Gewalt in Videospielen: Neue Studie verknüpft Aggression mit Gameplay

Amélie Middelberg 26

Aggressives Verhalten und der Konsum von gewalthaltigen Videospielen werden gerne und häufig in Verbindung gebracht. Auch eine neue Studie der University of Oxford beschäftigt sich mit diesem Kausalzusammenhang, stellt jedoch fest, dass es nicht die gezeigte Gewalt im Spiel sein soll, die Nutzer zu Aggressionen neigen lässt. Vielmehr sind es die Gameplay-Mechaniken, die ein solches Verhalten hervorrufen sollen.

Gewalt in Videospielen: Neue Studie verknüpft Aggression mit Gameplay

Ein Forscherteam der britischen University of Oxford gab einer Gruppe von Testpersonen den ikonischen PC-Shooter Half Life 2, der mit blutigen Effekten nicht spart. Ein Teil der Gruppe spielte dabei die normale Version, während der andere Teil eine entschärfte Version auf den Rechner bekam. Diese zensierte Fassung ließ Spieler die Gegner nicht erschießen oder auf sonstige Art töten, sondern lediglich „taggen“, woraufhin die Antagonisten verschwanden.

Nur einige ausgewählte Spieletester durchliefen vor dem Spielen ein Tutorial, das sie mit den Machaniken von Half Life 2 vertraut machte. Das erstaunliche Ergebnis: Die Spieler beider Versionen, der gewalt- wie nicht-gewalthaltigen Fassungen, die keine Einführung ins Spiel bekamen, fühlten sich nach dem Spielen unfähig, machtlos und aggressiv aufgeladen.

Natürlich ist diese Studie kein Beweis dafür, dass Gewalt in Spielen keine Aggressionen beim Spieler auslösen kann. Dennoch lässt sie uns vielleicht besser verstehen, warum bei manchen Spielern aggressives Verhalten vorkommen kann, ohne das Medium an sich allgemein zu verteufeln.

Quelle: BBC

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung