„Unvergesslich“ – 10 Millionen Spieler, ein Fortnite-Konzert

Marina Hänsel 4

Es war ein Moment – der ist unvergesslich.“ Kaum Ankündigung, nur ein paar versteckte Hinweise – ein ominöses Konzert würde gestern Abend stattfinden, live in Fortnite. Live? Ein Konzert? Dann schwappst du 20 Uhr plötzlich von Battle Royale in einen nagelneuen Modus, landest mit dem Fallschirm vor einer riesigen Bühne und die Lichter gehen aus. Drei, zwei, eins; der Timer stoppt. Alle Waffen verschwinden. Die Musik kracht los.

Mhm, Marshmello-Gig in Pleasant Park! Komme ich da mit der Tram hin? Nicht ganz, denn beim Techno-Live-Konzert in Fortnite hättest du nur dabei gewesen sein können, wenn du im richtigen Moment in die Battle-Royale-Lobby geschwappt wärst. Es ist eines der ersten Live-Konzerte in einem Spiel, und nicht nur haben sage und schreibe 10 Millionen Fans das Konzert besucht, es war auch – krass.

Oder unvergesslich, wie es meine gute Freundin und Nachbar-Redakteurin Lina beschreibt: „Das Gefühl war super. Ich habe noch nie an so einem Event teilgenommen – für mich war es das erste Mal. Und dieses Zusammensein in einem Spiel, in dem man sonst gegeneinander ist – in dem man sich eigentlich eliminieren soll … Dass dann wirklich alle zusammen waren und getanzt haben, das war unvergesslich.“

Ich spiele kein Fortnite und kenne Marshmello nicht, aber das Fortnite-Event sieht tatsächlich grandios aus – fast bin ich traurig, nicht dabeigewesen zu sein:

DJ Marshmello lässt es beim Fortnite-Konzert krachen – GIGA Games ist live dabei.

Es ist 19.59 Uhr deutsche Zeit. Deine Battle Royale-Lobby lädt, der Bildschirm wird kurz schwarz und du startest wie üblich im fliegenden Fortnite-Bus. Bereit zum Absprung; aber was ist da oben in der Ecke? Warum zählt ein Timer nach unten? Noch eineinhalb Minuten. Du springt ab und folgst den anderen, alle wollen nach Pleasant Park. Erinnerst du dich an die Bühne, die dort steht? Du landest, noch 50 Sekunden. Alle wirken nervös, hibbelig, springen herum. Töten, schießen. Bis der Timer stoppt und plötzlich alle Waffen verschwinden. Kein Battle Royale? Nicht heute, denn als DJ Marshmello auf der Bühne erscheint, alle über den Voice-Chat begrüßt und das erste Lied startet, fangen plötzlich alle an, zu tanzen. Als wäre es eine völlig andere Welt.

Dann bin ich gelandet und es ging auch schon gleich los. Und es war der tollste Moment, als der Timer abgelaufen ist – denn plötzlich hatten alle keine Waffen mehr. Das war richtig schön. Plötzlich war das einfach nur noch: Dasein und Tanzen.

Lina ist live während des gesamten Konzerts, das nur knapp 10 Minuten geht. Drei bis vier Song werden angespielt, unterstützt mit riesigen Hologramm-Tänzen zu den Seiten, Lichtern und einer großen, bunten Leinwand hinter DJ Marshmello. Der tanzt mit seinem eigenen Avatar auf der Bühne und kündigt die Songs live über den Audio-Chat an. Dann fallen Ballons. Konfetti explodiert. Die Spieler beginnen zu schweben und zeigen synchron das neue Emote; eigens für Marshmellos Konzert entworfen.

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Es ist das erste Fortnite-Live-Konzert; nur wenige Minuten kurz und dennoch so einprägend, dass alle Spieler nach dem Event ruhig im Battle-Royal-Modus stehen – und nichts tun. „Irgendwie wollte ich nicht auf die anderen schießen“, erzählt mir Lina, und es schien ihr, als ginge es den anderen ähnlich. Denn, eine Weile später, ist Battle Royale wieder Battle Royale und Fortnite wieder das ganz normale Fortnite. Aber dieses Konzert – dieses Gefühl, mit den anderen zu tanzen – das bleibt unvergesslich.

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