League of Legends: Spieler holt Pentakill und Baron-Steal - NACH seinem Champion-Tod

Kristin Knillmann 1

Schafft man es, im populären Online-Spiel League of Legends das Jungle-Monster Baron direkt unter den Nasen der Gegner zu klauen, ist das schon etwas Besonderes. Parallel auch noch alle Gegner auszuschalten, ist ein seltenes Ereignis. Dieser Spieler schafft beides - und das, NACHDEM sein Champion bereits gestorben ist.

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Erreicht ein League-of-Legends-Match die 20-Minuten-Marke, erscheint auf der Karte eines der wichtigsten Jungle-Monster im Spiel: Baron. Das Team, das ihn tötet, erhält einen richtig ordentlichen Buff - zum Beispiel mehr Schaden, stärkere und besser pushende Minions und eine kürzere Teleport-Zeit für die Rückkehr zur Basis. Entsprechend beliebt ist das Monster, und entsprechend hart und risikoreich die Kämpfe, die um ihn herum passieren.

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Eine mögliche Strategie kann sein, den Baron (heimlich) zu klauen: Versteckt man sich hinter dem Abgrund, in dem sich Baron befindet, und attackiert das Monster zur rechten Zeit, kann man es möglicherweise für sein eigenes Team beanspruchen. Alternativ kann man - besonders als Jungler mit der Fähigkeit Smite, die Jungle-Monstern starken Schaden zufügt - auch in das Gegner-Team reinlaufen oder -springen und ihnen Baron direkt unter der Nase klauen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Das beweist auch der amerikanische LoL-Spieler Delograd, dem ein ganz besonderer Baron-Steal gelang, bei dem er gleich noch das ganze Gegner-Team erledigte - während sein Champion bereits gestorben war. Das Replay-Video des Kampfs seht ihr oben.

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Wie genau hat Delograd den Baron-Steal geschafft?

Delograd spielt in diesem legendären Moment den Champion Malzahar. Der Magier, der primär in der Mid Lane gespielt wird, verfügt auf Taste E über eine ganz besondere Fähigkeit namens Malefic Visions, die in Spielerkreisen auch gern „Space Aids“ genannt wird. Diese Fähigkeit hat die Eigenschaft, sich auf einen weiteren Spieler, ein Minion oder ein Jungle-Monster zu setzen, sollte sie die Figur getötet haben, auf die Malzahar die Fähigkeit zuvor gesetzt hatte – eine Kettenreaktion sozusagen. Die ist besonders tödlich, wenn Malzahar bereits die entsprechenden Items gebaut hat, mit denen er den Lebensbalken seiner Gegner schnell kleiner werden lässt.

Da sich die Fähigkeit auch „fortpflanzt“ wenn Malzahar dem Kampf gar nicht mehr beiwohnt, ist sie besonders gefährlich: Er kann mit E also einen Gegner mit Malefic Visions infizieren und sich dann aus dem Staub machen, ohne viel Schaden zu nehmen. Sollte er trotzdem sterben, macht auch das nichts aus: Die dunkle Fähigkeit, die visuell kleinen lila-farbenen Bläschen ähnelt, tickert weiter von Gegner zu Gegner.

Genau das passierte auch bei diesem einzigartigen Baron-Steal: Seine Mitspieler pingen Malzahar mehrfach, dass die Gegner Baron machen wollen. Der huscht in den Kampf, indem er dem gegnerischen Support Leona mit einer Kombination aus W und Ulti(mativer Fähigkeit) bereits viel HP abzieht. Anschließend setzt er Malefic Visions auf Heimerdinger und damit ins Gegner-Team ab, während er kurz darauf durch eine Kombination diverser Fähigkeiten - u.a. das Ulti von Leona und dem Ball von Orianna - stirbt.

Malefic Visions interessieren sich dafür aber herzlich wenig und erledigen alle Gegner und den begehrten Baron-Buff Stück für Stück. Malzahar selbst profitiert allerdings nur von dem Kill, der ihm haufenweise Gold verschafft. Den Buff erhält er - weil er zu dem Zeitpunkt noch tot ist - leider nicht. Sein Team wird sich aber sicher gefreut haben.

Wer sich dafür interessiert, kann die Match History des Spiels auf der offiziellen Seite von League of Legends einsehen. Dort ist auch der riesige Sprung im Gold-Vorteil des „blauen Teams“ zu erkennen, der in den Minuten nach dem Spiel folgte.

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