2014 wird das beste Spielejahr aller Zeiten! Ziemlich steile These, das. Sie begegnet uns derzeit aber durchaus häufiger mal. Totaler Quatsch? Nun, wenn man sich die Release-Liste des laufenden Jahres einmal genauer ansieht, kann man die überbordende Euphorie einiger Zeitgenossen zumindest ein bisschen nachvollziehen. Immerhin begründet sich diese Festtagsstimmung nicht nur auf dem Start einer neuen Konsolen-Generation und hochkarätigen Next-Gen-Titeln wie „Watch-Dogs“, „The Order: 1886“, „Quantum Break“ „Destiny“, „Titanfall“ oder „The Devision“, auch der boomende Indie-Markt und neue Gaming-Hardware wie Oculus Rift oder die Steam Machines reißen zum spekulativen Übermut hin. Nehmen wir die These also einfach mal ernst und unterziehen sie einem kleinen Reality-Check. Wenn 2014 wirklich das beste Spielejahr aller Zeiten werden soll, dann muss es erst einmal an 1998 vorbei – dem Jahrgang mit den dicksten Eiern der Spielegeschichte.

 

Half-Life 3

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Half-Life 3

 

Um eines gleich mal klar zu stellen: dieser Vergleich macht überhaupt keinen Sinn. Natürlich lassen sich Jahrgänge nicht ohne Weiteres einfach so vergleichen, und natürlich haben sich Spiele und Markt seit 1998 so stark verändert, dass, ach, wem erzähle ich das - ihr wisst schon. Ziehen wir die Sache trotzdem mal durch. Zum Spaß und so. Hier eine unvollständige Liste mit einigen Top-Titel des Jahres in einer willkürlichen Reihenfolge.

Das Spielejahr 2014

  • Watch_Dogs
  • The Order: 1886
  • The Elder Scrolls Online
  • Destiny
  • Quantum Break
  • Titanfall
  • Final Fantasy XV
  • Infamous: Second Son
  • Mad Max
  • Bayonetta 2
  • The Witcher 3
  • Die Sims 4
  • Thief
  • Tom Clancy's The Division
  • Dark Souls 2
  • Mario Kart 8
  • The Crew
  • Tomb Raider 2
  • The Crew
  • Super Smash Brothers
  • Project Spark
  • Metal Gear Solid V: The Phantom Pain
  • Persona 5
  • Murdered: Soul Suspect
  • The Evil Within
  • Castlevania: Lords of Shadow 2
  • Wolfenstein: The New Order
  • Mittelerde: Mordors Schatten
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Valves Steam Machines: Revolution oder Rohrkrepierer?

Und jetzt mal dieses Spielejahr 1998

In puncto Hardware hatte der legendäre Jahrgang 1998 eigentlich nur die Sega Dreamcast zu bieten, und wir wissen ja alle, wie diese Nummer endete. Hier steht 2014 also schon mal ganz klar besser da.

Doch kommen wir zu den Spielen. Zu Beginn des Jahres erschien ein gewisses „Resident Evil 2“, dessen Einfluss bis heute noch zu spüren ist. Weiter ging es mit einer kleinen, aber feinen Genre-Perle namens „Descent: FreeSpace – The Great War“ und diesem komischen „StarCraft“, gefolgt von einem Typen namens „Banjo-Kazooie“, einem Shooter, der auf den merkwürdigen Namen „Unreal“ hörte, dem „Heart of Darkness“ und „Tom Clancy's Rainbow Six“. So weit, so ordentlich. Aber legendär?

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Ein paar Spiele aus dem Jahr 1998

Moment bitte noch, legendär wurde es 1998 nämlich erst im Herbst. Dort erschienen in denkbar dichter Abfolge folgende Spiele: „Metal Gear Solid“, „Fallout 2“, „Half-Life“, kurz durchatmen, „Thief: The Dark Project“, „Baldur's Gate“, „Grim Fandango“ und dann halt noch „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“. Sieben unbestrittene Klassiker von ausgezeichneter Qualität und enormen Einfluss. Sogar das Kleinvieh machte zu dieser Zeit wundervoll duftenden Mist - des Weiteren erschienen „Star Wars: Rogue Squadron“, „Xenogears“, „Commandos: Behind Enemy Lines“, „Suikoden II“, „Mario Party“, „Tomb Raider III: Adventures of Lara Croft“, „Pokemon Red and Blue“ und „Need for Speed III: Hot Pursuit“.

Und jetzt würde ich von euch gerne wissen, ob 2014 das beste Spielejahr aller Zeiten wird?

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