Left Alive: Metal Gear trifft auf riesige Mechs

Lisa Fleischer

Left Alive ist eigentlich die inoffizielle Fortsetzung der Front Mission-Serie. Allerdings ist der ehemalige Metal Gear-Charakterdesigner Yori Shinkawa mit an Bord – und das hat sogar einen leichten Einfluss auf das Gameplay des Spiels.

Wie Left Alive aussieht und worum es geht, zeigt dir der folgende Trailer.

Left Alive: Ankündigungs-Trailer - TGS 2017.

In Left Alive erlebst du die Geschichte von einer traumatisierten Polizistin, eines jungen Soldaten und eines erfahrenen Söldners, die alle drei auf dem Schlachtfeld von Novo Slava, einer fiktiven Stadt im Russland der Zukunft, zurückbleiben. Nun gilt es, sich einen Weg durch die Schlacht zu bahnen. Allerdings sind alle drei Charaktere nicht von übernatürlichen Fähigkeiten gesegnet, ihre Munition ist begrenzt und zu viele Schüsse enden für sie tödlich.

Du wirst dir also nicht mit purer Gewalt einen Weg durch Gegnerhorden bahnen können, sondern musst vorsichtig vorgehen. Außerdem passt sich das Spiel an deinen Spielstil an: Je nachdem, ob du schleichend, schießend oder vielleicht sogar meuchelnd vorgehst, verändern sich wohl die Level.

Besonders Producer Shinji Hashimoto ist großer Fan von Metal Gear und Front Mission. Mit Left Alive möchte er ein Action-Spiel mit strategischen und Stealth-Elementen auf den Markt bringen, der den Charme der beiden Spiele zurückbringt. Deshalb hat er sich auch Metal Gear-Charakterdesigner Yori Shinkawa mit an Bord geholt, der vor allem für die drei Hauptcharaktere des Spiels verantwortlich ist – und das merkt man.

Dialoge mit Konsequenzen

Der Fokus liegt aber nicht nur auf dem Schießen und Schleichen in Third-Person-Perspektive, unterwegs triffst du immer wieder andere Flüchtende, mit denen du interagieren kannst. Aber Vorsicht: Nie kannst du dir komplett sicher sein, dass diese zu deinen Verbündeten werden, oft wollen sie auch gar nicht gerettet werden, sondern alleine agieren, oder sie sind böse und wollen dir schaden.

Als wir auf der gamescom 2018 eine Gameplay-Demo von Left Alive zu sehen bekommen, treffen wir auf einen Vater mit Tochter. Je nachdem, wie wir uns in dem Dialog mit den beiden Charakteren schlagen, können wir entweder beide, einen von beiden oder keinen überzeugen, sich uns anzuschließen. In unserem Fall kommt letzten Endes die Tochter mit uns, der Vater bleibt zurück. Erst einmal erfahren wir nicht, was aus ihm wird. Die Entwickler versprechen uns jedoch, dass solche Entscheidungen immer einen Einfluss auf das Spiel haben, was aus dem Vater wird, erschließt sich uns mit dem weiteren Verlauf des Spiels.

An sich ist die Geschichte von Left Alive zwar vorgefertigt und wird von einzelnen Entscheidungen nicht signifikant beeinflusst, allerdings gibt es wohl verschiedene Enden sowie einige Events, die je nach Entscheidungen anders ablaufen können. Später erfahren wir, dass durch Entscheidungen und vor allem Timing Charaktere auch unmittelbar sterben können, beispielsweise bei Geiselnahmen, die wir deeskalieren sollen.

Und dann wären da noch die Wanzer

Immer wieder im Spielverlauf bietet sich dir die Gelegenheit, gegnerische Mechs, die sogenannten Wanzers, zu übernehmen. Während du als Mensch sehr vorsichtig vorgehen musst und dir zuerst eine Taktik zurecht legen solltest, bevor du zum Angriff übergehst, kannst du im Wanzer weniger Vorsicht walten lassen. Die Abschnitte sollen dir Abwechslung zum sonst sehr anspruchsvollen Gameplay bieten, du bist wesentlich kraftvoller und kannst deshalb deutlich offensiver vorgehen. Außerdem lassen die Wanzer Waffen fallen, die du anschließend selbst ausrüsten kannst.

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Insgesamt wirkt Left Alive momentan noch sehr roh, vor allem der grafische Stil kann in der aktuellen Form nicht mit anderen Spielen mithalten, sondern erinnert mehr an die vorherige Konsolengeneration. Schade ist auch, dass die Entwickler offenbar nicht allzu viel mit den traumatischen Erfahrungen der Charaktere anzufangen wissen. Zumindest in der Gameplay-Demonstration auf der gamescom fällt uns auf, wie selten die Thematik doch wirklich aufgegriffen wird, sie dient mehr als Hintergrund für die einzelnen Charaktere.

Allerdings ist dies nur ein erster Eindruck, inwiefern die Thematik doch noch eine Rolle spielt und wie sich die Charaktere im weiteren Spielverlauf entwickeln werden, erfahren wir erst zum Release. Left Alive soll noch in diesem Jahr für den PC und die PlayStation 4 erscheinen. Wie gefällt dir Left Alive bislang? Wirst du dir das Spiel holen oder bist du noch skeptisch?

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