Nach den schrecklichen Ereignissen rund um eine Schießerei bei einem eSport-Turnier von Madden NFL suchen einige Leute die Schuld mal wieder bei den Videospielen.

 

Madden NFL 19

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Madden NFL 19 - Offizieller Reveal-Trailer

Kurzer Rückblick: Vor kurzem wurde ein Madden-Turnier von der schrecklichen Tat eines 24 Jahre alten Amokläufers überschattet. Nach einer verlorenen Partie stand er mehreren Zeugenaussagen zufolge plötzlich auf und schoss um sich. Bei diesem tragischen Vorfall gab es elf Verletzte sowie drei Tote – inklusive dem Schützen.

Doch anstatt die vergleichsweise laschen Waffengesetze sowie der damit verbundenen einfache Zugang zu Schusswaffen in den USA zu überdenken, müssen mal wieder die Videospiele als Sündenbock herhalten. In diesem Fall kommt es jedoch eher einem recht unbeholfen wirkenden Ablenkungsmanöver gleich, das den Fokus von der eigentlichen Problematik abwenden soll.

In einem Interview mit FOX News rief die Generalstaatanwältin Pam Bondi die Eltern in den USA dazu auf, die Standort-Service von den Videospielen ihrer Kinder zu überprüfen. Mit deren Hilfe sei es nämlich Kriminellen oder anderen Übeltätern möglich, den aktuellen Standort und somit das Zuhause der Kinder ausfindig zu machen. Damit seien sie quasi ständig im Fadenkreuz von potenziellen Angreifern.

Da mag im Kern sicherlich etwas dran sein, doch hat diese Aussage keinerlei Zusammenhang mit der Schießerei beim Madden-Turnier, auf die Bondi in dem Interview ursprünglich angesprochen wurde. Immerhin war der Täter bei dem Turnier vor Ort und hatte zuvor niemand ausfindig machen müssen. Es bleibt daher die Frage, was die Anwältin mit ihrer Aussage bezwecken wollte.