inFamous - First Light Test: Eine Portion inFamous für Unentschlossene

Thomas Goik 3

Wem ein „inFamous: Second Son“ noch zu teuer ist oder wer einfach nicht genug von der PlayStation 4-exklusiven Superhelden-Action haben kann, für den gibt es nun „First Light“. Die Stand-Alone Erweiterung erzählt die Vorgeschichte von Fetch, einem der Hauptcharaktere von „Second Son“. Ich habe mich mit strahlenden Neon-Kräften erneut durch Seattle gekämpft und verrate euch, ob sich diese kleine 15-Euro Portion von inFamous lohnt.

inFamous - First Light Test: Eine Portion inFamous für Unentschlossene

Falls ihr „Second Son“ bereits gespielt haben solltet, dann kennt ihr den ungefähren Rahmen von Fetchs Hintergrundgeschichte. Genau die wird nun zur Hauptattraktion von „First Light“. Fetch befindet sich in Gefangenschaft der D.U.P., also eben jener Spezial-Einheit, die die Straßen Seattles von sogenannten Conduits säubern will, also von Menschen mit Superkräften. Fetch erzählt dort der Oberschurkin aus „Second Son“ ihre Geschichte und wir spielen sie nach.

Infamous First Light Trailer PS4.
Trotz den für Entwickler Sucker Punch typischen Klischées und oft vorhersehbaren Wendungen ist die Story von „First Light“ deutlich packender als die des Hauptspiels. Das liegt vor allem daran, dass Fetch einfach mal eine wesentlich interessantere Person ist als Delsin Rowe, der Held von „Second Son“. Auf rein emotionaler Ebene hat Fetchs Geschichte bei mir deutlich besser funktioniert, sie bleibt aber zu oberflächlich, um wirklich einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

„inFamous: First Light“ zu spielen fühlt sich ein wenig so an, als hätte jemand „Second Son“ in die eine Hand genommen, eine Schere in die andere, anschließend wild drauf los geschnitten und das entstandene Spiel wieder in die PlayStation 4 gepfeffert. Nur einer der beiden Stadtteile ist begehbar, es gibt nur eine Superkraft und wenige Missionstypen. Angesichts des geringen Kaufpreises lassen sich diese Punkte aber verzeihen, das grundlegende Gameplay macht nämlich nach wie vor einen Heidenspaß. Fetch verfügt ausschließlich über Neon-Kräfte, diese wurden im Vergleich zu „Second Son“ nur leicht ausgebaut. So sind etwa überall in der Stadt Wolken aus Neon-Nebel (fragt nicht) verstreut, die einen Geschwindigkeits-Boost geben, wenn man durch sie hindurch sprintet.

Das große Problem von „First Light“ ist, dass sich nichts so richtig neu anfühlt. Die Missionen reichen von Truck-Eskorten zu Sniper-Einsätzen, von Drohnen-Jagden zu simplen Gegnerwellen, die es über mehrere Runden auszuschalten gilt. Mehrere Male macht das Spiel nämlich einen Sprung in die Gegenwart und damit zum Quartier der D.U.P., dort muss Fetch in einer Arena ein Kampf-Übungen absolvieren und zeigt dabei immer eine ihrer neuen Kräfte. Diese Arenen lassen sich später optional mehrfach bewältigen, um einen möglichst guten Highscore hinzubekommen, ich empfand sie aber als extrem störend im Fluss der Geschichte. Wer „Second Son“ besitzt, darf auch mit Delsin in den Arenen kämpfen.

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Happy Birthday, PlayStation 4: Die besten Sony-exklusiven Spiele der letzten Jahre.

Fazit:

Mit „inFamous: First Light“ in grellem Neon-Pink durch Häuserschluchten zu jagen macht durchaus wieder Spaß. Wer „Second Son“ allerdings bereits besitzt, der kann genauso gut das Hauptspiel wieder einwerfen und mit Delsin ein wenig durch Seattle heizen. „First Light“ richtet sich eher an Unentschlossene, die hier für einen geringen Preis eine kleine Portion „inFamous“ bekommen. Trotz der ganz netten Geschichte rund um Charakter Fetch wirkte „First Light“ auf mich als „Second Son“-Spieler aber reichlich redundant.

Falls ihr mehr über das Hauptspiel erfahren wollt, dann lest doch unseren Test zu inFamous Second Son!

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