eSport: In Asien bald olympische Disziplin

Sandro Kipar

Bei den Asian Games 2022 wird eSport zum ersten mal eine anerkannte Disziplin sein. Das Olympische Komitee Asien begründete seine Entscheidung mit der rapiden Entwicklung der Szene. Damit wird es den Teams möglich sein, Medaillen im Wettstreit zu gewinnen.

League of Legends Weltmeisterschaft 2016.

Diese Diskussion gibt es auch hier in Deutschland: Ist eSport nun richtiger Sport? Oder doch nur ein Zeitvertreib? Wieso wird Schach als Sportart anerkannt, League of Legends aber nicht? In Asien wurde am vergangenen Montag ein wichtiger Schritt für die Szene angekündigt. Wie der Guardian berichtet, werden bei den Asian Games 2022 in Hangzhou, China erstmals Disziplinen des eSports eingeführt. Die Asian Games sind von dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als das zweitgrößte Sportereignis nach den Olympischen Spielen anerkannt. Bei den Spielen vor drei Jahren in Südkorea nahmen 10.000 Athleten aus 45 Nationen teil.

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Das asiatische Komitee hat sogar einen Ausblick darauf gegeben, in welchen Spielen um eine Goldmedaille gerungen werden könnte. So sollen Fifa 17, MOBA (League of Legends, Dota 2) und „Real Time Attack“ (vermutlich Starcraft 2 und Counter Strike: Global Offensive) auf dem Plan stehen. Ein erster Probelauf hierfür sollen die Asian Indoor and Martial Arts Games 2017 in Turkmenistan durchführen.

Was das für westliche Unterstützer des eSports bedeutet, ist noch nicht klar. Auch das von der britischen Regierung unterstützte Internationale eGames Komitee hat letztes Jahr beim IOC angefragt, wie eSport ein Teil der Olympischen Spiele werden kann. Eine offizielle Antwort hierauf blieb bisher aus.

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