Artikel den Chat als nicht abstellbar, was so nicht stimmt, da er nur in der Voreinstellung aktiviert bleibt, bis Spieler ihn im Menü ausschalten.

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11 Dinge, die du nicht über Fortnite wusstest.

Es ist nicht das erste Mal, dass der kostenlose und ab 12 Jahren freigegebene Shooter im Zentrum der Kritik steht. Während hierzulande bereits der Fernsehsender ProSieben vor den angeblichen Risiken des Spiels warnte, befürchten Lehrer in den USA, dass Fortnite künftig Schüler im Unterricht immer stärker ablenken wird.

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