GTA 5: Urteil über die Verwendung des Abbilds von Lindsay Lohan gefällt

Marco Schabel 2

Schon vor einer Weile hatten Lindsay Lohan und eine Mafia-Tochter gegen Rockstar Games und Take-Two Interactive geklagt, weil sie angeblich ungefragt in GTA 5 auftauchen. Jetzt wurde letztlich ein Urteil gefällt.

GTA 5 / V Online Power Play Trailer.

2014 mussten sich der GTA-5-Entwickler Rockstar Games und dessen Mutterkonzern Take-Two Interactive einer eher ungewöhnlichen Anklage entgegenstellen, die erst im März offiziell freigegeben wurde. Damals ging es darum, dass die prominente Skandalnudel Lindsay Lohan gegen die Macher des Spiels klagte, weil Lacey Jonas, ein magersüchtiger und von Paparazzi verfolgter Charakter im Spiel, nach ihrem Vorbild gestaltet worden sein soll. Zudem soll auch eine für die Werbung genutzte Figur ein Abbild von ihr darstellen. In eine ähnliche Kerbe schlug auch Karen Gravano, die Tochter eines Mafiosi, die sich ebenfalls als die Mafia-Tochter Andrea Bottino im Spiel sah. Skurril war insbesondere Lohans Anklagepunkt gegen die Werbefigur, weil diese ein Peace-Zeichen mache – eine Geste, die bereits von Lohan genutzt wurde, bevor sie in Videospielen auftauchte, wie aber auch von Milliarden anderer Menschen. Wie ein amerikanisches Gericht jetzt feststellte, sind beide Klagen haltlos.

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Wie am Donnerstag verkündet wurde, wurden die Klagen von Lohan und Gravano gegen Rockstar abgewiesen. Gefällt wurde dieses Urteil von einem Richterteam, bestehend aus fünf Richtern, die ihr Urteil damit begründeten, dass weder Lindsay Lohan, noch Karen Gravano namentlich oder bildlich in GTA 5 auftauchen. Selbst wenn anerkannt würde, dass die genannten Charaktere nah genug an den Klägerinnen sind, um als Repräsentationen zu gelten, gäbe es einen Haken: „Die einzigartige Geschichte dieses Videospiels, seiner Dialoge und der Umgebungen, kombiniert mit der Möglichkeit des Spieler, selbst zu wählen, wie er durch das Spiel kommt, qualifiziert es als ein Werk der Fiktion und Satire“, so die Richter. Und diese fallen in den USA unter den ersten Zusatzartikel der Verfassung. Dieser sichert unter anderem die Meinungsfreiheit in den Staaten.

Damit hat sich auch jeglicher Schadenersatzanspruch der beiden amerikanischen Promis erledigt, denen ohnehin vorgeworfen wurde, sich nur am Erfolg von GTA 5 bereichern zu wollen.

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