Top 10: Die schlechtesten Games-Cover aller Zeiten

Tobias Heidemann 21

Games-Cover. Seit Anbeginn der gezockten Zeitrechnung sind sie dabei. Sie erfüllen einen ganz einfachen Zweck. Sie sollen uns auf wenigen Quadratzentimetern anzeigen, worum es bei diesem überhaupt Spiel geht. Sie sollen uns von der Qualität ihrer Inhalte überzeugen und mit einem Motiv einen ersten Eindruck des Gameplays vermitteln. Mehr nicht. Spiele-Verpackungen werden von den meisten Spielern deshalb auch als eine Nebensache behandelt. Doch was so simpel klingt, kann mächtig in die Hose gehen. Und das tut es immer wieder. Wir werfen einen Blick zurück und wollen allem, was auf dieser kleinen Fläche in der Geschichte der Videospiele ganz besonders schiefgegangen ist, mit unserer Hall of Fail huldigen. Hier sind die miesesten Spiele-Cover aller Zeiten! 

Metro-Cross – 1985 Atari TS (Namco)

Los geht es mit einem mysteriösen Mann im Pyjama. Was heute nach seniler Bettflucht aussieht, sollte damals wohl das Gameplay des Arcade-Spiels „spritzig“ rüberbringen. Rüber kommt bei dem Cover von „Metro-Cross“ tatsächlich so Einiges. Übelkeit, psychische Irritation, akuter Kopfschmerz – alles legitime Reaktionen auf das verstörende Schachbrettmuster und den zahnärztlichen Gesichtsausdruck.

Q*bert – 1982 Atari 2600 (Gottlieb)

Der namensgebende Held dieses Arcade Games verdankt seine Erscheinung den Herren Davis und Lee. Aus dem hervorstechenden Merkmal dieser leider vergessenen Ikone der Videospielkultur – die rüsselartige Riesennase – sollten ursprünglich sogar mal Projektile geschossen werden. Schade eigentlich. Der arme Q*bert wurde laut Davis und Lee nach den Einflüssen ihrer Kindheit kreiert. Ob es sich dabei um THC oder LSD handelte,  ließ sich im Zuge unserer Recherche leider nicht herausfinden.

Golden Axe – 1989 Mega Drive (SEGA)

Geniale Spiele, grauenhafte Verpackung. So lautetet das widersprüchliche Credo der gesamten Mega Drive Ära. So auch bei dem hier gewählten Beispiel „Golden Axe“. Der Koop-Klopper von 89 ist ein absoluter Klassiker und hat den Spielspaß quasi im Alleingang erfunden. Leider wurden fast alle Mega Drive-Spiele der damaligen Zeit mit in den erbarmungslosen Airbrush -Strudel der späten 80er gezogen. So sahen die Game Cover irgendwie alle plötzlich nach Sonnenöl-Porno und Muckiebude aus. Schüttel.

Shaq Fu – 1994 Super Nintendo/Game Boy (Electronic Arts)

Das Spiel zum Basketball-Star hatte mehr zu bieten als nur ein beknacktes Cover. Viel besser war eigentlich die Story von „Shaq Fu“. Man stelle sich vor: Der Basketball-Spieler (!) Shaquille O’Neall ist auf dem Weg zu einem Wohltätigkeitsmatch (!) in Japan als er sich plötzlich in ein Kung Fu-Dojo verirrt und von einem mysteriösen Meister in eine andere Dimension (!) geschickt wird, um dort einen Jungen aus den Klauen einer bösen Mumie (!) zu befreien. Mit Kung Fu. Natürlich.

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