Nach Titeln wie „Lego Star Wars“ oder „Lego Harry Potter“ wagt das dänische Unternehmen nun mit Lego Universe den Sprung in die Welt der MMOs. Lego begeistert schon seit der Einführung des Legosteins Jung wie Alt. Ganze Generationen von Kindern haben mit Legosteinen ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und ganze Gebäude oder Landschaften kreiert.

 

Lego Universe

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Lego Universe

Mit „Lego Universe“ soll es nun auch online möglich sein, seine eigene Welt zu erschaffen. Und dabei sind der Kreativität nicht mal in Form fehlender Legosteine Grenzen gesetzt, denn fehlt ein Stein, so farmt man einfach weiter, bis man ihn gefunden hat.

Worum geht es? In „Lego Universe“ ist die Quelle aller Kreativität vertrocknet. Die machtgierigen Gedanken eines wirren Geistes ließen einen dunklen Wirbelsturm entstehen, der nun den gesamten Kosmos zu vernichten droht. Für das Universum steht es also fünf vor zwölf. Jetzt sind kreative Lego-Fans gefragt, die ihre eigene Kreativität entdecken, um selbige zu bewahren. Noch schnell einen eigenen Charakter erstellt, eingekleidet und benannt – schon wird man in die Spielwelt geschmissen. In einem Startgebiet lernen wir, wie man läuft und springt, mit anderen kommuniziert und wie man baut. Gerade letzteres macht einen Großteil des Spiels aus – mal sind es nur Schnellbauten, die per einfachen Tastendruck entstehen, ein anderes Mal müssen verschiedene Module zusammengesetzt werden, und last but not least hat jeder Spieler ein eigenes Grundstück. Dort darf man völlig frei bauen, vorausgesetzt, man hat auch zuvor in Kämpfen bzw. Quests die erforderlichen Steine gesammelt. Nach einigen Kämpfen und Quests muss man sich ähnlich wie in anderen MMOs für eine von vier Fraktionen entscheiden. Je nach Fraktion erhält man ein anderes Outfit, das man später aber noch individueller gestalten kann. In den Fraktionen selbst kann man sich später noch für eine von jeweils zwei Klassen entscheiden.

Wie sieht es aus? Zwar kann sich „Lego Universe“ grafisch nicht mit aktuellen Titeln messen, aber das muss es auch gar nicht. Die Grafik ist gelungen und für Lego-Verhältnisse sehr detailreich. Wie in anderen Lego-Spielen üblich, gibt es auch in „Lego Universe“ keine Sprachausgabe. Die fehlt allerdings auch nicht, denn die Mimik und Gestik der einzelnen NPCs bedarf keiner Sprache, um zu gefallen.

Was uns gefällt Weil sich das Spiel vor allem an Kinder richtet, hat man großen Wert darauf gelegt, es so einsteigerfreundlich wie möglich zu gestalten. Dies hat gerade bei der Steuerung gut geklappt, die Kämpfe lassen sich allein mit der linken Maustaste meistern. Kleine Entwarnung für alle Eltern: In „Lego Universe“ wird gekämpft – allerdings fließt keinerlei Blut und ist ein Gegner besiegt, so wird dieser lediglich in seine Einzelteile zerlegt. Auch der Chat wird von anzüglichen Bemerkungen frei gehalten. So sind nur bestimmte Wörter erlaubt, andere verboten, sodass man das Kind auch mal eine halbe Stunde allein spielen lassen darf.

Was uns nervt So sicher der Chat auch sein mag, so nervig ist er auch. Bei der Menge an verbotenen Wörtern ist an eine normale Unterhaltung nicht zu denken. Und so einsteigerfreundlich „Lego Universe“ anfangs noch sein mag, so schwierig wird es letztlich auch. Die Kämpfe lassen sich später nur mit einer gehörigen Portion Glück bestreiten. Level-Ups gibt es nämlich nicht, die Stärke des Protagonisten definiert sich also allein dadurch, was er gerade in der Hand hält. Trotz der teils frustrierenden Kämpfe hat man das Spiel innerhalb weniger Tage „durchgespielt“, also alle Quests erledigt, die es zu erledigen gibt. Danach kann man zwar noch sein Grundstück weiter ausbauen, für eine monatliche Gebühr von rund 10 € kann man aber durchaus mehr erwarten.

 

Fazit Die Zielgruppe der 8 – 12-Jährigen wird ihren Spaß daran haben, für waschechte MMOler ist der Titel jedoch nicht zu empfehlen.

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