Valerian und die Stadt der tausend Planeten: Der erste Hype der Comic-Con und was das mit Mass Effect zu tun hat

Tobias Heidemann

Luc Besson hat einen Lauf. Der französische Regisseur, der uns seinerzeit die Kultfilme „Leon – der Profi“ und „Das Fünfte Element“ in die Kinos brachte, steht heute hinter einigen der kommerziell erfolgreichsten Produktionen. Filme wie „Taken“, “Transporter“ oder “Lucy“ gehen auf sein Konto. Besson hat in den letzten Jahren einen guten Riecher für Hits entwickelt. Nun lässt er all seine Erfahrung in ein persönliches Traumprojekt fließen, das ihn während seiner gesamten Karriere laut eigener Aussage nie losgelassen hat. Es ist die 170 Millionen Dollar teure Verfilmung der französischen Comic-Buch-Serie „Valerian und Veronique“.

Valerian und die Stadt der tausend Planeten: Der erste Hype der Comic-Con und was das mit Mass Effect zu tun hat

Valerian und die Stadt der tausend Planeten“ ist auf der Comic-Con in aller Munde. Worum geht´s also? Der Film ist eine aufwendige Space-Oper, mit welcher Besson angeblich schon etliche Male bei den Studios abblitzte und die nun endlich mit Dane DeHaan und Laureline als Sci-Fi-Blockbuster in die Kinos kommen soll.

Die Comic-Serie „Valerian und Veronique“ lässt sich wohl am besten als „Old School“ bezeichnen. Besson las die in den 60er Jahren weltweit erfolgreiche Serie als er zehn Jahre alt war. Seitdem sind die beiden Hauptfiguren bei ihm geblieben, wie er mehrfach in Interviews auf der Comic Con betonte. Die Geschichte von Pierre Christin und Künstler Jean-Claude Mézières erzählt von der Welt  im 28. Jahrhundert. Valérian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) sind hier als Spezialagenten der Regierung im Einsatz und sollen in den von Menschen besiedelten Regionen des Weltalls für Sicherheit und Ordnung sorgen.

Womit wir schon beim größten Problem einer Adaption von „Valerian und Veronique“ wären: Tausende Alien-Ethnien bevölkern das 28. Jahrhundert, die Figuren bereisen bizarre Schauplätze und sind regelmäßig in Over-The-Top Science Fiction-Action-Sequenzen zu sehen. Glaubt man Besson, dann habe er erst an eine werktreue Umsetzung des Stoffs geglaubt, als er „Avatar“ im Kino sah. James Camerons Technologie sei die wichtigste Grundlage für die Verfilmung der Comic-Buchreihe gewesen.

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Valerian and the City of a Thousand Planets: Der Mass-Effect-Film?

Insbesondere die intergalaktische Stadt „Alpha“, in welcher Valérian  und Laureline unter der Direktive von Commander Arün Filitt (Clive Owen) ihrer Arbeit nachgehen, sei bis dahin ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Doch das von Luc Besson nun auf der Comic-Con gezeigte Film-Material, mehrere Szenen mit einer Laufzeit von insgesamt sieben Minuten, soll laut Augenzeugenberichten fantastisch sein.

Besser als Bessons „vertikale Stadt“ aus das „Fünftes Element“ sei die überfüllte Alien-Metropole „Alpha“ und zudem in gleich mehrfacher Hinsicht inspiriert von Ästhetik und den Designs aus der Videospiel-Reihe „Mass Effect“. Überhaupt scheint sich „Valerian“ stark wie eine Real-Verfilmung der Mass-Effekt-Reihe anzufühlen. Wie gesagt, Besson hat einen guten Riecher. Ein Blockbuster im „Mass Effect“-Stil sollte sein Publikum finden.

Die gezeigten Szenen, die auf der Comic Con für Gesprächsstoff sorgen, sind laut Panel-Publikum randvoll mit futuristischen Details und schlüssigem Design wie wir das schon aus dem „Fünften Element“ kennen. Zudem stimmt die für die romantische Geschichte von Valérian und Laureline so wichtige Chemie zwischen Dane DeHaan und Cara Delevingne.

Am 20. Juli 2017 soll „Valerian and the City of a Thousand Planets“ in die Deutschen Kinos kommen. Wir rechnen schon bald mit einem ersten Trailer.

 

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