Medal of Honor: Türkisches Fernsehen belegt Nachricht mit Gameplay-Szene

Michael Sonntag

Mittlerweile ist es fast zum Sport geworden, Bilder aus Kriegsspielen als Beweise zu nehmen, wenn gerade keine realen vorrätig sind. So gaben jetzt türkische Sender eine Mission aus Medal of Honor als Sieg gegen die Kurdenmiliz YPG aus.

Hier kannst du dir den Trailer zu Medal of Honor ansehen:

Laut T-Online berichteten die türkischen Sender Habertürk und Milliyet vor kurzem über einen Erfolg der Operation Olivenzweig. Diese bezieht sich auf die militärischen Operationen der türkischen Armee gegen die Kurdenmiliz YPG im syrischen Afrin. So sollen mehrere Kämpfer der Miliz getötet worden sein, ohne dabei eigene Verluste zu erleiden.

Die angeblichen Beweis-Szenen zeigen aber in Wahrheit eine Mission aus Medal of Honor aus dem Jahr 2010. Kurz nach der Ausstrahlung haben diverse Spieler den Fehler mit Videos auf YouTube aufgedeckt. Der gezeigte Scharfschütze stammt im Spiel aus einer US-Spezialeinheit und soll eine Mission gegen die Taliban in Afghanistan durchführen. Insidern zufolge handelt es sich bei der Nachricht um einen versehentlichen Fehler der Nachrichtensender.

Besonders auffällig sind die schwarzen Balken und die Waffen-Anzeige am oberen rechten Rand:

Es ist nicht das erste Mal, dass Institutionen Videospiele mit der Realität verwechseln. Erst letztens hat der amerikanisch Präsident Donald Trump sich über eine Lieferung von fiktiven Jets aus Call of Duty – Advanced Warfare geäußert. Um die Zusammenarbeit zwischen den USA und der IS zu beweisen, benutzte das russische Militär vor Monaten Bilder aus dem Spiel AC- 130 Gunship Simulator: Special Ops Squadron.

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