Um aus ihren Kindern Fortnite-Pros zu machen, zahlen Eltern viel Geld

Lisa Fleischer

Fußball-Training oder Casting-Shows waren gestern: Opportunistische Eltern schicken ihre Sprösslinge heutzutage zum Fortnite-Training. Im Vordergrund dürfte bei dieser Entscheidung bei einigen wohl das Geld stehen, das mit dem Spiel gemacht werden kann. Schließlich wurden einige Streamer durch das Spiel enorm bekannt. So auch Ninja, den wir auf dem PGI 2018 in Berlin getroffen haben. Was er zu sagen hat, kannst du dir in folgendem Video anschauen.

PGI 2018: Ninja über seine Zukunft mit Fortnite und PUBG.

Für diese Aussicht ist Eltern das Training einiges an Geld wert. Im The Wall Street Journal (via TheBigLead, GameRant und BleacherReport) wurden zahlreiche Eltern gefragt, warum sie ihre Kinder zum Fortnite-Training schicken und wie viel Geld sie dafür bereit sind auszugeben. Demnach zahlen Eltern tatsächlich zehn bis zwanzig Dollar pro Stunde, um ihren Sprösslingen eine erfolgreiche Zukunft in dem Battle Royale-Spiel zu ermöglichen.

Die Gründe dafür sind jedoch unterschiedlich, nicht immer steht direkt die Aussicht aufs große Geld hinter der Anmeldung. So erzählt eine Mutter, sie habe sich sorgen um ihren Sohn gemacht – nicht weil das Spiel zu brutal ist oder zu viel Zeit beansprucht, sondern schlicht, weil er ihrer Meinung viel zu oft verlor. Also ließ sie ihren Sohn von einem Online-Coach trainieren. Damit wollte sie laut eigener Aussage verhindern, dass ihr Sohn gemobbt wird. Bezogen auf seine anfänglichen Skills meint sie: „Sie können sich vorstellen, wie das für ihn in der Schule war.“

Andere Eltern wollen einfach mit ihren Sprösslingen mithalten und stellen deshalb Coaches für sich selbst ein. Dabei halten sie ihre eigenen Ziele recht klein. „Es wäre schön, würde ich nicht schon in den ersten beiden Minuten sterben“, wird Adrian Luff von Twitch zitiert. Und andere sehen das Training als sinnvolle Alternative zu klassischen Freizeitbeschäftigungen wie Fußball-Training oder Geigen-Unterricht.

Natürlich gibt es sie aber trotzdem: Die Eltern, die sich finanzielle Vorteile durch ihre Sprösslinge erhoffen. So träumt ein Vater jetzt schon von Preisgeldern aus gewonnen Turnieren. Dafür zahlt er auch bereitwillig 20 Dollar pro Stunde. Die Preisgelder sind aber auch verlockend: Erst vor kurzem wurde eine Studie veröffentlicht, die prognostiziert, dass E-Sportler in einiger Zeit genauso verdienen wie Profis in klassischen Sportarten – wenn nicht gar mehr.

Du willst dir keinen Trainer leisten, aber trotzdem besser in Fortnite werden? Wir haben zahlreiche Tipps verfasst, wie du das Battle Royale-Spiel meistern kannst – angefangen mit dem Bauen.

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Dass nicht jedes Kind, das Fortnite-Unterricht bekommt und sicherlich ganz gut ist, später einmal so viel verdient wie berühmte Streamer und E-Sportler, daran scheinen einige Eltern einfach nicht denken zu wollen. Wie findest du es, dass jetzt schon Unterrichtstunden für Fortnite angeboten werden? Beneidest du die Kinder, die solch einen Unterricht von ihren Eltern spendiert bekommen, oder tun sie dir vielleicht sogar Leid, weil sie niemals so viel Spaß an dem Spiel haben werden wie solche Spieler, die freiwillig zocken?

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