Jump Force in der Vorschau: Vielversprechendes Konzept, ausbaufähige Umsetzung – Jetzt mit Video

Lisa Fleischer

Son Goku aus Dragon Ball trifft auf Naruto, Ruffy aus One Piece prügelt sich mit Yugi aus Yu-Gi-Oh: Das ist das Konzept von Jump Force. Wir haben den Mash-Up-Prügler während der Closed Beta einige Stunden ausprobiert.

Was dich in Jump Force erwartet, welche Funktionen das Gameplay bietet und welchen ersten Eindruck gamescom-Besucher vom Spiel haben, erfährst du in unserem Vorschau-Video:

Jump Force – Das erwartet dich in dem Anime-Prügler.

Schon zur Ankündigung von Jump Force war das Interesse an dem Anime-Prügler groß. In kaum einem anderen Spiel treffen so viele bekannte Charaktere aus Animes aufeinander – in Jump Force übernimmst du die Kontrolle über zahlreiche Helden und Anti-Helden aus dem Shonen Jump-Universum. Hinzukommt, dass die ersten Trailer für ein Beat-‚em-Up erstaunlich ästhetisch waren, die Helden sind in 3D animiert, ohne etwas ihres Manga-Charmes einzubüßen. Kecke, zu den Charakteren passende, Punch-Lines runden das Konzept ab.

Obwohl kaum etwas über das Gameplay bekannt war, freuten sich deshalb zahlreiche Anime-Fans auf das Spiel – darunter auch ich. Schließlich gehört Beat-‚em-Up zu meinen Lieblingsgenre – an sich müsste also Jump Force das perfekte Spiel für mich sein.

Die Closed Beta – eine abgespeckte Version?

Ob dem so sein wird oder nicht, kann ich trotz Closed Beta bislang noch gar nicht absehen. Schließlich konnte ich nur ein paar Matches gegen die KI und andere Beta-Tester spielen. Missionen, Clans, Belohnungen und weitere Funktionen von Jump Force waren zwar bereits implementiert, allerdings nicht anwählbar. Und einen Story-Modus habe ich erst gar nicht gefunden. Ich hoffe, dass dieser geplant ist und nicht gänzlich fehlen wird. Schließlich bin ich schon gespannt, wie Entwickler Spike Chunsoft das Zusammentreffen der verschiedenartigen Charaktere erklären wird.

Zumindest war aber der Spieler-Hub begehbar, dieser ist schön anzusehen, auch wenn er (noch) nicht viel bietet. Ich konnte mich zwar in der Gegend umschauen, Interaktionen waren aber lediglich mit einigen NPCs, die mir wild Phrasen an den Kopf warfen und mit der Match-Suche möglich. Und auch zahlreiche Charaktere, die bereits angekündigt wurden, waren in der Closed Beta noch nicht spielbar.

Zu wünschen ließ auch die Zeit übrig, zu der ich spielen durfte. Die Closed Beta war nämlich nur vier Mal zwei Stunden geöffnet, anschließend wurden die Server eine ganze Zeit lang gewartet. Damit jeder wenigstens an einem Slot teilnehmen konnte, egal auf welchem Fleckchen Erde er wohnt, gab es hierzulande tatsächlich nur einen angenehmen Zeitslot (Samstag von 19 bis 21 Uhr).

Um an den anderen Slots teilnehmen zu können, musste ich Freitag während der Arbeit spielen (zum Glück ist das in meinem Beruf möglich) und am Wochenende gleich zwei Mal um 6 Uhr aufstehen (was tut man nicht alles für Jump Force?). Zumindest waren die Server dafür zu jeder Zeit stabil und es gab nur selten Zeitverzögerungen – keine Selbstverständlichkeit in dem Genre und eine wahre Wohltat!

In Jump Force nichts Neues

Kommen wir aber zum Gameplay: Jump Force ist vom Prinzip her sehr simpel. Und da wären wir auch schon bei meinem größten Kritikpunkt. Denn obwohl sich angesichts der verschiedenartigen Kämpfer auch verschiedene Kampfstile und Kombos anbieten würde, spielt sich letzten Endes ein Charakter wie der andere. Dadurch kommt zu keinem Zeitpunkt das Gefühl auf, ich würde wirklich Goku steuern oder tatsächlich mit Narutos Jutsus Gegner verprügeln – alle Kämpfer fühlen sich gleich an, jede Taste löst bei jedem Spieler dasselbe aus, wenn auch in leicht abgewandelten Animationen.

Am größten ist der Unterschied zwischen den Charakteren noch, löst du Spezial-Attacken aus. Dann benutzt Ruffy die Fähigkeiten, die er dank Gum-Gum-Frucht hat und Gon aus Hunter x Hunter kann sich transformieren. Diese speziellen Attacken werden aber auch immer mit denselben simplen Tastenkombinationen ausgelöst, auch hier besteht also kein merklicher Unterschied zwischen den einzelnen Charakteren.

Die Kämpfe sind immer drei gegen drei, deine Kämpfer teilen sich dabei eine Gesundheitsanzeige. Ein Wechsel der Figur hat also faktisch keine Auswirkung. Dafür sind Assistenz-Kombos möglich, diese sind jedoch teilweise so stark, dass du kaum mehr eine Chance auf den Sieg hast, löst dein Gegner eine aus. Wenigstens hast du die Möglichkeit, sie zu blocken, allerdings hängt hierbei alles vom richtigen Timing und deinem Glück ab: Blockst du genau in dem Moment, in dem eine Kombo ausgelöst wird, verhinderst du viel Schaden, bist du gerade jedoch selbst mitten im Angriff, hast du keine Chance mehr, den Angriff abzuwehren, es gibt momentan keine Kombo-Breaker.

Viel Luft nach oben

Das Kampf-System an sich sollten die Entwickler bis zum Release noch ein bisschen verfeinern. Toll wäre, gäbe es irgendeine Möglichkeit, Kombos zu durchbrechen – gerne mit einer komplexen Tasten-Kombination. Gestört hat zudem, dass Gegner nicht in den Fokus genommen werden können – hast du Pech, erwischst du im Online-Kampf einen Mitspieler, der die ganze Zeit um dich herumrennt und das Match so unnötig in die Länge zieht. Und an sich wäre auch nett, gäbe es einige Kombo-Möglichkeiten abseits des immer wieder auf die gleichen Tasten hämmern.

Trotz der ganzen Kritik haben mir die Matches in Jump Force aber durchaus Spaß gemacht. Außerdem bin ich mir sicher, dass Jump Force wesentlich taktischer und weniger auf Zufall basieren wird, ist erst einmal der Story-Modus spielbar (sofern er denn kommt). Dann kann nämlich jeder das Gameplay von der Pike auf lernen und dadurch seine eigenen Taktiken verinnerlichen, die den Online-Kampf sicherlich interessanter machen.

Diese Charaktere und Kämpfer wurden bislang schon für Jump Force bestätigt.

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Jump Force: Charaktere und Kämpferliste.

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Insgesamt sehe ich dem Release also immer noch gespannt entgegen – auch wenn ich jetzt schon weiß, dass ich nicht viel Zeit im Online-Modus verlieren, sondern mich wohl eher auf den Story-Modus und Matches auf der heimischen Couch fokussieren werde. Jump Force hat noch keinen genauen Release-Termin, soll aber schon im Februar 2019 für den PC, die PlayStation 4 und Xbox One erscheinen.

Hast du auch an der Closed Beta von Jump Force teilgenommen? Wie hat dir das Gameplay gefallen? Welche Änderungen wünscht du dir bis zum Release von Jump Force? Schreibe uns deine Meinung in die Kommentare.

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