So bewegte Fortnite 2018 die Welt – und mich vom Spiel weg

Victoria Scholz 1

Ach, was war das für ein Gaming-Jahr 2018. Es gab so viele wichtige Themen: Diablo Immortal wird ein Mobile Game, Entwickler Telltale ist insolvent, bei der Entwicklung von Red Dead Redemption 2 herrschten katastrophale Arbeitszeit-Regelungen und Videospiele werden jetzt in Deutschland als Kulturgut angesehen. Ach ja… und es gab noch dieses eine Spiel, das in 2018 wirklich in aller Munde und auf aller Bildschirme war: Fortnite.

Jedes Jahr gibt es einen großen Hype. Einmal ist es Pokémon GO, dann ist es Fallout 4 - und 2018 war es definitiv Fortnite. Und wenn ich von Fortnite spreche, dann meine ich auch lediglich den PvP-Modus. Eigentlich ist Fortnite ja eher ein Zombie-Multiplayer-Shooter. Aber innerhalb von zwei Monaten sind die Entwickler von Epic Games auf den Hype-Train aufgesprungen und haben kurzerhand einen Battle-Royale-Modus gebaut, der sich - nebenbei gesagt - auch noch im Early Access befindet. Ob es hier wohl mal einen richtigen Release geben wird?

Aber darum soll es hier und heute nicht gehen. Wir haben uns alle Meilensteine von Fortnite im Jahr 2018 angesehen und uns gefragt: Ist es eigentlich gut oder schlecht, dass sich ein Spiel so schnell verändert? Jede Woche ein Patch, jede Woche ein neuer Gegenstand, jede Woche eine neue Gameplay-Mechanik. Und jetzt auch noch Flugzeuge. Ist doch nicht cool. Oder doch? Darüber habe ich mit meiner reizenden Kollegin Lina von spieletipps.de gesprochen. Wir haben beide Fortnite gespielt - sie mehr, ich weniger.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Meinungsartikel, der den Standpunkt unserer Redakteurin widerspiegelt und nicht zwingend der Meinung der gesamten Redaktion entsprechen muss. Er erhebt keinen Anspruch auf eine universell gültige Wahrheit und deckt sich vielleicht nicht mit Deinen eigenen Vorstellungen.

Fortnite hat sich über das Jahr 2018 verändert - ins Gute oder ins Schlechte?

Darüber habe ich mit Lina diskutiert. Während mich die ganzen Änderungen wenig begeistern, sieht Lina das Thema nicht ganz so eng. Unsere Diskussion spielte sich so oder so ähnlich ab:

Vicky: Es ist echt viel passiert im PvP-Modus von Fortnite. Mich nerven diese ganzen Veränderungen. Wieso kommt jede Woche ein neuer Patch mit so viel schwachsinnigem Content wie Ballons und Co.? Am Anfang war Fortnite wirklich noch ein Battle-Royale-Spiel, während es für mich jetzt aber immer mehr zu einer Spielwiese für kleine Kinder verkommt.

Lina: Für mich ist es das erste Mal in der gesamten Gaming-Geschichte, dass sich ein Entwickler so viel Zeit nimmt, um ein Spiel immer wieder anzupassen. Destiny sollte uns doch, laut Aussage der Entwickler, zehn Jahre lang am Ball halten und schon nach einem Jahr war da für mich die Luft raus. Da sich Fortnite immer verändert und sie vor allem auch immer auf die Community hören, haben viele Spieler lange Spaß daran. Nichtsdestotrotz spiele ich Fortnite nicht mehr so oft wie früher. Das liegt aber vor allem daran, dass eben Leute über 30 nicht damit klar kommen, dass sich das Spiel verändert - mich eingeschlossen. Junge Leute finden diese Veränderungen bestimmt eher gut.

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Die Entstehung von Fortnite: Vom düsteren Zombie-Spiel zum Battle-Royale-Hit

Vicky: Diese Veränderungen gehen für mich so weit, dass ich das Gefühl habe, dass, wenn ich mal im Urlaub bin, völlig den Faden bei Fortnite verliere. Dann sind da so viele neue Items, die auf einmal komplett neue Gameplay-Mechaniken einführen.

Lina: Neue Gegenstände werden aber nicht so häufig eingeführt. Von Season zu Season musst du dich schon ein bisschen umstellen, aber es ist ja nicht so krass, dass da täglich neuer Content kommt. Außerdem werden alte Items ja auch wieder rausgenommen. Ich finde ziemlich schnell wieder ins Spiel. Und wenn neue Gegenstände veröffentlicht werden, kommen ja auch Herausforderungen dazu, sodass die Spieler gezwungen sind, sie auch auszuprobieren. Für mich ist es eher schwierig, wenn Epic Games die Waffen-Werte andauernd ändert. Dann muss ich mich nämlich an neue Waffen bzw. einen neuen Loadout gewöhnen. Ich gewöhne mich ja beispielsweise an den Schaden oder die Streuwirkung einer bestimmten Waffe. Wenn sich das verändert, ist es schon blöd.

Vicky: Anlass für diese Diskussion ist auch ein Video, was ich gerade gemeinsam mit unserem Videoproduzenten Steve fertiggestellt habe. Darin zeigen wir die Meilensteine von Fortnite im Jahr 2018. Bei der Produktion ist mir aufgefallen, dass Epic Games zu Beginn noch so viel anders und auch neu gemacht und vor allem die Werbetrommel kräftig gerührt hat. Jetzt habe ich eher das Gefühl, dass das nachlässt. Auch die wöchentlichen Herausforderungen sind nicht mehr so kreativ wie noch vor ein paar Seasons. Einige wiederholen sich sogar - auch in den Fundorten.

Ich weiß noch, wie wir zum Start von Season 6 hier in der Redaktion vor der Konsole saßen und auf einmal immer mehr Menschen hinter uns standen, um zu sehen, was sich alles verändert hat. Es waren auch Kollegen dabei, die sich eigentlich gar nicht für Fortnite interessieren, aber diese riesige Berichterstattung mitbekommen haben.

Das angesprochene Video findest du übrigens hier *zwinker*:

So bewegte Fortnite die Welt im Jahr 2018: Meilensteine und Highlights aus einem erfolgreichen Fortnite-Jahr.

Lina: Wir haben uns vielleicht einfach daran gewöhnt. Unsere Erwartungen sind so hoch, dass wir nicht mehr mitbekommen, dass sich Fortnite immer noch weiter verändert. Besonders die Map wird immer wieder bearbeitet. Ich mag es, dass die Herausforderungen jetzt eher so gemacht sind, dass ich sie während einer normalen Runde absolvieren kann. Ich habe so oft Runden gespielt, nur um die wöchentlichen Herausforderungen abzuschließen und bin danach direkt gestorben. Jetzt kann ich mich auf den normalen Spielverlauf konzentrieren.

So richtig kommen Lina und ich also nicht auf einen grünen Zweig. Sie wird definitiv weiter Fortnite spielen. Ich bin eher zum Konkurrenten Blackout gewechselt. Wie geht es dir? Spielst du Fortnite? Oder hast du Fortnite gespielt und es jetzt sein gelassen? Schreibe es uns in den Kommentaren!

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