Ghost Recon - Wildlands in der Vorschau: Taktik-Shooter trifft Open World

Alexander Gehlsdorf 1

Ubisoft und Open-World passt zusammen wie Topf und Deckel. In Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands geht es daher ins riesige Bolivien. Was Dich dort erwartet, liest Du in meiner Vorschau.

Ghost Recon Wildlands - Trailer.

Der neusten Ableger der Ghost-Recon-Reihe schickt Dich als Mitglied eines vierköpfigen Teams nach Bolivien. Dort ist es Deine Aufgabe, das Santa Blanca Kartell zu zerstören, eines der einflussreichsten und gefährlichsten Drogenkartelle der Welt. Ich durfte Ghost Recon: Wildlands für einige Stunden in Paris anspielen und verrate Dir, was der Titel sowohl im Single-Player als auch im Coop-Modus alles drauf hat.

Der Single-Player

Egal welcher Spielmodus, Du bist immer als Team unterwegs. Das bedeutet, dass drei Deiner Team-Kollegen im Single-Player von der KI gesteuert werden. Wer jetzt post-traumatische Flashbacks an Eskort-Quests und ähnliche Quälereien bekommt, darf beruhigt sein, denn die virtuellen Kollegen verhalten sich überraschend clever: nie stehen sie im Weg rum, sie suchen sich taktisch sinnvolle Deckungsmöglichkeiten, sie sind einigermaßen treffsicher und gehorchen meinen Befehlen.

Zu Beginn des Spiels kannst Du Deinen ganz persönlichen Ghost erstellen. Vom afro-amerikanischen Scharfschützen mit Vollbart bis zur grauhaarigen Asiatin mit Undercut und gebrochener Nase ist alles möglich. Nach der Charaktererstellung geht es dann hinaus in die riesige Welt Boliviens, um das Santa Blanca Kartell Stück für Stück auseinanderzunehmen. Die Struktur des Open-World-Spiels erinnert dabei stark an Mafia 3: In beliebiger Reihenfolge knüpfst Du Dir nach und nach die verschiedenen Abteilungen des Kartells vor — Von der Geldwäsche, über die Waffenlieferung, hin zu den politischen Strippenziehern bis Du irgendwann beim Kopf des Kartells angekommen bist -El Sueño.

Ghost Recon Wildlands - 30 minütoger Kurzfilm auf Twitch und Amazon Prime

In der von mir gespielten Mission ging es La Yuri und El Polito an den Kragen, El Sueños Folterspezialisten. Um den beiden aber letztlich gegenüber zu stehen, ist eine Menge Vorbereitung nötig. Es müssen Zeugen verhört, Autos verwanzt und Computer gehackt werden. Das Missionsdesign von Wildlands ist den bisherigen Eindrücken nach recht abwechslungsreich und vor allem sehr frei. Für gewöhnlich wird lediglich ein Missionsziel angeben, wie dieses erreicht wird, obliegt dem Spieler selbst. Stürmen die Ghosts das Terrain mit Waffengewalt, schleichst Du Dich unbemerkt zum Zielort, spionierst Du das Gelände mit einer Drohne aus oder nutzt Du Deine Kontakte zu den lokalen Rebellen, die Dich im Kampf gegen das Kartell unterstützen? Jede Vorgehensweise hat ihre Berechtigung und kann im Charaktermenü durch überlegt verteilte Skillpunkte optimiert werden. So verbesserst Du etwa Deine Fähigkeiten mit dem Scharfschützengewehr, schaltest effektivere Schalldämpfer frei oder erhältst Zugriff auf noch mächtigere Unterstützung der Rebellen.

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Die Coop-Einsätze

Das Beste am Coop-Modus in Wildlands ist, dass es sich gar nicht um einen eigenständigen Modus handelt, sondern Deine Freunde jederzeit problemlos ins Spiel einsteigen können. Daher bist Du nicht einmal verpflichtet, die gleichen Aufträge wie Deine Kollegen zu absolvieren, theoretisch kann jeder Spieler unabhängig voneinander tun und lassen, was er will. Aber echter Coop lebt natürlich von Teamwork, Planung und gemeinsamen Erfolgen. Zu viert machten wir während des Anspiel-Events also Jagd auf Zielpersonen, schlichen uns im Dunkel der Nacht an feindliche Truppen an und wagten uns sogar in die Tiefe eines Minenschachtes.

Damit es mit der Koordination klappt, stellt Wildlands einige nette Hilfsmittel zur Verfügung. So können bis zu vier Gegner mit Zahlen markiert werden, was eindeutige Absprachen für Scharfschützen ermöglicht. Binnen Sekunden kann so effektiv eine ganze Gruppe Gegner ausgeschaltet werden. Gerade in Nachteinsätzen ist es außerdem hilfreich, dass einmal erspähte Gegner auch für alle anderen Spieler markiert werden. Schickt etwa ein Spieler seine Aufklärungsdrohne voran oder riskiert einen Blick hinter einen schwer einsehbaren Felsen, so wissen stets auch die Teamkollegen sofort, was dort auf sie wartet.

Die Missionsstruktur bleibt auch im Coop gleich. Auftrag für Auftrag nehmen wir uns dem Santa Blanca Kartell an und zerstören dessen Organisation - Oder aber wir lassen uns von den zahlreichen Nebenmissionen ablenken, die in der riesigen Spielwelt verteilt sind. Es gilt Convoys zu überfallen, feindliche Helikopter zu stehlen, geheime Informationen zu beschaffen oder Ressourcen für die Rebellen sicherzustellen. All das fühlt sich organisch an und passt toll in das Szenario.

Während der etwa vier Stunden, die ich Wildlands verbringen durfte, konnte ich den wahrem Umfang des Spiels gerade einmal erahnen. Das virtuelle Bolivien ist riesig und soll ganze sieben Klimazonen umfassen. Nebenaufträge lauern an jeder Ecke und selbst die Hauptmissionen spielten sich, zumindest bisher, angenehm umfang- und abwechslungsreich. Dazu kommt ein unverbrauchtes und wunderschönes Szenario und aus dem Autoradio dudelt atmosphärische, lateinamerikanische Musik.

Allerdings ist die riesige Open-World momentan noch nicht ganz frei von Bugs, so wurden in einem unserer Coop-Einsätze etwa keine der vorgegebenen Misionsziele gespawnt und wir waren zum Neustart gezwungen. Dennoch haben die ersten Stunden in Wildlands einen tollen ersten Eindruck bei mir hinterlassen, der jede Menge Lust auf mehr macht. Hoffen wir, dass Ubisoft bis zum Release am 7. März auch die restlichen Bugs in den Griff bekommt - dann erscheint Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands für PC, PlayStation 4 und Xbox One.

Ghost Recon Wildlands vorbstellen *

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