75 Jahre Super: 5 Fakten zu Superman, die nicht jeder kennt & animierter Kurzfilm

Tobias Heidemann 1

Superman ist ein alter Mann! 75 Jahre hat der gute Kal-El nun schon auf dem Cape-Holz. Ein schöner Anlass, um dem ältesten aller Superhelden einmal den wohl verdienten Respekt zu zollen. Der Comic-Verlag DC hat dies jüngst mit einem animierten Kurzfilm von Jack Snyder getan. Der Clip führt uns in Windeseile durch die vielschichtige Historie der Figur. Wir legen zum Jubiläum noch eine kleine Schippe oben drauf und präsentieren euch fünf Fakten zu Superman, die ihr (vielleicht) noch nicht kennt.   

75 Jahre Super: 5 Fakten zu Superman, die nicht jeder kennt & animierter Kurzfilm

 

 

Superman 75th Anniversary Animated Short.
 

1. Superman hat jüdische Wurzeln

Der Erfinder von Superman, Jerry Siegel, gab bei verschiedenen Gelegenheiten zu Protokoll, wie stark ihn der Anti-Semitismus seiner Zeit beeinflusst hat. Zudem nannte Siegel die Figur des Samson als wichtiges Rollenbild für seinen Superman. Doch da beginnen die Verbindungen zur jüdischen Kultur erst.

Supermans Krypton-Name, Kal-El, ist zum Beispiel dem Hebräischen entlehnt. So steht das „EL“ (Dani-el, Samu-el) hier stets für „Gott“, während „Kal“ dem hebräischen „Gefäß“ stark ähnelt. Wer sich mit dem Alten Testament etwas auskennt, wird zudem zahlreiche Übereinstimmungen mit der Geschichte um Mose finden. Statt im Körbchen erreicht das Superman-Baby die Erde in einem kleinen Raumschiff. In beiden Fällen wurde er von seiner Mutter vor dem sicheren Tod gerettet. Beide Babys wurden dann von Eltern einer anderen Kultur aufgezogen.

Doch auch mit dem schwierigen Leben im Exil (Diaspora) und der Bürde, einer der wenigen Überlebenden einer ganzen Kultur zu sein, zeigt der Superman-Mythos enge Verbindungen zur jüdischen Geschichte.

 

2. Kryptonit ist nicht Supermans einzige Schwäche

Das radioaktive Gestein, das Superman in Comics, Serien und Filmen regelmäßig an seine Grenzen bringt, wird bekanntlich Kryptonit genannt. Dabei handelt es ich um die Überreste seines Heimatplaneten. Da Supermans Macht durch die Kraft unserer gelben Sonne gespeist wird und Kryptonit eben diese Verbindung sofort unterbricht, wird das Erz oft als seine einzige Schwachstelle angesehen.

Prinzipielle verliert Kal-El seine Energie aber auch, wenn er sich im Einflussbereich einer roten Sonne – wie jener, die über Krypton stand – befindet. Wer häufiger im DC Universum unterwegs ist, weiß zudem, dass Superman nicht vor übernatürlichen Kräften gefeit ist. Wenn sich der Mann aus Stahl also zum Beispiel mit Dämonen und Geistern anlegt, hat er ein ernsthaftes Problem.

 

3. Superman sollte mal böse sein

Jerry Siegels erstes, illustriertes Skript hatte wenig mit der uns bekannten Version zu tun. In „Die Herrschaft des Super-Manns“ ging es um einen verrückten Wissenschaftler, der mit Hilfe einer mysteriösen Chemikalie, Versuche an einem Obdachlosen durchführt. Dieser Obdachlose, Bill Dunn war sein Name, wird durch die Experimente zum Super-Mann und damit zu einem klassischen Bösewicht.  Der Super-Mann bringt nämlich erst seinen Schöpfer um und manipuliert dann die Börse (die 30 Jahre standen noch unter dem Eindruck der großen Depression), um später die Weltherrschaft an sich reißen zu können.

Zum Glück verwarfen Jerry Siegel und sein Partner Joe Shuster 1932 diese Version wieder. Allerdings dauerte es noch ein bisschen, bis der echte Superman geboren wurde, denn auch die nachfolgende Version war eine andere. Dieses Mal kam Superman aus einer Zukunft, in der die Erde zerstört worden war, zurück in unsere Gegenwart.

 

 

4. Clark Kent ist gut verkleidet

Alle Kinofilme und Serien haben diesen Aspekt bisher immer vergeigt. Wenn Superman im Film plötzlich als Clark durch den Daily Planet läuft und keine Sau ihn – trotz frappierender Ähnlichkeit – erkennt, dann sorgte das stets für große Ungläubigkeit im Publikum.

Dabei wird in den Comics alles haargenau erklärt. Durch Supermans übermenschliche Kontrolle über seinen Muskelapparat kann er sein Aussehen und sogar seine Gesichtszüge derartig stark verändern, dass er als Clark wirklich wie ein ganz anderer Mensch wirkt. Zudem trägt er eine besondere Brille, die seine Augenform durch spezielle Gläser verändert und als ehemaliger Besucher einer Schauspielschule, weiß er auch seine Körpersprache komplett zu verändern.

5. Superman konnte nicht immer fliegen

Superman erschien bekanntlich 1938 zum ersten Mal auf der Bildfläche. Zu dieser Zeit war er allerdings noch kein patriotischer Verfechter des „American Way“ (der damalige Wahlspruch machte ihm zum „Champion der Unterdrückten“ und Kämpfer für „Wahrheit und Gerechtigkeit“), dieser kam erst hinzu, als die USA dem Zweiten Weltkrieg beitraten.

Doch noch ein anderes Detail hat sich im Laufe der Zeit verändert. In seiner Anfangsphase war Superman sehr stark und konnte sehr weit springen. Vom Fliegen war jedoch nie die Rede. Erst einige später kam diese Fähigkeit hinzu. Gleiches gilt für seinen Röntgenblick, den Eis-Atem und die übermenschlichen Sinne.

 

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