Zensur in China: Was Videospiele im Land der Mitte nicht dürfen

Amélie Middelberg 19

Die Regierung der Volksrepublik China gab nun eine Liste an Anforderungen bekannt, die Videospiele erfüllen müssen, um im Land der Mitte auf den Markt kommen zu dürfen. Erst zu Beginn von 2014 hatte das Land sein langjähriges Verbot von Konsolenspielen aufgehoben. Alle Titel, die in China erscheinen sollen, müssen dem Shanghaier Kulturdezernat zur Begutachtung vorgelegt werden. Innerhalb von 20 Tagen wird entschieden, ob ein Spiel anschließend auf dem eigenen Markt erscheinen darf.

Zensur in China: Was Videospiele im Land der Mitte nicht dürfen

Das ist Videospielen sind in China nicht erlaubt:

  • Inhalte über Glücksspiel, auch Minispiele sind inbegriffen
  • Inhalte, die Chinas Verfassung verletzen
  • Inhalte, die Chinas nationale Einheit, Hoheitsgewalt oder territoriale Integrität verletzen
  • Inhalte, die das Ansehen, die Sicherheit oder Interessen Chinas bedrohen
  • Inhalte, die ethnischen Hass propagieren oder ethnische und kulturelle Traditionen gefährden
  • Inhalte, die Chinas Grundsätze in Sachen Religion verletzen und Kulte und Aberglauben avancieren
  • Inhalte, die zu Obszönität, Drogenkonsum, Gewalt oder Glücksspiel animieren oder ebendiese anpreisen
  • Inhalte, die Chinas Kultur und Traditionen angreifen
  • Inhalte, die die Rechte Dritter verletzen oder beleidigen
  • Inhalte, die anderweitig gegen bestehendes Recht verstoßen

Sollte ein eingereichtes Videospiel diesen Richtlinien nicht entsprechen, wird es mit Angaben von Gründen abgelehnt. So bliebe den Entwicklern die Möglichkeit, entsprechende Inhalte aus ihrem Spiel zu entfernen und es anschließend erneut zur Prüfung einzureichen, wie GamesInAsia berichtet. Auch Zusatzinhalte wie DLCs müssen sich der Prüfung stellen, obgleich das entsprechende Hauptspiel bereits genehmigt wurde. Bei diesen strengen Richtlinien scheint sicher, dass Spiele wie beispielsweise Grand Theft Auto V im Land der Mitte wohl keine Chance auf einen Release haben werden. Vielen Entwicklern bliebt damit ein Vordringen auf den durchaus vielversprechenden chinesischen Markt verwehrt.

 Quelle: GamesInAsia

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