Ich scheiß' mich an: Layers of Fear ist Mindfuck auf höchstem Niveau!

Dominic Stetschnig 17

Die meisten Magazine würden euch empfehlen, für den gepflegten Grusel zwischendurch Until Dawn, Amnesia: The Dark Descent oder Resident Evil zu spielen. Drei Top-Games, keine Frage! Wir legen euch mit Layers of Fear lieber einen ungewöhnlichen Titel ans Herz, der eure Grusel-Hemmschwelle hart herausfordern wird. Ich für meinen Teil hätte mir besser mal ne Packung Pampers kaufen sollen.

Ich scheiß' mich an: Layers of Fear ist Mindfuck auf höchstem Niveau!
Layers of Fear.

P.T. ist die Abkürzung für ‚Picasso Terror‘

Das ist doch mal ein gern gesehenes Setting: Ein altes Herrenhaus in einer regnerischen Nacht, voll mit Gemälden und Maler-Accessoires. In Layers of Fear übernehmt ihr nämlich die Rolle eines dem Wahnsinn verfallenen, mental instabilen Malers, der das Werk seines Lebens erschaffen möchte und dabei über Leichen geht. Selbst bei seiner Familie macht er nicht Halt: Je tiefer ihr in das Innere des Hauses eindringt, desto schleichender entfaltet sich der mörderische Wahnsinn, der sich in eurem Kopf zusammengebraut hat.

Aber genug von der Story. Ich überlege gerade eher, wie ich euch auf der einen Seite diese unglaubliche Schönheit des Spiels und die Liebe zum Detail beschreiben kann, während ich im gleichen Atemzug klar mache, wie krass abgefuckt euch das Game vor Angst fertig machen wird. Na gut, gehen wir’s an.

 …but is it art?

Ihr müsst keine Kunsthistoriker sein, um sowohl Layers of Fear als Kunst, als auch die Kunst in Layers of Fear wertschätzen zu können. Dieses Spiel ist in seiner Early-Access- bzw. Preview-Phase schon so durchdacht, dass man sich das finale Endergebnis kaum auszumalen traut. Wäre Layers of Fear ein Film, würde ich ihn für die hervorragende Ausstattung loben. Aber dem Horror sei Dank ist Layers of Fear ein Spiel, bei dem ihr euch nicht sicher sein könnt, ob ihr diejenigen seid, die es spielen, oder diejenigen, mit denen gespielt wird.

Ihr habt auch Schiss? Sagt es Dominic auf Twitter! *

Der mentale Zusammenbruch des Hauptcharakters spiegelt sich nämlich auf hervorragende Art und Weise im Gameplay wieder. Eine Wand ist nicht unbedingt eine Wand, Bilder sind wandelbar, das Haus um euch herum verändert sich. Keine Tür, die ihr durchschreitet, führt dorthin zurück wo ihr hergekommen seid. Jeden Schritt, den ihr geht, jede Bewegung, die ihr mit der Maus vollführt, kann euch plötzlich der nächsten Wendung (und vor allem dem nächsten Schrecken) aussetzen.

Da bleibt euch manchmal gar keine Zeit, die zahlreichen Kunstwerke von Rembrandt, Füssli und Co. zu bewundern – obwohl es sich lohnen würde!

Layers of Fear

Ihr werdet Angst haben. Versprochen.

Ich habe mich bei Slender: The Eight Pages öfter mal erschreckt. Und bei Amnesia: The Dark Descent ordentlich gegruselt. Wenn in der dritten Auflage von Resident Evil der Hund durchs Fenster springt, zucke ich trotzdem noch zusammen. Und wenn ich an ein rauschendes Radio bei Silent Hill, die kleine Alma am Ende der Leiter bei F.E.A.R. oder Lisa am Ende des Ganges bei P.T. denke, wünsche ich mir, ich hätte Windeln um.

Aber all das verkommt zum Nachmittagsprogramm, wenn ich an meine Spielerfahrung bei Layers of Fear denke.

HolyguacamoleHimmelArschundZwirnScheißdieWandanWhattheFuck – ihr ahnt nicht, was euch hier erwartet!

Noch gruseliger als dieses Spiel: Dominic bei Instagram! *

Ja, es handelt sich vereinzelt um Jump-Scares. Will ich gar nicht leugnen. Aber bevor jetzt alle Jump-Scare-Gegner mit einem lauten Geräusch hinter ihren Büschen hervorspringen und mir einen Vortrag darüber halten, wie billig doch Jump-Scares sind: Beruhigt euch. Jump-Scares sind vollkommen in Ordnung. Und zwar dann, wenn sie clever eingesetzt sind, die Spannung bis dahin gut aufgebaut wird und mit den Erwartungen oder eben den Nicht-Erwartungen des Spielers gespielt wird.

Und glaubt mir: Bei Layers of Fear schleicht sich das Sound-Design durch eure Ohren, packt euch bei den Eiern und jagt euch einen Schrecken ein, den ihr nicht mehr so leicht vergesst. Dabei zitiert das Spiel seine Vorbilder auf unaufdringliche, aber dennoch unverkennbare Art und Weise. Wer P.T. gespielt hat und noch immer davon verfolgt wird, darf sich auf einige köstliche Hommagen gefasst machen.

Ausnahmsweise schreit sich Schisshäschen PewDiePie zurecht die Seele aus dem Leib.

Ihr wurdet gewarnt…

Sagt nicht, dass euch keiner erzählt hat, wie gut und gleichzeitig grauenvoll dieses Spiel ist. Wer mal wieder richtig Lust auf interaktiven Horror hat, kommt um Layers of Fear nicht herum. Das Spiel ist für Steam, Xbox One und PlayStation 4 erhältlich.

Schulter zum Ausheulen? Schreibt Dominic bei Facebook, was ihr von dem Game haltet! *

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