Metal Gear Solid 5 Phantom Pain: Finanziell noch immer im Minus

Marco Schabel 19

Seit Anfang September können mehr als 3 Millionen Spieler das lange erwartete Metal Gear Solid 5 Phantom Pain spielen. Wie es scheint, ist das aber noch lange nicht ausreichend, um die Kosten zu decken, die das Spiel bei Konami verursacht hat.

Wenn es um Finanzen geht, gibt es auf der ganzen Welt eigentlich nur ein wirklich namhaftes Magazin, dem jeder vertraut. Die Rede ist natürlich vom Forbes-Magazin, welches vor allem für die Listen der reichsten Menschen dieses Planeten verantwortlich ist. Das ist jedoch nicht alles. Manchmal widmen sich die Redakteure auch dem Videospiel-Markt und geben Einschätzungen darüber ab, was dort so vor sich geht. So geschehen jetzt zu Metal Gear Solid 5 Phantom Pain. Wie es von dem Magazin heißt, handelt es sich dabei noch immer um ein Verlustgeschäft.

Mehr als 3 Millionen Kopien des Hideo Kojima-Spiels wurden in den vergangenen 22 Tagen verkauft. Wie es von den Kollegen heißt, ist das aber gerade einmal knapp die Hälfte dessen, was Konami absetzen muss, um überhaupt Gewinne mit dem Taktik-Shooter generieren zu können. Als Basis für die Einschätzung dienen die Entwicklungskosten, die sich auf etwa 80 Millionen Dollar belaufen sollen, zuzüglich der Kosten für Vertrieb, Marketing und Betrieb. Diesen gegenüber stehen 3 Millionen Kopien, die zu einem Preis von knapp 70 Dollar über den Ladentisch gegangen sind. Doch wie viel müsste Konami denn verkaufen, um in die schwarzen Zahlen vorzustoßen?

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Laut Forbes sind das 5 bis 6 Millionen Exemplare von Metal Gear Solid 5 Phantom Pain. Das Problem für Konami ist, dass der Hype zum Launch mittlerweile abgeflacht ist und auch das bevorstehende Weihnachtsgeschäft nicht zwingend in die Karten spielt. In diesem Zeitraum erscheinen nicht nur zahlreiche andere, beliebte Spiele, sondern auch Metal Gear Solid 5 Phantom Pain ist sich selbst Konkurrenz. Mögliche Preissenkungen und der Gebrauchtspielmarkt führen dazu, dass der berechnete Break Even Point nach oben korrigiert werden muss. Allerdings gibt es ja mit Mikrotransaktionen zusätzliche Einnahmequellen.

Die hohen Entwicklungskosten für Metal Gear Solid 5 Phantom Pain sind angeblich auch ein Grund, warum sich Konami von Hideo Kojima getrennt haben soll. Insgesamt macht das Spiel aktuell nicht nur Verlust, es ist noch dazu schlechter gestartet als der Vorgänger. Laut den Kollegen hat sich Metal Gear Solid 5 Phantom Pain zwar etwa genauso oft verkauft, wie Guns of the Patriots im gleichen Zeitraum, allerdings erschien dieser lediglich für die PlayStation 3 und nicht, wie in diesem Fall, für ganze fünf Plattformen. Sechs Jahre gingen ins Land, bevor der vierte Teil die 6-Millionen-Marke geknackt hat.

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