Magic the Gathering Arena: Fazit zur offenen Beta

Alexander Gehlsdorf

Mit Arena präsentiere Magic: The Gathering in diesem Jahr endlich einen würdigen Konkurrenten zu Hearthstone und anderen digitalen Kartenspielen. Wir fassen zusammen, was bis zur Veröffentlichung der Vollversion noch alles passieren muss.

Update: Dieser Artikel erschien ursprünglich im Mai 2018 und behandelte den damaligen Zustand der geschlossenen Beta. Inzwischen ist Magic the Gathering: Arena für alle Interessenten kostenlos spielbar. Unser aktuelles Fazit zum Zustand der offenen Beta findest du weiter unten.

Zwar ist Magic the Gathering: Arena noch in der Beta-Phase und noch lange nicht fertig, dennoch können Beta-Teilnehmer seit der vergangenen Woche bereits echtes Geld in dem Free-to-Play-Spiel ausgeben. Grund genug also, sich den aktuellen Zustand des digitalen Kartenspiels einmal genau anzusehen.

Das Beste aus zwei Welten

Das Wichtigste vorweg: In Sachen Gameplay ist MTG Arena ohne Frage die bislang beste digitale Umsetzung des Sammelkartenspiels. Magic the Gathering Online ist aus Regel-technischer Sicht zwar Magic in Reinform, hat sich jedoch seit seinem Launch im Jahr 2002 technisch und optisch nur marginal weiterentwickelt. Magic Duels sowie die vorhergehenden Duels of the Planeswalkers Spiele setzen dem gegenüber zwar auf ein zeitgemäßeres Grafikgerüst, ließen jedoch die tatsächliche Spieltiefe der Papiervorlage vermissen.

Magic: The Gathering Arena | Dürfen wir Vorstellen.

MTG Arena kann endlich beide Aspekte verbinden und das komplexe Regelsystem zugänglich und vor allem schnell darstellen. Schließlich ist es in Magic jederzeit möglich, auf die Aktionen des Gegners zu reagieren, weshalb innerhalb eines Zuges permanent die Priorität zwischen beiden Spielern hin und her gegeben wird — anders als etwa in Hearthstone, wo ein Spieler während des gegnerischen Zuges nicht eingreifen kann.

Während in Magic Online die Vergabe der Priorität permanent durch manuelle Klicks bestätigt werden muss, auch wenn gar keine legalen Spielzüge möglich sind, entschlackt MTG Arena das System auf intelligente Art und Weise und überspringt einen Großteil der Stopps automatisch. Das macht das Spiel deutlich flüssiger, besonders ambitionierte Spieler haben aber dennoch die Möglichkeit, jederzeit in den Full-Control-Mode zu wechseln und jeden Schritt von Hand zu managen — was in besonders komplexen Matches durchaus über Sieg und Niederlage entscheiden kann.

Auch die Präsentation ist endlich im aktuellen Jahrzehnt angekommen und bedient sich so großzügig an der Optik von Hearthstone, wie sich Hearthstone zuvor am Spielprinzip von Magic bedient hat. Das Interface ist übersichtlich, die Animationen flüssig und besonders mächtige Karten kommen mit eigenen Spezialeffekten daher. Zudem wurden diese Animationen im Laufe der vergangenen Updates stets verfeinert und optimiert, sodass sie nur noch in absoluten Ausnahmefällen den Spielfluss stören.

Technisch und Spielmechanisch ist aus MTG Arena also genau das Programm geworden, dass ich bereits vor einem Jahr erhofft und prophezeit hatte. Trotz dieser perfekten Grundvoraussetzung hat MTG Arena aber dennoch einen weiten Weg vor sich.

Die Spitze des Spielmodi-Eisbergs

Aktuell stehen in MTG Arena regulär zwei permanente und zwei temporäre Spielmodi zur Verfügung. Ranked Constructed entspricht einem schnellen Best-of-One-Spiel, mit dem du im Rang aufsteigen kannst. Allerdings haben die Ränge bisher keinerlei Funktion und wirken sich auch nur teilweise auf das Matchmaking aus. Anders als etwa bei Hearthstone garantiert ein hoher Rang bislang also keine lukrativen Preise am Ende einer (ebenfalls noch nicht implementieren) Saison.

Daneben gibt es Quick Constructed, ein kostenpflichtiges Event inklusive Preispool. Für 500 Gold oder 95 Edelsteine (dazu später mehr) trittst du dem Event bei und versuchst insgesamt sieben Siege zu kassieren. Sobald dir das gelungen ist oder du drei Spiele verloren hast, ist das Event vorbei und du erhältst je nach Performance Gold und Karten. Vier Siege etwa entsprechen 500 Gold und drei zusätzlichen Karten, ambitionierte Spieler können die Teilnehmergebühr also durchaus stets neu verdienen, wodurch Quick Constructed aktuell der lohnenswerteste Modus für erfahrene Spieler ist, die bereits ein kompetitives Deck besitzen.

Dem gegenüber wird jedes Wochenende ein Quick Draft angeboten, an dem du für 5000 Gold beziehungsweise 750 Edelsteinen teilnehmen kannst. Ein Draft setzt kein vorkonstruiertes Deck voraus, stattdessen wählen alle Spieler ihre Karten nacheinander aus frisch geöffneten Boostern aus. Zu gewinnen gibt es Edelsteine und Boosterpakete, erneut ist nach sieben Siegen oder drei Niederlagen Schluss. Zudem werden alle ausgewählten Karten deiner Sammlung hinzugefügt.

Aktuell finden nur Drafts ausgesuchter Sets am Wochenende statt, um die Infrastruktur der Server ausreichend zu testen. In Zukunft und mit steigender Spielerzahl sollen diese jedoch auch rund um die Uhr zur Verfügung stehen und wie in der Papiervorlage gegen echte Spieler stattfinden — das Draften selbst, also das Auswählen der Karten, wird aktuell noch von einer künstlichen Intelligenz übernommen.

Abschließend werden in unregelmäßigen Abständen Flash Events angeboten; Mini-Turniere, mit denen die Entwickler über einen begrenzen Zeitraum, üblicherweise 24 bis 48 Stunden, neue Spielmodi testen.

Das aktuelle Problem der zur Verfügung stehenden Spielmodi: Erfahrene Spieler mit soliden Decks haben im Quick Constructed Modus zwar eine gute Chance Gold und neue Karten zu farmen, Gelegenheitsspieler mit weniger konsistenten Decks leiden jedoch darunter, dass nur ersten vier Siege pro Tag Goldbelohnungen spendieren. Wer kein vorkonstruiertes Deck besitzt ist logischerweise im Draft am besten aufgehoben, bei den aktuellen Match- und Questbelohnungen, kann sich ein Gelegenheitsspieler, der kein Echtgeld bezahlen will, einen Draft aber nur einmal pro Woche leisten, vorausgesetzt er arbeitet konsequent täglich seine Quests und vier Siege ab.

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Ranked Constructed erlaubt zwar schnelle Spiele gegen unterschiedliche und ausgewogene Decks, die eigene Sammlung lässt sich aufgrund der fehlenden Goldbelohnungen jedoch nicht erweitern. Was MTG Arena daher am meisten braucht, ist ein Event für Gelegenheitsspieler. Etwa ein Modus, in dem nur Karten der niedrigsten Seltenheitsstufe erlaubt sind oder ausschließlich die zehn vorkonstruierten Decks, die jedem Spieler zu Beginn zur Verfügung gestellt werden. Ebenso könnten Challenger Decks angeboten werden, die aktuell dabei helfen, die Einstiegshürde der Papiervorlage drastisch zu senken.

Free-to-Play oder Pay-to-Play?

Wer es hingegen ernst meint und ein Turnier-fähiges Deck bauen will, kann dank der inzwischen verfügbaren Echtgeld-Käufe eine Menge Zeit sparen. Die angebotenen Pakete reichen dabei von 750 Edelsteinen für 4,99 Dollar bis zu 20.000 Edelsteine für 99,99 Dollar. Kartenpakete sind ab 600 Edelsteine für drei Booster bis hin zu 90 Booster für 18.000 Edelsteine erhältlich. Mengenrabatte beim Boosterkauf gibt es nicht.

Umgerechnet kostet ein Kartenpaket also 1 Dollar bis 1,70 Dollar — gegenüber den realen Kartenpaketen, die vier Dollar kosten. Anders als in den echten Kartenpaketen stecken in MTG Arena jedoch nicht 15, sondern nur acht Karten in einem Booster. Darin enthalten sind stets eine seltene (rare) oder sagenhafte seltene (mythic rare) Karte sowie zwei ungewöhnliche (uncommon) und fünf gewöhnliche (common) Karten.

Ein reales Kartenpaket enthält dem gegenüber drei Uncommons, zehn Commons sowie ein Standardland. Allerdings fällt das Fehlen einiger weniger seltenen Karten praktisch nicht ins Gewicht, da pro Deck ohnehin maximal vier Exemplare einer Karte enthalten sein dürfen. Eine zusätzliche fünfte oder sechste Kopie einer gewöhnlichen Karte zu öffnen, hat also praktisch keinen Wert.

Öffnest du dennoch eine Karte, die sich bereits viermal in deiner Sammlung befindet, wird dafür dein Vault-Fortschritt voran gebracht. Erreicht dieser 100 Prozent, kannst du die Vault-Truhe öffnen und erhältst eine Mythic-Wildcard, zwei Rare-Wildcards und drei Uncommon-Wildcards. Diese wiederum kannst du gegen jede beliebige Karte der entsprechenden Seltenheitsstufe eintauschen. Bist du also auf der Suche nach einer ganz bestimmten Rare oder Mythic für dein Deck, sind Wildcards deine beste Option. Mit etwas Glück können diese Joker-Karten aber auch in einem regulären Booster enthalten sein.

In dieser Hinsicht hat MTG Arena einen enormen Vorteil gegenüber der Papiervorlage sowie der Ökonomie von Magic Online, die jeweils an einen sekundären Markt gebunden sind. Wer eine besonders seltene Karte benötigt, muss sich diese mühsam ertauschen oder für echtes Geld kaufen, wobei Preise von mehr als 15 Euro für eine einzelne Karte keine Ausnahme sind. In MTG Arena ist der virtuelle Wert einer Karte lediglich von der Seltenheitsstufe abhängig, dank Wildcards sind auch die teuersten Karten nur einen einzigen Klick entfernt.

Das Problem daran ist, dass die Akquise von Wildcards dennoch stark vom Zufall abhängt. Eine Wildcard in einem Booster zu öffnen ist reine Glückssache und das Öffnen der Vault setzt mindestens 30 geöffnete Booster voraus, um die 100 Prozent zu erreichen — umgerechnet also über 50 Dollar für eine einzige, garantierte Mythic Wildcard. Mit etwas Glück können in den geöffneten 30 Boostern natürlich auch vereinzelte Wildcards enthalten sein, turnierfähige Decks beinhalten jedoch nicht selten vier, acht oder sogar 16 sagenhaft seltene Karten, von den übrigen seltenen Karten ganz zu schweigen.

Natürlich können die gewünschten Karten mit viel Glück in den geöffneten Boosterpaketen enthalten sein, um effektiv ein Deck zu bauen, ist das jedoch keine praktische Herangehensweise. Dazu kommt, dass eine fünfte und somit praktisch wertlose Kopie einer sagenhaft seltenen Karte den Vault-Fortschritt lediglich um einen Prozent erhöht und das öffnen einer solchen Karte daher besonders frustrierend ausfällt.

Der nahezu lächerliche Vault-Fortschritt für doppelte Karten schadet dabei sowohl Free-to-Play-Spieler als auch zahlenden Spielern. Free-to-Play-Spieler müssen es sich zweimal überlegen, ob sie ihre Wildcards wirklich für diese oder jene Karte eintauschen wollen, nur um anschließend mit etwas Glück (oder Pech) genau die gleiche Karte zu öffnen und mit nur einem Prozent Vault-Fortschritt vertröstet zu werden.

Zahlende Spieler, die 45 oder gar 90 Booster kaufen, sind davon sogar noch stärker betroffen, sodass sie keinen Grund haben, in weitere Kartenpakete voller fünfter, wertloser Kopien zu investieren.

Lösungsvorschläge

Damit Magic the Gathering: Arena also wirklich der erhoffte Erfolg wird, müssen zwei Dinge dringend Geschehen. Das Spiel braucht zusätzliche Spielmodi, um sowohl kompetitiven Spielern mehr Anreize und spannendere Herausforderungen zu bieten, als auch Gelegenheitsspieler mit entspannten, nicht-kompetitiven Events bei Laune zu halten, die kein teures vorkonstruiertes Deck benötigen. In der Theorie sollte das kein Problem sein und die Aussage der Entwickler, dass das aktuelle Angebot nur der Vorreiter der finalen Spielmodi sein wird, stimmt in dieser Hinsicht durchaus optimistisch.

Deutlich komplizierter sieht es hingegen mit der Ökonomie des Spiels aus. Magic: The Gathering ist ein teures Hobby. Langjährige Spieler sind es gewohnt, hohe Summen für die Pappkarten auszugeben und sind trotz allem immer wieder gern dazu bereit, da ihnen stets exzellentes Gameplay geboten wird. Worauf ich hinaus will: Magic-Spieler sind gewillt für die Karten, die sie spielen wollen, zu bezahlen. MTG Arena bietet diese Möglichkeit derzeit allerdings nicht an.

Das Sammeln neuer Karten ist aktuell fast vollständig vom Zufall abhängig, da Wildcards nur mit Glück in Boosterpackungen enthalten sind. Selbst wer 100 Dollar oder mehr in das Spiel investiert, hat keine Garantie, am Schluss auch tatsächlich die gewünschten Karten zu erhalten.

Ich sehe zwei Lösungsvorschläge:

  1. Der Vault-Progress durch das Öffnen von Booster, vor allem aber durch das Öffnen eines fünften Kartenexemplars muss signifikant erhöht werden. Alternativ könnte auch ein fünftes Exemplar pauschal durch eine Wildcard der entsprechenden Seltenheitsstufe ersetzt werden. Das Öffnen eines Boosters darf sich nicht nach Geldverschwendung, sondern nach einer sinnvollen Erweiterung der eigenen Sammlung anfühlen.
  2. Eine andere Möglichkeit wäre, Wildcards direkt und ohne Umwege zu Festpreisen über den Ingame-Store anzubieten. Spieler der Papier-Vorlage gewillt 10, 15 oder sogar 20 Dollar für eine einzige Karte auszugeben. Eine garantierte Mythic-Wildcars zu einem Festpreis von 3-5 Dollar wäre aus Sicht der langjährigen Spieler also geradezu ein Schnäppchen und eine sichere Geldquelle für die Entwickler.

Die Ökonomie von Magic the Gathering: Arena ist bei weitem nicht perfekt, aber wohlgemerkt auch noch unvollständig. Bis zum finalen Release werden unter Garantie noch weitere Änderungen vorgenommen und neue Events hinzugefügt. In Zukunft dürften zudem Codes in realen Kartenpaketen enthalten sein, die in MTG Arena eingelöst werden können. Ein Testlauf dieses Verfahren findet bereits aktuell in Neuseeland statt.

Hier kannst du MTG Arena kostenlos herunterladen *

Bis das finale Spiel erscheint, werden die meisten Kritikpunke also mit hoher Wahrscheinlichkeit hinfällig sein und ich werde zu diesem Zeitpunkt ein neues Fazit ziehen. Wer jedoch unter den aktuellen Bedingungen bereits echtes Geld in MTG Arena investieren will, geht zumindest nur ein kleines Risiko ein: Die Entwickler bestätigten bereits, dass zum Start der offenen Beta ein Wipe aller Nutzerkonten stattfinden wird. Sämtliche Edelsteine, die du bis dahin gegen Geld erworben hast, werden dir in diesem Zusammenhang erstattet und können anschließend in die neue, und hoffentlich bessere Version investiert werden.

Das hat sich in der offenen Beta verändert

Inzwischen ist MTG Arena nicht nur kostenlos für alle Spieler zugänglich, auch bei den angebotenen Karten-Sets uns Spielmodi hat sich einiges getan.

Mehrere Sets, die während der geschlossenen Beta noch spielbar waren, sind inzwischen nicht mehr im Spiel enthalten. Stattdessen umfasst MTG Arena jetzt alle Standard-legalen Sets, namentlich also Ixalan, Rivals of Ixalan, Dominaria, M19 und Guilds of Ravnica.

Damit bietet MTG Arena den gleichen Kartenpool, der dich auch auf einem Standard-Turnier in deinem lokalen Spieleladen oder einem Grand Prix erwarten würde. Auch Drafts werden mittlerweile, anders als noch in der geschlossenen Beta, rund um die Uhr angeboten. Welches Set dabei gedraftet wird, ändert sich jede Woche.

Gänzlich neu ist der Spielmodus Sealed, der etwa auch im Rahmen von Pre-Release-Turnieren gespielt wird. Dabei öffnet jeder Spieler sechs Booster und baut sich daraus ein 40 Karten starkes Deck. Leider ist der Spielmodus nur durch Gems zugänglich, also der Premium-Währung von MTG Arena und wird Free-to-Play-Spieler damit praktisch komplett vorenthalten.

Wer allerdings am Pre-Release des aktuellen Sets Guilds of Ravnica teilgenommen hat, beziehungsweise eines der Pre-Release-Packs nachträglich kauft, enthält darin einen Key, der die Teilnahme an einem Arena-Sealed auch kostenlos erlaubt. Allerdings nur einmal.

Genauso enthalten einige der Booster, die du im Laden kaufen kannst, weitere Keys, mit denen du Kartenpakete in MTG Arena erhältst. Kurioserweise können diese pro Account derzeit nur einmal eingelöst werden. Wer einen solche Key also bereits benutzt hat, hat theoretisch keinen Grund, weitere physische Booster zu kaufen. Dabei wäre doch gerade das der perfekte Weg, die Verbindung zwischen dem digitalen und physischen Spiel zu stärken.

Magic the Gathering: Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene

Überhaupt ist der größte Kritikpunkt der geschlossenen Beta — die Ökonomie — noch immer die größte Achillesverse von MTG Arena. Allen voran gibt es nach wie vor keine Lösung für das Probem, eine fünfte Karte zu öffnen. In Magic darf eine Karte, egal welcher Seltenheitsstufe, maximal viermal im Deck enthalten sein. Fünfte Kopien sind damit praktisch wertlos. Bei physischen Karten ist dies kein Problem, da die Karten idealerweise einen Tauschwert besitzen. Das ist in MTG Arena jedoch nicht möglich.

Zwar erhältst du in MTG Arena für jede fünfte Kopie einer Karte einen kleinen Prozentsatz auf die sogenannte Vault, die beim Erreichen von 100 Prozent ein paar zusätzliche Wildcards ausspuckt, eine befriedigende Lösung ist das jedoch nicht. Der Quasi-Vorgänger Magic Duels etwa hat von vornherein keine Karten ausgespuckt, die sich bereits in deiner Sammlung befinden. In einem digitalen Kartenspiel theoretisch kein Problem.

Mein Fazit zur offenen Beta von MTG Arena

Auf dem Weg zur Vollversion hat MTG Arena noch immer Potential zur Verbesserung, Die Entwickler müssen eine zufriedenstellende Lösung für das Öffnen einer fünften Karte finden. Ebenfalls ergibt es wenig Sinn, dass die Keys, die mittlerweile in den physischen Boostern enthalten sind, pro Account nur einmal eingelöst werden können.

Trotz allem ist MTG Arena auch in der aktuellen Form der beste Weg Magic the Gathering digital zu spielen — solange es um Standard und Limited-Formate geht. Modern- und Legacy-Spieler kommen weiterhin nicht um das antiquierte Magic Online herum. Auch Pro-Spieler, die sich auf Turniere vorbereiten und daher bestimmte Match-Ups trainieren wollen, haben aufgrund des zufälligen Matchmaking noch das nachsehen. Das sollte sich jedoch spätestens dann ändern, wenn MTG Arena endlich eine Freundesliste hinzufügt. Ab dann führt für Standard-Spieler kein Weg mehr um MTG Arena herum.

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