Magic The Gathering: YouTuber auf Lebenszeit gebannt

Alexander Gehlsdorf

Jahrelang terrorisierte und belästigte ein YouTuber bekannte Mitglieder der Magic-Community und muss dafür nun die Konsequenzen tragen.

In einem aktuellen Video wirbt Magic: The Gathering dafür, dass das Kartenspiel ein Ort für jedermann ist:

Magic The Gathering - Inclusion.

Die vergangen Wochen waren eine aufrührende Zeit in der Community des Sammelkartenspiels Magic: The Gathering. Christine Sprankle, eine der populärsten Magic-Cosplayerinnen der letzten Jahre, gab auf Twitter bekannt, dass sie dem Spiel den Rücken kehren werde. Grund dafür sei jahrelange Belästigung des YouTubers Jeremy Hambly, der unter den Namen MtGHeadquarters, UnsleevedMedia und The Quartering Hass-Videos gegen diverse Mitglieder der Magic-Community produzierte und damit mehr als 100.000 Abonnenten gewinnen konnte.

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Daraufhin meldeten sich unzählige prominente Magic-Spieler zu Wort, die entweder ebenfalls vom Hamblys Angriffen betroffen sind oder ihre Sympathien für die Cosplayerin äußerten. Darunter „Wedge“ von The Mana Source oder der „Professor“ von Tolarian Community College, dem größten Magic-YouTube-Channel. Auch er wurde jahrelang von Hambly attackiert, erhielt zahleiche Morddrohungen von dessen Zuschauern und fasste seine Erfahrungen in einem Video zusammen.

Mehrere Tage wurde das Thema intensiv auf Twitter diskutiert, bis schließlich auch der offizielle Account von Magic: The Gathering Stellung bezog und sich entschieden gegen Belästigung und Cyber-Bullying positionierte. Das Unternehmen gab bekannt, sich intensiver mit den Problemen auseinanderzusetzen und an einer Lösung zu arbeiten.

Diese Lösung bestand zunächst daraus, die bekannt gewordenen Fälle genauer zu untersuchen und in diesem Zusammenhang den eigenen Verhaltenskodex zu überarbeiten. Gestern schließlich der Paukenschlag: Jeremy Hambly wurde aufgrund der Verletzung des Verhaltskodex auf Lebenszeit von Magic-Events ausgeschlossen. Das verbietet ihm zwar nicht das Produzieren weiterer Videos, versperrt ihm aber den Zutritt zu jeglichen Magic-Events wie Pre-Releases, Grand Prixs, dem Magic Open House oder der Pro Tour.

Weiterhin wurde sein Account des digitalen Ablegers Magic The Gathering Online gesperrt. Noch hat sich Christine Sprankle nicht geäußert, ob sie angesichts der jüngsten Entwicklungen bereit ist, weiterhin an ihren beliebten Cosplays zu arbeiten. Erst im Mai erschien im Rahmen der Pro Tour Amonkhet eine kurze Dokumentation der Reihe Enter the Battlefield über Sprankles Arbeit und ihre Bedeutung für die Community von Magic: The Gathering.

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