Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Grundlagen: Was ist Half-Life und wer steckt dahinter?
  2. Die Story: Worum geht es in Half-Life?
  3. Die Story Reloaded: Worum geht es in Half-Life 2?
  4. Die Bedeutung von Half-Life: Warum sind die Spiele so einflussreich?
  5. Half-Life-Glossar: wichtige Begriffe, Personen und Orte

2. Die Story: Worum geht es in Half-Life?

Ab hier gilt natürlich eine SPOILER-Warnung!

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Das fehlgeschlagene Experiment
Das fehlgeschlagene Experiment

Half-Life

Die Prämisse von Half-Life ist klassisch für das Shooter-Genre: In einer Forschungseinrichtung kommt es zu einer Fehlfunktion einer futuristischen Maschine, woraufhin die Einrichtung von Horden grotesker Kreaturen überrannt wird. Diesmal öffnet der Unfall allerdings kein Tor zur Hölle, wie bei DOOM, sondern zu einer anderen Dimension und dem darin befindlichen Planeten Xen.

Der Held, der sich den bizarren Bewohnern des Planeten stellt, ist kein Space Marine, sondern der Physiker Gordon Freeman. Gordon ist Angesteller der geheimen, teilweise unterirdischen Forschungsstation Black Mesa und führt, angeleitet von seinem Vorgesetzen Eli Vance, das Experiment, das zur Katastrophe führt, selbst durch. Nach dem Unfall stürzt Black Mesa ins Chaos, überall erscheinen feindselige Kreaturen und greifen das Personal an.

Nur eine der vielen grotesken Kreaturen, gegen die Gordon kämpfen muss.
Nur eine der vielen grotesken Kreaturen, gegen die Gordon kämpfen muss.

Gordon schlägt sich zu Eli durch, der ihn bittet, die Oberfläche zu erreichen und Hilfe zu holen, da jede Kommunikation mit der Außenwelt abgeschnitten ist. Da auch der Zug ausgefallen ist, der Black Mesa mit der Erdoberfläche verbindet, macht Gordon sich zu Fuß auf den Weg. Unterwegs trifft er gelegentlich auf Kollegen, die glauben, dass die militärische Hazardous Environment Combat Unit (HECU) auf dem Weg nach Black Mesa sei, um das Personal vor den Aliens zu beschützen. Außerdem sieht er immer wieder den mysteriösen G-Man, einen unbekannten Mann im Anzug, der Gordon zu beobachten scheint.

Schon während der Zugfahrt, die Half-Life eröffnet, kann man kurz den G-Man sehen.
Schon während der Zugfahrt, die Half-Life eröffnet, kann man kurz den G-Man sehen.

Die HECU-Soldaten kommen tatsächlich, allerdings töten sie nicht nur die Aliens, sondern auch das Black-Mesa-Personal. An der Oberfläche stellt Gordon fest, dass Black Mesa und die Umgebung unter Militärkontrolle stehen, und dass das Militär angefangen hat, das Gelände zu bombardieren.

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Black Mesa wird vom Militär kontrolliert.

Gordon ist gezwungen, den Rückzug in die Forschungseinrichtung anzutreten. Er findet heraus, dass die Überlebenden im Lambda-Komplex am anderen Ende der Einrichtung eine Möglichkeit sehen, dass Dimensionsportal zu schließen. Er kämpft sich also durch einen verlassenen Flügel von Black Mesa und erfährt schließlich von einem Sicherheitsmann, dass er von der Oberfläche aus eine Rakete mit einem Satelliten starten muss, den die Lambda-Wissenschaftler nutzen können, um das Dimensionstor zu schließen.

Im verlassenen Flügel muss Gordon gegen riesige Alien-Tentakel kämpfen.
Im verlassenen Flügel muss Gordon gegen riesige Alien-Tentakel kämpfen.

Auf seinem erneuten Weg an die Oberfläche muss er gegen die HECU-Soldaten, die ihn aufgrund der vielen durch seine Hand gestorbenen Soldaten mittlerweile aktiv jagen, sowie gegen eine zweite Spezialeinheit kämpfen, die Black Ops, die sogar die HECU-Soldaten töten. Gordon schafft es, an die Oberfläche zu gelangen und die Rakete zu starten, tappt allerdings in eine HECU-Falle und wird von den Soldaten in eine Müllpresse geworfen.

Eine der „Proben“, die Black Mesa-Wissenschaftler genommen haben.
Eine der „Proben“, die Black-Mesa-Wissenschaftler genommen haben.

Gordon kann entkommen und flüchtet in einen geheimen Sektor von Black Mesa, wo er entdeckt, dass Black Mesa-Wissenschaftler schon lange vor dem Unfall Kontakt mit den Xen-Aliens hatten und Versuche an ihnen unternahmen. Gordon schlägt sich weiter zum Lambda-Komplex durch und sieht dort die geheimen Teleporter, die es den Wissenschaftlern ermöglicht haben, nach Xen zu reisen. Die überlebenden Wissenschaftler erklären, dass Gordon selbst nach Xen teleportieren muss, um dort gegen den Nihilanthen zu kämpfen, der das Dimensionstor offen hält und die Alien-Invasion orchestriert.

Der Nihilanth führt die Invasion an.
Der Nihilanth führt die Invasion an.

Nach dem Sieg über den Nihilanthen trifft Gordon endlich auf den G-Man, der erklärt, dass er Gordons „Arbeit“ beobachtet hat und dass seine „Arbeitgeber“ großes Potential in Gordon sehen. Er bietet ihm einen Job an (und macht deutlich, dass abzulehnen unangenehme Konsequenzen hätte). Gordon nimmt den Job also an, indem er durch ein Portal tritt. Der G-Man gratuliert ihm zu seiner Entscheidung und kündigt an, dass sie sich bald wiedersehen werden.

Erweiterungen: Opposing Force & Blue Shift

Die beiden Erweiterungen zu Half-Life wurden nicht von Valve, sondern von Gearbox entwickelt und nicht bei allen Details von Opposing Force und Blue Shift ist klar, ob sie zum offiziellen Kanon gehören. In beiden geht es um dieselben Ereignisse wie im Hauptspiel, allerdings werden sie aus einer jeweils anderen Perspektive beleuchtet.

In Opposing Force kontrolliert der/die Spieler/in Adrian Shephard, einen der HECU-Soldaten. Er wird von seinen Kameraden getrennt und muss sich zeitweise allein, zeitweise auch zusammen mit einigen Black-Mesa-Wissenschaftlern – also seinen scheinbaren Feinden – gegen die Black Ops, die Xen sowie eine weitere Alien-Rasse, die Rasse X, durchschlagen. Der G-Man verhindert allerdings seine Flucht aus Black Mesa.

Rasse X war eine Erfindung von Gearbox und ist laut Marc Laidlaw nicht Teil des Kanons.
Rasse X war eine Erfindung von Gearbox und ist laut Marc Laidlaw nicht Teil des Kanons.

Shephard erfährt, dass die Black Ops Black Mesa mit einem nuklearen Sprengkörper zerstören wollen und setzt alles daran, die Bombe zu entschärfen – was ihm auch gelingt, doch der G-Man reaktiviert sie. Am Ende explodiert Black Mesa, doch Shephard wird vom G-Man in ein Militärflugzeug teleportiert und später an einem unbekannten Ort festgehalten und unter Überwachung gestellt, sodass er nicht zu Schaden kommen, aber auch niemandem erzählen kann, wovon er in Black Mesa Zeuge wurde.

Der G-Man am Ende von Opposing Force.
Der G-Man am Ende von Opposing Force.

Das von der Kritik etwas gemischter aufgenommene Blue Shift erzählt von Barney Calhoun, einem Black-Mesa-Sicherheitsmann und Freund von Gordon Freeman. Die Erweiterung gibt der Sorte Figur eine Stimme, die sonst nur am Rande einer Geschichte existiert: Barney ist kein Held, er trägt nicht zum Verhindern der Katastrophe bei, er versucht lediglich, zu überleben. Gemeinsam mit dem Wissenschaftler Dr. Rosenberg stellt Barney die Stromzufuhr zu einem Teleporter wieder her, mit dem er, Rosenberg und seine Kollegen aus Black Mesa fliehen können. Mehrmals kann man in Blue Shift Gordon Freeman sehen und Zeuge einiger Szenen aus dem Hauptspiel werden.