Master x Master in der Vorschau: Diablo trifft auf League of Legends?

Kristin Knillmann 4

Master x Master mischt MMO, Dungeon Crawler und MOBA, lässt euch mit zwei Figuren in den Kampf ziehen und ist dabei unglaublich komplex. Wir haben uns das neue Spiel von NCsoft, das morgen ins erste Alpha-Testwochenende geht, für euch angeschaut und erklären, was es besonders macht.

Master x Master in der Vorschau: Diablo trifft auf League of Legends?

Was ist Master x Master?

Master x Master ist das nächste große Projekt von NCsoft, dem Studio, das ihr unter anderem durch das MMO Guild Wars kennt. Diejenigen von euch, die mit MMOs nichts anfangen können, dürfen trotzdem bleiben. Denn Master x Master ist gar kein klassisches Massively-Multiplayer-Online-Game, sondern ein seltsamer, aber nicht weniger interessanter Hybrid aus Dungeon Crawler und MOBA.

Mit seinem Ansatz für Master x Master möchte NCsoft ein Spiel erschaffen, das etwas für jeden Geschmack mitbringt: Da wäre einerseits das MMO-ähnliche Hub, in dem wir uns mit Spielern verabreden, chatten und unsere spielbaren Master individualisieren. Dazu kommt ein PvE-Modus, der in seinem Grund-Prinzip und der Spiel-Perspektive ans gemeinsame Grinden bei Diablo erinnert – nur, dass sich die Steuerung eurer Master etwas anders spielt. Die ist nämlich angelehnt an die Inspiration für den PvP-Modus „Titan Ruins“, der die meisten vor allem an das extrem erfolgreiche MOBA League of Legends erinnern dürfte.

„Titan Ruins“ spielt sich etwa so wie die Map Summoner’s Rift von LoL, inklusive drei Lanes, Jungle, „Nexus“ und Co. – bringt aber selbstverständlich Eigenheiten mit, die für Master x Master ganz spezifisch sind: Dem Namen der Map entsprechend, ist jedes erfolgreich erstandene Objective eine Hilfe, um euren Titanen aufzuladen. Habt ihr genügend Aufgaben erledigt, kämpft der Titan an eurer Seite und ermöglicht euch so einen massiven Push zur gegnerischen Basis – ein bisschen so, als wenn ihr einen Boss bei Heroes of the Storm auf die Lane schickt.

Die große Besonderheit an Master x Master ist aber gar nicht mal der zusammengewürfelte Genre-Mix, der auf den ersten Blick zu funktionieren scheint. Stattdessen steht und fällt der Titel mit der Steuerung und Abwechslung seiner Master, also euren spielbaren Helden. Die sind zwar, wie eingangs erwähnt, von typischen MOBAs inspiriert worden, werden dann aber doch etwas anders gesteuert: Die „Klicken zum Bewegen“-Steuerung, welche von der MOBA-Mutter Warcraft 3 übernommen wurde, taucht in Master x Master so nicht auf. Hier steuert ihr eure Master eher wie in einem Top-Down-Shooter. Mit WASD bewegt ihr die Figur, mit der Maus zielt und schießt ihr – linke Maustaste für eine offensive Attacke, rechte für eine defensive Attacke.

Auf diese Weise wird jede Attacke, sowie die vorab ausgewählten Fähigkeiten auf Q und E, zu einem Skillshot. Das hebt das Spiel maßgeblich von der MOBA-Konkurrenz ab: Viel stärker muss man im PvP aufpassen, was man tut. Noch komplexer wird das Gameplay in all seinen Facetten.

Apropos Komplexität: Wir haben ja noch gar nicht über den Namen des Spiels gesprochen, der auf eines der wichtigen Alleinstellungsmerkmale von Master x Master hinweist. Ihr führt nämlich in jedem PvE- und PvP-Match nicht einen Master, sondern gleich zwei Master in den Kampf. Auf Tastendruck wechselt ihr die Figur, die besser auf die vorherrschende Situation passt. So ergeben sich Mischungen wie Fernkämpfer mit eigenem Support oder Nahkämpfer mit Tank. Die Figur, die grad nicht präsent ist, kann dann auch nicht mehr attackiert werden. Ein gutes Mittel, um einem Tod auf dem Schlachtfeld knapp zu entkommen, und dem Gegner anschließend mit dem zweiten Master direkt ins Gesicht zu springen.

In der von mir gespielten Demo-Version verfügte Master x Master schon über 30 unterschiedliche Master – was eine ganze Menge an diversen Helden-Kombinationen und Strategien zulässt.

Euch ist immer noch nicht ganz klar, um was es geht? In diesem Video wird euch das Prinzip von Master x Master detailliert erklärt:

Was ist Master x Master?

In der Vorschau durfte ich eine Stunde mit Master x Master verbringen – eine Zeit, die mir wirklich viel Spaß gemacht hat. Aber eben auch eine Zeit, in denen ein Spiel wie dieses kaum greifbar ist. So viele versteckte Elemente erblickte ich im Hub, die ich nicht austesten konnte, so viele Master (und Master-Kombinationen) blieben in meiner Zeit unberührt. Selbst ein Durchlauf des PvP-Modus „Titan Ruins“ erlaubte es mir noch nicht, den vollständigen Inhalt dieser Mehrspieler-Map zu verstehen.

Ihr wisst ja: MOBAs sind komplex und es braucht lange, sich darin einzufinden. Master x Master hebt genau dieses Level durch seinen Genre- und Master-Mix auf eine Höhe, die vermutlich erst nach mehreren hundert Stunden von euch völlig ausgereizt werden kann. Im ersten Ausblick wirkt genau diese Zeit wie eine gute Zeit. Die ganze Wahrheit wird wohl aber nur erfahren, wer alle anderen Spiele für die nächsten Monate vergisst und sich die eigenen Feierabende für Master x Master reserviert.

Master-x-Master-Shot-(1)

Master x Master selbst austesten?

Dank der Menge seiner Elemente und deren Komplexität, ist es wohl am Besten, Master x Master einfach selbst auszuprobieren und sich ein Bild zu machen. Einen offiziellen Release-Termin gibt es für den PC-Titel aktuell noch nicht. Das erste Spieltest-Wochenende startet allerdings bereits morgen, also am 24. Juni 2016. Wie ihr kurzfristig noch an Keys für diesen Alpha-Test gelangt, erfahrt ihr auf der offiziellen Webseite des Spiels.

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