Saint’s Row: The Third

Robin Nosterafu

Spätestens mit dem dritten Ableger konnte sich die Reihe ihren eigenen Stempel verpassen.
 Während GTA immer ernster und realistischer wurde, entschied sich Saints Row für die entgegengesetzte Richtung.
 Alles ist noch verrückter, wahnsinniger, unrealistischer - auf Logik wird verzichtet.
 Stattdessen hat man sich bei Volition wieder auf kompromisslosen Spielspaß konzentriert.
 Dank erstmalig brauchbarer Fahrphysik, einem soliden Schadensmodell und überarbeiteter Steuerung funktioniert das auch diesmal richtig gut.

All das ist nicht perfekt, aber weit besser als in den Vorgängern, was diese allerdings nun fast den gleichen Stempel der Unbrauchbarkeit eines Just Cause 1 aufdrückt.
Es gibt auch weit mehr Minispiele und Nebenmission, was die Spielzeit durchaus angenehm strecken kann, zumal es einiges gibt, was man dadurch erst freischalten kann. 
Auch die Anpassungsoptionen sind noch einmal stark vermehrt wurden. Da erinnern die Individualisierungsmöglichkeiten des Charaktereditors schon eher an ein Rollenspiel.
 Die Stadt der Saints hingegen will so gar nicht individuell wirken. „Steel Port“ macht seinem Namen alle Ehre und wirkt zu weiten Teilen wie ein zufallsgenerierter Haufen aus Stahl und Beton. Besondere Sehenswürdigkeiten wie die pompösen Hauptquartiere feindlicher Gangs sind rar.

Trotzdem kann man herrlich viel Chaos anrichten, was durch teilweise zerstörbare Umgebung unterstützt wird.  Die Story ist wieder total überdreht, wirkt aber etwas besser durchdacht. 
Besonderes Highlight sind die noch verrückteren Charaktere sowie absolut abgedrehte Aufgaben und Hauptmissionen, die man eigentlich nicht spoilern sollte. 
Zweifellos ist der dritte Teil der bislang beste der Reihe und man kann eine Menge Spaß damit haben.
 Irgendetwas stört mich im Gesamtbild der Reihe aber immer noch.
 Vielleicht macht mir das Anrichten von Chaos in einer Welt die sowieso völlig überdreht ist, einfach nicht so viel Spaß. 
Angenehm ist, dass man den Versuch GTA zu übertreffen überdacht und stattdessen mehr auf eigene Identität gesetzt hat.

Motivationsfaktor: 6



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