Die (offene) Welt der GTA-Klone



Robin Nosterafu

DER Knaller der E3 2012. Auch ich war sofort schwer beeindruckt von der, im ersten Gameplay-Trailer demonstrierten, lebendigen und detailreichen Großstadt und den vermeintlichen revolutionären Freiheiten, sowie innovativen Elementen für das Genre. 
Mein persönlicher Hype für das Spiel hatte sofort seinen Zenit, baute sich jedoch im folgenden Jahr proportional zum immer wieder veröffentlichten Material schrittweise ab.

Die anfängliche Freude über das implementierte Parkour-Element weicht dem faden Beigeschmack des vollautomatisierten Casual-Klettersystem eines Assassin’s Creed, trotz aktuell-relevantem Setting und halbfrischer Prämisse will sich bisher einfach kein Gefühl für eine bedeutende Rahmenhandlung bei mir einstellen und das Piepen des Kamerahackens nervt mich bereits nach fünf Minuten Gameplay. 
Trotzdem schaffte es das Spiel mehr als einmal mich zu beeindrucken. Aber wie faszinierend ist es beim zwanzigsten Mal einer ganzen Stadt buchstäblich die Lichter auszuknipsen?

Die Magie der Spielwelt könnte zudem spätestens dann verpuffen, wenn man ein exakt identisches Einzelschicksal zum zweiten Mal liest, sobald ein beliebiger Passant per Handy gescannt wird.
 Außerdem gab es bisher kaum Hinweise auf Minispiele, Nebenmissionen oder andere Motivationsfaktoren. Dafür scheint es ähnliche Zufallsevents zu geben wie True Crime sie bietet.
 Dennoch wird Watch Dogs wohl eher eine lineare Struktur haben und sich weniger auf Nebenbeschäftigungen, sondern auf kreative Lösungsmöglichkeiten der Hauptmissionen versteifen.
 Wie viele Möglichkeiten man wirklich haben wird und ob diese auch über ähnlich lange Zeit motivieren können. wie das Fallschirm-Enterhaken-Gameplay eines Just Cause, wird sich wohl erst zeigen, wenn man selbst in die Welt der Armbanduhr Hunde eintauchen darf.

Motivationsfaktorprognose: 5-8

Wird es das Spiel aller Spiele, die Zukunft der Open World-Spiele? Grand Theft Auto 5

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