Das düstere Indie-Spiel Inside von den Machern des gefeierten Limbo, ist bereits vor einer Weile erschienen. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, stammte der Soundtrack aus einem echten menschlichen Schädel.

 

Inside

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Es gibt viele kreative Köpfe in der Unterhaltungsindustrie, die sich gerne einmal etwas Besonderes einfallen lassen, um ihren Spielen einen besonderen Touch zu verleihen. Einen großen Teil davon bekommst Du als Konsument wahrscheinlich gar nicht mit. Oder hättest du gewusst, das Orson Welles für manche Aufnahmen in Citizen Kane Kameralöcher in den Boden bauen ließ, damit Kamera und Kameramann aus einer tieferen, natürlicheren Perspektive filmen können? Oder, dass die Hintergrundmusik in Family Guy tatsächlich von einem Live-Orchester stammt, speziell für die Folgen der Serie? Klangtechnisch mithalten kann da sicherlich das gefeierte Indie-Spiel Inside. Denn wie jetzt vom Audio-Chef Martin Stig Andersen bekannt gegeben wurde, hatten die Macher einen ganz besonderen Helfer, als sie die Sounds und die Musik für das gefeierte Spiel aufgenommen haben: Einen echten menschlichen Schädel.

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Ja, Du hast richtig gelesen. Ein echter Mensch hat, wahrscheinlich unwissentlich, seinen Schädel zur Verfügung gestellt, damit die Inside-Entwickler von Playdead ein besonderes Klangbild erhalten. Genau genommen wurden die entsprechenden Aufnahmen durch den Schädel hindurch gemacht, wobei die Vibrationen sogar die Zähne aus dem Gebiss rüttelten. Im Schädel und am Unterkiefer wurden Kontaktmikrofone angebracht. Zweck der Übung sei es gewesen, einen Klang zu erzeugen, der klingt, wie es in Deinem Kopf klingen würde. Es war bereits zuvor bekannt, dass Inside Hilfe durch einen Schädel hatte, allerdings hat Andersen jetzt auch Bilder und Audioproben zur Verfügung gestellt und erklärt, wie und warum das Ganze überhaupt so gemacht wurde.

Hier zum Beispiel ein Song von Co-Komponist SØS Gynver Ryberg in seiner Normalform:

Dieses Beispiel zeigt dagegen den gleichen Song, der durch den Schädel wanderte und im Nachhinein noch leicht bearbeitet wurde:

Von wem der Schädel stammte, wurde allerdings nicht enthüllt. Das Ergebnis all dieses Aufwandes könnt ihr in Inside hören. Laut Andersen ist es selbst nach der Nachbearbeitung noch gruselig und kalt, aber irgendwie auch etwas Bekanntes für die Hörer, die schließlich Klänge auch durch ihren Schädel hören. Und Insiode sollte ja ohnehin verrückter werden, als Limbo.

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 Quelle: Gamasutra

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Marco Schabel
Marco Schabel, GIGA-Experte.

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