Jak 2 Renegade

Robin Nosterafu

Dieses Spiel würde man auf den ersten Blick nicht in dieser Liste vermuten, schaut man aber genauer hin, erkennt man, dass es genau auf meine oben aufgeführte Definition zum Genre passt.
 Obwohl die Reihe in seinen Wurzeln ein recht klassisches Jump’n’Run ist, wurde sie mit dem 2. Ableger in eine ganz eindeutige Richtung verändert. Eine frei begehbare Stadt, verschiedene Auftraggeber, Nebenbeschäftigungen, Schusswaffen und vor allem die Fahrzeuge zeigen deutlich, welches andere Spiel da als Inspirationsquelle diente.

Man wird sogar bei Verbrechen von Gesetzeshütern gejagt.
 Anders, als man es eventuell vermuten würde, fügen sich diese Elemente allerdings erstaunlich gut ins Spiel ein. Jak 2 ist für mich sogar, dank dieser abwechslungsreichen Mischung, einer der besten GTA Klone und gleichzeitig der, für den diese Bezeichnung am wenigsten gerecht wirken will. 
Besonders erfrischend ist, dass die Fahrzeuge nur entfernt an herkömmliche Automobile erinnern, sondern eher an kleine Flugschiffe, die auf zwei Höhenebenen schweben können.
 So kann man dem Verkehr nicht nur nach links und rechts, sondern auch nach oben und unten ausweichen. Außerdem gibt es auch schwebende Motorrad Pendants, mit denen besonders coole Verfolgungsjagden entstehen können. 
Überhaupt kommt die verspielte Sci-Fi-Fantasy dem Spiel so sehr zugute, dass ich mich frage, warum es nicht längst mehr davon gibt.
 Die trotz allem recht düstere Story ist mit skurrilen Charakteren angereichert.

Besonders Sidekick Daxter ist immer für einen Lacher gut. Obendrauf gibt es noch einige freischaltbare „Superkräfte“ und Fantasy Waffen, mit denen man angenehm Chaos in der Stadt anrichten kann. 
Mein Persönliches Highlight ist jedoch das Jetboard, ein futuristisches Skateboard, welches dem Spieler ab einem bestimmten Punkt jederzeit zur Verfügung steht. Das ist nur ein winziges Feature, welches mich allerdings die gesamte Spielwelt noch einmal ganz anders entdecken lassen hat, da man nicht nur damit fahren, sondern auch eine Vielzahl Tricks machen kann.
 Damals wie heute eine Offenbarung - ich kann es gar nicht genug loben. Sicher ist meine Euphorie dadurch bestimmt, dass ich auch im echten Leben Skateboard fahre, aber es ist einfach ein Feature, welches in jedes Sandbox Spiel gehören sollte. Irgendein Gerät mit dem man Tricks machen kann.

Dabei bedarf es nicht einmal einer ausgereiften, komplexen Mechanik (siehe GTA: San Andreas), ein kleine Palette Bewegungen, mit denen der Spieler die Welt dann kreativ erkunden kann. 
Jeder der diese Mischung mit Jump’n’Run Mechaniken, die viel zu selten digitalisiert wird, noch nicht erlebt hat, sollte zumindest mal einen Versuch wagen.

Motivationsfaktor: 5

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