Just Cause 2

Robin Nosterafu


Just Cause 2 hat genau zwei Argumente: Eine verdammt große, schöne Spielwelt und Enterhaken-Fallschirm-Awesomeness. Die Welt besteht aus einer riesigen tropischen Inselgruppierung mit Großstädten, Dörfern und Militärbasen und Terrain, welches von Dschungel- über Wüsten-, Strand- bis Schneelandschaften reicht. Während diese für optische Stimulation sorgen, beschert einem die Enterhaken-Fallschirm-Combo den nötigen Spielspaß. Man kann sie neben der Fortbewegung und Wandhaftung á la Spiderman auch für allerlei kreativ-sadistische Experimente mit den NPCs einsetzen.

Wie, was und wen man damit alles mit welchem Effekt aneinander ketten kann, überprüft man als Unwissender entweder in einem von zahlreichen Youtube Clips oder probiert es am besten selbst.
 Diese beiden Elemente definieren das Spiel für mich und schafften es sogar, mich eine relativ lange Zeit über alle anderen Aspekte des Spiels, welche maximal Genredurchschnitt sind, hinweg sehen zu lassen. Die Story ist lediglich Mittel zum Zweck, die Shooter- und allgemeine Steuerung des Protagonisten eher hölzern und die Fahrphysik zumindest so unbefriedigend, dass ich immer lieber per Fallschirm über die Inseln geflogen bin.

Trotz allem macht es in kaum einem anderem Spiel so viel Spaß mit Fahrzeugen angenehm realitätsferne Stunts auf den digitalen Humus zu zaubern, denn auch hier greifen wieder die beiden  bereits erwähnten Argumente: Man hat nahezu unendlich viele „natürliche“ Rampen in Form von Dschungelabhängen und felsigen Klippen und auch hier kann man mit den, zur Genüge gepriesenen, Enterhaken und Fallschirm allerlei Unsinn treiben.
 Insgesamt wurde ich so lang damit bei der Stange gehalten, bis ich etwas über 50% der gesamten
 fuck-my-real-life-großen Spielwelt gefunden, zerstört, erobert und/oder eingesammelt hatte – und das, obwohl sie zu großen Teilen genauso eintönig und detailarm ist, wie man es bei einer Größe von 1.000 km² erwarten würde.
 Just Cause 1 ist leider eines von den Spielen, welche man absolut nicht mehr braucht, nachdem dessen Fortsetzung erschienen ist. Es ist in allen Belangen schlechter als sein Nachfolger und auch Story und Spielwelt, welche wesentlich weniger abwechslungsreiches Terrain bietet, als die Inselgruppen eines Just Cause 2, rechtfertigen keine Zeitinvestition (Wenn man über den zweiten Teil verfügt). Trotz allem war es zum Release teilweise seiner Zeit voraus.

Motivationsfaktor: 6

Von Saints, Rollers und Ronin: Saints Row 1 & 2

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA GAMES

  • Pokémon Schwert & Schild: Pokémon entwickeln - Voraussetzungen im Detail

    Pokémon Schwert & Schild: Pokémon entwickeln - Voraussetzungen im Detail

    Die Entwicklung von vielen Pokémon in Schwert & Schild ist oft nicht nur vom Level abhängig – bei vielen Taschenmonstern und vor allem auch den neuen Galar-Formen müssen spezielle Voraussetzungen erfüllt sein, die ihr im Spiel oft nur zwischen den Zeilen erhaschen könnt. In diesem Guide wollen wir euch deshalb erklären, wie ihr bestimmte Pokémon entwickeln könnt, damit ihren euren PokéDex schnell vervollständigt...
    Laura Li Tung
* Werbung