Whore of the Orient: Team Bondi unter Rassismus-Verdacht

Annika Schumann

Team Bondi muss sich momentan mit schweren Rassismusvorwürfen herumschlagen. In der Kritik steht allerdings nicht das Wort „Whore“ im Titel ihres neuen Spiels.

Whore of the Orient: Team Bondi unter Rassismus-Verdacht

Den L.A. Noire-Entwicklern wird vorgeworfen, dass sie mit dem gewählten Titel für ihr nächstes Videospiel „Whore of the Orient“ die chinesische Geschichte und Kultur beschmutzen. Ein Vertreter der australisch-chinesischen Gemeinschaft, Jieh-Yung Lo, ist der Meinung, dass es unmöglich sei, das Wort „Orient“ in einem Titel vorkommen zu lassen.
Das O-Wort bedeute für ihn und seine Landsleute in etwa das gleiche wie das N-Wort für Afroamerikaner. Es stehe für ein rassistisch-kolonialistisches Konzept aus dem 19. Jahrhundert und verletze besonders ältere Menschen, so Lo.

Für ihn stellt der Titel eine regelrechte Verletzung dar und so droht Lo dem Team sogar, sie bei der australischen Menschenrechtskommission zu melden.
Außerdem sei es problematisch, so Lo, dass die australische Regierung 200.000 US-Dollar in das Projekt investiert hat und es unterstützt.

Um seine Aussagen zu verdeutlichen, weist Lo darauf hin, dass im US-Bundesstaat New York im Jahre 2009 das Wort „Orient“ aus allen öffentlichen Dokumenten gestrichen worden sei. Er fände es am besten, wenn sich Team Bondi dazu entscheiden würde, den Titel zu ändern.

„Whore oft he Orient“ wird voraussichtlich 2015 für Next-Gen-Konsolen und PC erscheinen.
Quelle: CVG

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