Ghostbusters: Entwickler Fireforge Games meldet Insolvenz an

Lisa Fleischer 1

Kurz nach dem Release des in diesem Monat erschienenen Ghostbusters-Spiel meldete das Entwicklerstudio Fireforge Games Insolvenz an. Das Studio, das von dem ehemaligen Blizzard-Mitarbeiter Tim Campbell gegründet wurde, hat in fünf Jahren nur ein Spiel veröffentlicht.

Ghostbusters Videospiel – Veröffentlichungs-Trailer.

Fireforge Games, Entwickler des letzten Ghostbusters-Videospiels, hat nur wenige Tage nach dessen Release Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das trotz desselben Namens nichts mit dem Tabletop-Figuren-Hersteller zu tun hat, beantragte eine Vermögens-Liquidation, um 12 Millionen Dollar Schulden abbezahlen zu können. Gegründet vom ehemaligen Blizzard-Mitarbeiter Tim Campbell, arbeitete Fireforge vor dem Ghostbusters-Spiel an zwei MOBA-ähnlichen Titeln, die allerdings nie fertiggestellt wurden.

Das erste MOBA, das den Projektnamen Zeus trug, sollte vom Hardware-Produzenten Razer veröffentlicht werden. Der zweite Titel Atlas wurde vom chinesischen Publisher Tencent in Auftrag gegeben. Tencent verlangt von Fireforge eine Rückzahlung von 11,3 Millionen Dollar. Außerdem wird das Studio von Razer-CEO Min-Liang Tan beschuldigt, das Geld, das die Entwickler für Razers Zeus erhielten, stattdessen für Atlas verwendet zu haben. Fireforge bestreitet dies bislang.

Ghostbusters: Nicht an der sexistischen Hetze im Netz verzweifeln

2015 wurde Fireforge zudem von Anwalt Richard Land verklagt. Er beschuldigt das Unternehmen, einen Vertrag unterschrieben zu haben, durch den ihnen für 3,7 Millionen Dollar die Social-Media-Plattform Helios überschrieben wurde. Allerdings hätten sie sich nicht an den Vertrag gehalten, sondern vielmehr einige der ehemaligen Mitarbeiter von 38 Studios eingestellt, um eine eigene Version der Plattform aufzubauen. Studio-Gründer Tim Campbell äußerte sich bislang noch nicht zu diesem Vorwurf.

Das einzige Spiel von Fireforge, das oben erwähnte Ghostbusters-Game, hat zu allem Übel auch noch recht schlechte Rezensionen bekommen. Bei Metacritic hat das am 12. Juli für PS4. Xbox One und PC veröffentlichte Spiel gerade einmal 31 von 100 Punkte erreichen können; die Community gab Ghostbusters noch nicht einmal einen von 10 möglichen Punkten.

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Quelle: Kotaku

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