GTA 4: Spiel soll Schuld an Mordfall sein

Annika Schumann

In den USA hat ein Achtjähriger seiner 84-Jährigen Babysitterin von hinten in den Kopf geschossen. Zuvor habe er Grand Theft Auto 4 gespielt und war, laut der Polizei, dadurch aggressiv geworden. Für die Ermittler ist der Fall eindeutig: „Das Spiel ist Schuld“.

GTA 4: Spiel soll Schuld an Mordfall sein

Im Bundesstaat Louisiana hat ein achtjähriger Junge nach einer Partie GTA 4 auf der Playstation 3 seine Babysitterin erschossen. Er fand eine geladene Waffe und schoss ihr damit in den Hinterkopf. Die Ermittler kamen zu der Erkenntnis, dass das Spiel maßgeblich für diese Tat verantwortlich sei, da der Junge und die Frau eine sehr innige Beziehung hatten. Wahrscheinlich wollte er eine Szene aus dem Spiel nachstellen, so die Polizei.

Publisher Take-Two meldete sich umgehend zu Wort. „Dieser Tat eine Verbindung zu Unterhaltungsprodukten zuzuschreiben – eine Theorie, die bereits mehrfach durch viele unabhängige Studien widerlegt wurde – spielt die Tat selbst herunter und umgeht das eigentliche Problem“.

Wie Rockstar Games einst sagte, ist das Spiel nicht für Kinder und Jugendliche geeignet und nur schlechte Eltern würden GTA an ihre Sprösslinge weitergeben. Das Spiel ist für Erwachsene gemacht und war nie für andere Zielgruppen gedacht.

Somit wird abermals die Debatte entfacht, ob gewisse Games nicht verboten gehören, obwohl es noch viele andere Gründe gibt, die angesprochen werden müssten.

Bereits im Dezember 2012 wurde nach dem Amoklauf in einer Grundschule von Adam Lanza, der nachweislich gewalttätige Spiele bevorzugt hat, darüber diskutiert.

Dem Jungen droht keinerlei Strafverfolgung, da nach dem Gesetz Louisianas Kinder erst ab einem Alter von zehn Jahren strafmündig sind.

Quelle: Kotaku

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