Pokémon: Wie der Trailer zur Realverfilmung meinen Blick auf Pikachu für immer verändert hat

Lisa Fleischer

Pokémon kommt ins Kino – in einer Art, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben. Denn: Der neue Film ist eine Realverfilmung. Das lässt die kleinen Taschenmonster in ganz neuem Licht erstrahlen – und schockt mich im ersten Moment bis aufs Mark.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Meinungsartikel, der den Standpunkt unserer Redakteurin widerspiegelt und nicht zwingend der Meinung der gesamten Redaktion entsprechen muss. Er erhebt keinen Anspruch auf eine universell gültige Wahrheit und deckt sich vielleicht nicht mit deinen eigenen Vorstellungen.

Ich freue mich ja immer, höre ich etwas Neues von Pokémon. Egal ob die niedlichen Plüschis, der Film Pokémon: Du bist dran! oder das neue Pokémon Let’s Go, das du bestellen kannst – bislang hat mich das Franchise noch nie komplett enttäuscht. Natürlich habe ich auch von der Realverfilmung Pokémon Meisterdetektiv Pikachu nichts anderes erwartet – und Spoiler: Inzwischen bin ich auch wieder Feuer und Flamme für den Film.

Offenbar ging mir vor lauter Vorfreude auf den neuen Trailer aber völlig durch die Lappen, dass nicht nur die Welt, sondern auch die Pokémon an sich in der Realverfilmung wohl kaum so aussehen, wie ich es aus anderen Pokémon-Filmen, der Serie und den Spielen gewohnt bin. Und deshalb war ich auch besonders geschockt, als ich das hier sah:

POKÉMON MEISTERDETEKTIV PIKACHU - Offizieller 1. Trailer (neu).

Was ist mit Pikachu passiert? Ich habe nie bewusst darüber nachgedacht, aber offenbar war die kleine Elektromaus trotz ihrer realen Verwandten bei mir im Kopf immer nackt – genauso wie die anderen Taschenmonster übrigens auch! Und jetzt war der kleine Kerl im Meisterdetektiv Pikachu-Trailer auf einmal von unten bis oben behaart. Also, nicht nur behaart, er ist ein einziger Flauschball! Von der Schwanzspitze bis zu den Ohren – überall Plüsch! Dagegen ist selbst meine extrem flauschige Katze ein schlechter Scherz.

Mein Gehirn lässt Dampf ab

Damit kam mein Gehirn im ersten Moment überhaupt nicht klar. Und das, obwohl ich eigentlich nichts gegen Plüsch-Fell habe – wie gesagt, auch mein eigenes Kätzchen ist flauschig und das ist klasse! Da kann man so richtig schön reingreifen und einmal durchwuscheln – hach, eigentlich gibt es nichts besseres. Nur bei Pikachu wollte das für mich im ersten Moment einfach nicht passen. Und als ich dann auch noch Pummeluff gesehen habe – mit seiner episch langen Kringellocke aus flauschigem Fell auf dem Kopf – konnte mein Gehirn einfach nicht mehr an sich halten.

„Das sind nicht meine Pokémon!“, skandierte mein Gehirn, dem die richtige Darstellung von Pokémon warum auch immer offenbar ein Anliegen ist – während meine Kollegen um mich herum nicht mehr aus dem Schwärmen kamen. „Was stimmt nicht mit mir?“, begann ich mir Sorgen zu machen, denn normalerweise stehe ich Neuerungen ja offen gegenüber. Also schaute ich mir den Trailer noch einmal an – wieder und wieder.

Und siehe da: Mit jedem Mal störte ich mich weniger und weniger an den felligen Pokémon – bis ich sie irgendwann ganz niedlich fand. Jetzt sah ich in ihnen offenbar genau das, was meine Kollegen schon von Anfang an in ihnen sahen. Ich konnte sogar mein Gehirn beschwichtigen. Jetzt sieht es auch ein: Nur weil etwas Anfangs ungewohnt ist, muss es nicht gleich schlecht sein. Wir – mein Gehirn und ich – freuen uns sogar richtig auf Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu, der 2019 ins Kino kommen soll.

Zu schnell geurteilt

Was lernen wir also daraus? Niemals vorschnell urteilen! Ja, vielleicht entspricht nicht alles von Anfang an deinen Vorstellungen. Nun kannst du – wie mein Gehirn – die Arme verschränken, Dampf ablassen und deinen Unmut kundtun. Damit verdirbst du aber nicht nur anderen die Laune, sondern auch dir selbst – nur wegen deiner viel zu hohen Anforderungen machst du dir etwas schlecht, auf das du dich eigentlich schon seit langem gefreut hast. Und letzten Endes verpasst du etwas, das du vielleicht gemocht hättest, hättest du ihm nur eine Chance geben.

Versuche stattdessen doch, dem gerade Gesehenen eine weitere Chance zu geben – vielleicht findest du ja etwas daran, das du von Anfang an gesucht, aber bis dato nie erkannt hast. So wie ich: Pikachu ist ein kleiner Floof – und inzwischen kann ich mir keine bessere Umsetzung als die in Pokémon Meisterdetektiv Pikachu vorstellen. Ich will am liebsten in Pikachus Fell greifen und das kleine Pokémon richtig knuddeln. Ich weiß, dass das nicht geht – dafür habe ich ja aber zum Glück meine eigene flauschige Katze zu Hause.

Übrigens stammen die Pokémon-Umsetzungen in Meisterdetektiv Pikachu von dem folgenden Künstler. Er hatte schon vor einigen Jahren Pokémon in reale Wesen verwandelt – das Ergebnis ist ganz schön beeindrucken.

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Realistische Pokémon: Erkennst du sie alle?

Wie gefällt dir der Trailer zu Pokémon Meisterdetektiv Pikachu? Warst du im ersten Moment genauso geschockt wie ich, dass Pikachu so fellig ist? Und wie gefällt dir inzwischen die Umsetzung der Pokémon? Schreibe uns doch deine Meinung unten in die Kommentare.

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