Guild Wars 2 Test – Tagebuch eines Verlierers

Tobias Heidemann 27

Puh, geschafft. Alle Events, alle Fähigkeiten-Herausforderungen und sogar alle Aussichtspunkte habe ich auf dem Diessa Plateau erledigt. Sogar einen gewaltigen Riesen habe ich gemeinsam mit zahlreichen anderen Spielern zu Fall gebracht. Als er allerdings zum zweiten und dann zum dritten Mal an diesem Nachmittag das Dorf Nageling überfiel, habe ich ihn ignoriert. Besonders komplex waren seine Kampf-Mechaniken schon beim ersten Mal nicht. Spaß machen mir diese Weltboss-Events aber dennoch.

Doch was nun? Meine persönliche Storyline führt mich relativ unvermittelt in die Kälte der Norn-Gebiete. Ich soll jenseits von Lornar´s Pass irgendein Amulett beschaffen. Aber soll ich dann da auch gleich questen? Man weiß es nicht. Ich entscheide mich ganz anders und trete erstmals mit meinem Charr dem Welt-Gegen-Welt-Kampf bei.

Was ist denn hier los? Anstatt packender Belagerungskämpfe und aufreibender Massenschlachten, bleibt mir keine andere Wahl, als mich dem »Karma-Train« anzuschließen. Während der gegnerische Invasoren-Mob einen Kontrollpunkt nach dem anderen einnimmt, rennt meine Gruppe dem Gegner einfach immer hinterher, um die Gebiete wieder zurückzuerobern. Immer im Kreis. Wieder und wieder. Zum Kampf kommt es dabei nicht. Nur die computergesteuerten Veteranen-Wachen werden ständig aufs Neue umgehauen. So geht das zwei geschlagene Stunden. Dumm!

Meine Vorschläge, mit dem ermüdenden Muster für einen echten Kampf um Ruhm, Ehre und Spielspaß zu brechen, werden nicht umgesetzt. Immerhin lassen sich beim Kreislauf viele Karma- und Erfahrungspunkte verdienen. Ich verlasse das Gebiet wieder und queste den Rest des Tages auf dem Lornar Pass weiter. Hier fehlt mir zwar der rote Faden, doch irgendwie muss es ja weitergehen.

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