Get Even angespielt: Diese gamescom-Ankündigung flößt uns Furcht durch Atmosphäre ein

Lisa Fleischer 3

Nachdem Get Even schon Ende 2013 angekündigt wurde, war es doch recht lange still um den Next-Gen-Shooter aus dem Hause The Farm 51. Nun hat sich mit Bandai Namco ein neuer Publisher gefunden. Wir haben den Psycho-Thriller auf der gamescom angespielt und verraten euch im Folgenden, wie der Neuanfang des Spiels bei uns punkten konnte.

Get Even angespielt: Diese gamescom-Ankündigung flößt uns Furcht durch Atmosphäre ein

Get Even wurde ursprünglich 2013 als Shooter der nächstes Generation angekündigt, bei dem die Grenzen zwischen Single- und Multiplayer verschwimmen sollten. Dann wurde es erst einmal ruhig um den Titel der Painkiller-Macher. Auf der diesjährigen gamescom war Get Even dann aber überraschend wieder anwesend, dieses Mal ist aber auch Bandai Namco als Publisher mit an Bord.

Get Even - Gameplay (gamescom 2016).

Mit dem ursprünglichen Konzept ist das neue Get Even allerdings nicht mehr vergleichbar. Die Entwickler haben ihren Fokus nun nämlich eher auf ein intensives Erlebnis und weg vom Shooter-Gameplay gerichtet. Ihr startet in einer Ruine, überall sind Graffitis, vergilbte und zerstörte Möbel sowie schimmelige Ecken zu finden. Ausgestattet seid ihr, wie auch schon in der ursprünglichen Version, alleine mit einem Smartphone und einer Waffe. Allerdings ist das Spiel nun mehr Walking Simulator als Shooter, außerdem stehen verstärkt Thriller- und Horror-Elemente im Vordergrund.

Zu Anfang schaut ihr euch erst einmal im Gebäude um, löst kleine Rätsel und lauscht der immer komplizierter werdenden Story. Dann aber verschwimmt das Bild und ihr wacht vor einer Nervenheilanstalt auf. Aber auch das scheint nicht real zu sein, bemerkt ihr doch recht schnell, dass ihr in einer virtuellen Realität gefangen seit. Natürlich wollt ihr heraus finden, was real und was virtuell ist und wer euch in diesen gruseligen Arealen gefangen hält.

Warum mich dieses Erlebnis so sehr gepackt hat, dass Get Even für mich das Potenzial zum Geheimtipp der Messe hat, das erkläre ich euch anhand drei Punkten:

Get Even - gamescom 2016 - Darkest Memories.

1. Das Gameplay ist abwechslungsreich

In der Stunde, in der ich Get Even ausprobieren durfte, ist mir kaum eine Gameplay-Mechanik zwei Mal begegnet. Ihr benutzt verschiedene Apps auf eurem Smartphone, um Rätsel zu lösen, sucht die Umgebung nach versteckten Wegen und Hinweisen ab und habt verschiedene Waffen, um Gegner auszuschalten. So könnt ihr mit einer bestimmten Waffe um Ecken schießen, während ihr in eine Art Slow-Motion-Modus wechselt, wenn mehrere Gegner direkt auf euch zu kommen, um eure Schüsse noch gezielter zu platzieren. Und selbst in dieser ersten Stunde kamen bei mir nicht alle Smartphone-Apps zum Einsatz, das Gameplay ist also längst noch nicht ausgereizt.

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2. Die Story fesselt von der ersten Sekunde an

Obwohl ihr fast gar nicht mit anderen Charakteren interagiert, seht ihr euch von Anfang an mit den Fragen konfrontiert, die Protagonist Cole Black immer wieder vor sich hin murmelt. Wie seid ihr dort hingekommen, wo ihr euch momentan befindet? Was ist eure eigentliche Aufgabe? Was ist in eurer Vergangenheit passiert? Und vor allem: Wer versteckt sich hinter den mysteriösen Nachrichten, die ihr erhaltet, und was will er von euch? Das weckt weitaus mehr Neugier als einfache Dialoge und fesselt euch von Anfang an an die Story, über die bislang nur wenig bekannt ist.

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3. Get Even schockt alleine durch die Atmosphäre

Gameplay und Story sind zwar definitiv etwas besonderes, am meisten begeistert hat mich aber die Atmosphäre von Get Even. Auch wenn das Spiel VR nicht unterstützt, bietet euch Get Even eine unglaublich intensive Erfahrung. Ganz ohne Jump-Scares oder ekelige Momente weiß das Spiel zu gruseln und zieht euch dank First-Person-Perspektive immer weiter in den Strudel aus düsteren Orten und verworrenen VR-Visionen. Solch eine packende Stimmung alleine durch Atmosphäre zu erzeugen, gelingt nicht vielen Spielen und lässt Get Even umso mehr aus der Masse an Horror-Spielen hervorstechen.

Mein Vorab-Fazit zu Get Even

Get Even könnte ein mitreißendes Erlebnis werden, sofern das bestehende Konzept beibehalten und weiter ausgebaut wird. Dank der Unterstützung durch Bandai Namco und der damit verbundenen größeren Werbekampagne wird das Spiel hoffentlich nicht in der Masse untergehen. Konzept und Gameplay wurden zumindest in der ersten Demo so ansprechend und atmosphärisch umgesetzt, dass ich euch Get Even auf jeden Fall ans Herz legen kann.

Der Thriller Get Even erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2017, ihr müsst euch also noch eine Weile gedulden, bis ihr das packende Spiel von The Farm 51 austesten dürft. Ihr könnt es dann auf der PlayStation 4, der Xbox One und auf dem PC spielen.

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