Viele Mitarbeiter des H1Z1-Studios Daybreak wurden entlassen. Laut Berichten soll dies damit zusammenhängen, dass die USA Sanktionen gegen russische Oligarchen verhängt hat. Dazu soll auch der Geldgeber und Eigentümer des Entwicklerstudios hören.

 

H1Z1: King of the Kill

Facts 
H1Z1: King of the Kill

H1Z1 hat vor kurzem den Sprung auf ein Free2Play-Modell gewagt. Der Umschwung hat in Sachen Spielerzahlen geholfen, aber trotzdem scheint sich das Studio in einer Krise zu befinden. Auf Twitter und Co. berichten Mitarbeiter, dass sie ihren letzten Tag bei Entwickler Daybreak hatten. Gerüchte machen die Runde, dass dies so bis zu 100 Mitarbeiter der H1Z1-Macher betroffen hätte. Die Gründe dafür könnten aber tiefer liegen als die niedrigen Spielerzahlen.

Die Mails von gebannten H1Z1-Spielern werden in diesem Video vorgelesen:

Die Entwickler von H1Z1 lesen E-Mails von kürzlich gebannten Spielern vor

So berichtet die Seite ArsTechnica, dass die USA Anfang April 2018 gegenüber russischen Oligarchen eine Strafe verhängt hat. Sie haben sämtliche Assets und Konten in den USA eingefroren, um Russland für die Beteiligung an den Präsidentschaftswahlen abzustrafen. Unter diesen Oligarchen soll sich auch Viktor Vekselberg befinden, der die Firma Renova Group betreut. Zu dieser gehört auch die Investmentfirma Columbus Nova, die 2015 Sony H1Z1 sowie Planetside 2 abgekauft hat und diese seitdem von einem Studio unter dem Namen Daybreak entwickeln lässt.

Nun liegt natürlich die Vermutung nahe, dass das fehlende Geld aus den USA dafür sorgt, dass Entwickler entlassen werden müssen. Laut Daybreak sei dies aber nicht der Fall. Sie selbst sagen, dass es keine Beziehungen zu Columbus Nova gäbe. Seit 2015 wäre Jason Epstein der Eigentümer von Daybreak. Dieser habe 2017 Columbus Nova verlassen und keine weiteren Beziehungen zu dem Unternehmen. Allerdings wurde in Pressemitteilung immer nur Columbus Nova erwähnt. Epsteins Name fiel dabei nicht.

H1Z1 wird Free2Play

Ganz absurd wird es, wenn man sich die Wikipedia-Seite von Daybreak anschaut. Dort wurde Anfang April (im Zeitraum der US-Sanktionen) versucht, der Eintrag der Entwickler zu verändern. Ein User mit dem Namen „Daybreakpr“ wollte „Die Firma hat keine Beziehungen zu Columbus Nova. Jason Epstein ist und war schon immer der Haupteigentümer und Executive von Daybreak“ hinzufügen. Der Eintrag wurde aufgrund fehlender Quellen von den Moderatoren entfernt, der Account selbst später aufgrund von Spam-Vorwürfen gesperrt.