LEGO Jurassic World: Mein erster Eindruck vom Dino-Spiel

Kristin Knillmann 1

„LEGO-Spiele bieten doch längst nichts Neues mehr.“ Eine Meinung, die sich nun schon seit ein paar Jahren durch die Spielerschaft zieht. Und trotzdem warten sie alle lechzend auf das neue LEGO-Spiel, das Jurassic Park und den kommenden Blockbuster Jurassic World zitiert. Und das mit gutem Grund.

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Ähnlich wie viele Spieler da draußen bin auch ich mit der Zeit der LEGO-Formel überdrüssig geworden. Spaß gemacht haben die kleinen Klötzchen-Abenteuer zwar immer, letztlich waren sie aber stets zu sehr vom Rahmen ihrer Vorlage abhängig.

Ein Grund, warum beim kommenden LEGO-Titel nun doch wieder so viele Spieler aufgeregt mit den Beinen wackeln: Ein großer Teil der aktuellen Generation Videospiel-Fans ist mit den angsteinflößenden Momenten in Jurassic Park aufgewachsen. Und der ganze Rest? Der will das Ding einfach nur spielen, weil Dinosaurier drin vorkommen.

Zwei Argumente, die eigentlich schon zu Genüge für LEGO Jurassic World sprechen. Und dann wären da noch zwei weitere Argumente, die ich beim exklusiven Preview-Event von Warner Bros. in London kurz unter die Lupe nehmen durfte.

LEGO Jurassic World Trailer.

Ein zitierwürdiges Fest für Film-Fans!

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LEGO Jurassic World ist noch näher an seiner Vorlage als die vorherigen LEGO-Spiele und das hat auch einen guten Grund: Um das Gefühl vom Original zu wahren, hat Traveller’s Tales beim neusten LEGO-Titel einige Film-Zitate eingebaut. Das fällt beim Spielen sofort auf: Die Mischung aus den alten Soundfiles und den eigens neu eingesprochen und an das Gameplay angepassten Dialogen klingt anders als das, was wir bisher von den Titeln der Reihe gewöhnt sind. Was auch prima funktioniert, denn beim Spielen der vier zur Verfügung gestellten Sequenzen kommt bei mir echtes Film-Feeling auf.

Ein wenig skeptisch bin ich allerdings noch, was den typischen LEGO-Humor angeht: Während der Spielberg-Film besonders über Jeff Goldblums schrägen Charakter das eine oder andere Augenzwinkern transportierte (was übrigens auch im Spiel gut dargestellt wird), brechen die Slapstick-Einlagen mit den charakteristischen, altbackenen Dialogen recht hart. Beides funktioniert für sich gesehen hervorragend. Ob die Mischung auf die komplette Spielzeit gezogen nicht etwas seltsam wirken könnte, kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen.

Auch auf meine spezifische Nachfrage zur Balance und einem möglichen Auftritt von Chris Pratt (Jurassic World) wollte - und durfte - man sich bisweilen noch nicht äußern. Man versprach aber, dass es vor allem in Bezug auf „Film 4“ einige schöne Überraschungen geben werde.

Ein kleiner Happen zum ersten Film schon vorab: Erinnert ihr euch noch an die weinerliche Lex aus Jurassic Park? Traveller’s Tales hat ihr im Spiel die schöne Fähigkeit verpasst, mit ihren Schreien Glas zerbrechen zu lassen. Eine niedliche Anspielung, die Fans des Films durchaus ein Lächeln aufs Gesicht zaubern wird.

Eine sauriertastische Party für Dino-Fans!

Wenn ich euch schon einen ganzen Abschnitt warten lasse, liebe Freunde der Kreidezeit, dann belohne ich eure Geduld natürlich auch mit einer tollen Nachricht: In LEGO Jurassic World werdet ihr nicht nur auf Dinos treffen, ihr könnt sie auch selbst steuern. Bis zu 20 unterschiedliche Arten stehen euch dafür bereit, und alle haben ihre ganz eigenen Fähigkeiten: Der Triceratops kann über die Karte dashen und mit seinem großen Kopf sämtliche Gegenstände zu LEGO-Klötzchen verarbeiten - ein total befriedigendes Gefühl. Die Raptoren hingegen können besonders hoch springen, ein weiterer Dino spuckt Gift. Damit löst ihr - wie für LEGO-Spiele üblich - diverse Puzzles im Verlaufe der Geschichte.

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Hin und wieder tauchen die Dinos aber auch in Bonus-Levels auf: Nachdem ihr während einer Verfolgungsjagd noch von einem T-Rex verfolgt wurdet, dürft ihr anschließend selbst als Dino Jagd auf die Charaktere machen. Und warum der T-Rex so heiß auf Menschenfleisch ist und die anderen Dinosaurier viel friedlicher, das lernt ihr ganz nebenbei im Stile eines „Was ist was?“-Buches von Mr. DNA, der euren Kindern (Ach, was machen wir uns vor: Wir Erwachsene sind mindestens genau so große Dino-Fans!) im Ladebildschirm alles Wissenswerte zu den ausgestorbenen Tieren verrät.

Wie es immer so schön ist, kommt das Beste zum Schluss: Passend zum Film-Thema der genetischen Modifikation wird es in LEGO Jurassic World einen Dino-Editor geben. Damit könnt ihr eure ganz eigenen Dino-Kreationen züchten: Füße vom T-Rex, Kopf vom Triceratops, Haut in kunterbunte Farben einfärben, Texturen ändern und ihnen bestenfalls ALLE Fähigkeiten verpassen, die es im Spiel gibt. Diese Eigenkreationen könnt ihr in einem speziellen Teil der Insel rumlaufen lassen und beobachten, wie sie sich zueinander verhalten. Sollte euch langweilig werden, könnt ihr eure Dino-Rassen auch gegeneinander im Kampf antreten lassen - leider wohl nur im lokalen Mehrspieler-Modus oder gegen computergesteuerte Gegner.

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Und jetzt reisen wir alle in der Zeit zurück und erzählen unserem jüngeren Ich, dass wir irgendwann SUPERMEGA-Dinos im LEGO-Look gegeneinander in den Kampf ziehen lassen können. Ich sag’s euch, Leute. Mit LEGO Jurassic World werden unsere Kindheitsträume endlich wahr!

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